Der kleine rote Drache und der Prinz

Pünktlich zu neuen Karnevalssession habe ich ein wunderbares Kinderbuch für Euch im Programm. „Der kleine rote Drache und der Prinz“ von Brigitte Hintzen-Bohlen aus dem Bkb Verlag in Köln. Dieses Kinderbuch beinhaltet die Geschichte des kleinen roten Drachen und wie er jede Menge über den Karneval lernt. Für mich das perfekte Geschenk für groß und klein zum Start der Session oder zu Weihnachten. Leichter versteht man den Karneval bestimmt nicht mehr.

Der kleine rote Drache

Früher gab es in Köln eigentlich immer Drachen, doch die Menschen haben ihre Dienste nicht zu schätzen gewusst. So kam es, dass die Drachen sich unsichtbar machten und nur noch von Prinzen gesehen werden konnten. Der kleine rote Drache lebt ganz verborgen im Ülepooz an der Stadtmauer und erwacht durch grobes Hämmern. Er denkt, dass ihn keiner sehen kann, bis ein kleiner Junge vor ihm steht. Und der kann ihn sehen. Der kleine Tom ist nämlich Prinz Karneval und Prinzen können den kleinen Drachen ja schließlich sehen.

Es beginnt eine aufregende Reise durch Köln für den kleinen Drachen. Er lernt die Regeln im Fastelovend kennen und entdeckt sogar alte Bekannte wie das Gürzenich wieder. Die Gebäude standen nämlich schon zur Zeit der Drachen. Nach und nach lernt der Drache warum es ein Dreigestirn gibt, was eine Sitzung ist und warum es die roten und die blauen Funken gibt. Von Seite zu Seite wird der kleine rote Drache selber ganz jeck. Und zusammen mit dem Kinder Dreigestirn durchlebt er eine wunderbare Session.

Meine eigene Meinung

Ich liebe dieses Kinderbuch. Es wird auf einfach Weise der Karneval und alles drum herum erklärt. Im hinteren Teil des Buches werden sogar noch einmal Begrifflichkeit erklärt. Die Kleinen können so super viel lernen, verpackt in eine tolle Geschichte über Freundschaft. Gerade zur neuen Session ein gelungenes Buch. Vor allem muss man bedenken, dass der Brauchtum auch an die jüngere Generation weiter gegeben werden soll und so können viele Kinder schon die ersten Dinge spielerisch lernen. Ich finde es toll und die Illustrationen sind super süß. Ich freue mich auf Band 2. Denn das wird der kleine rote Drache erst richtig jeck.

Rezensionsexemplar / Bkb Verlag / Auflage 2021 / 19,95€

Wenn ich wiederkomme von Marco Balzano

Wenn ich wiederkomme“ ist ein Roman, der ans Herz geht. Erzählt mit viel Einfachheit und dennoch wahrem Tiefgang. Marco Balzano schafft es einen Schwachpunkt der Menschheit sehr poetisch darzustellen und gibt seinen Protagonisten eine Stimme in seinem Buch. Er greift in „Wenn ich wiederkomme“ ein sehr kritisches Thema in Osteuropa auf und verschafft uns einen Einblick in eine andere Welt. Fernab von Wohlstand und Pflege.

Die Familie

Daniela lebt mit ihren beiden Kindern und ihrem Ehemann in einem kleinen Städtchen in Rumänien. Sie haben ein kleines, baufälliges Haus mit Garten und die Großeltern direkt im Nebengebäude. Klingt erst einmal nicht schlecht, aber die Bedingungen sind nicht so einfach. Während Daniela sich um die Kinder und den Haushalt gekümmert hat, hat ihr Mann das Geld rein gebracht. Doch durch seine ständige Trunkenheit verliert er seine Arbeit. Eine neue Arbeit zu finden, ist aber nicht leicht. In Rumänien gibt es wenig Arbeit und in dem kleinen Städtchen sowieso nicht. Auch zu Hause lässt er seine Frau mehr und mehr im Stich, sodass sie eine folgenreiche Entscheidung treffen muss.

Sie entscheidet sich dafür ihre Kinder Manuel und Angelica mit dem Vater zurück zu lassen und alleine nach Mailand zu gehen, um Arbeit zu finden. In Mailand werden Frauen gesucht, um Alte Menschen oder Kinder zu pflegen. Generell war es in Westeuropa normal, sich Frauen aus dem Osten für solche Arbeiten zu bestellen. Eine traurige Version unserer Generation. Die Mailänder in diesem Buch sind nicht dazu in der Lage sich um ihre eigene Familie zu kümmern und lassen es lieber von diesen armen Frauen machen. Sie nutzen aus, dass diese Frauen meist keine Wahl haben.

Manuel und Angelica

Die beiden Kinder verstehen nicht, warum die Mutter gegangen ist. Doch der Vater scheint sich für den Moment zu ändern. Er repariert Dinge am Haus und erhofft sich so, dass seine Frau wieder kommt. Doch sie schickt nur Geld zu ihnen nach Hause und arbeitet weiter in der großen Stadt. Neid kommt auf, doch nur weil sie alle drei nicht wissen, wie hart Daniela dort arbeiten und leben muss. Gerade der junge Manuel kann das alles nicht verstehen. Er liebt seine Mutter und braucht sie. Er fühlt sich verloren.

Angelica zieht aus um zu studieren und Manuel flüchtet sich zu seinem Großvater in den Garten. Als der Vater eines Tages auch los zieht, um arbeiten zu gehen, kümmern sich die Großeltern um Manuel. Für ihn ist klar, dass er einen Landwirtschaftlichen Beruf ausüben will, der Garten bereitet ihm Freude. Sehr zum Leid seiner Mutter, denn sie schickt extra Geld für seine Schulbildung. Als eines Tages dann der Opa stirbt, bricht für Manuel eine Welt zusammen. Er fühlt sich allein gelassen. Bei einer riskanten Autofahrt baut er einen Unfall und muss ins Koma versetzt werden. Erst da kommt Daniela zurück. Eine schwierige Zeit beginnt. Auch der Vater kehrt für einen kurzen Besuch zurück. Ob die Familie wieder zusammen finden wird ist unklar, doch die Mutter ist erst einmal wieder da und Manuel kann in Ruhe gesund werden.

Meine eigene Meinung

Eine tragische Familiengeschichte mit einem kleinen Happy End. Daniela tut mir sehr leid. Sie spiegelt das Leben von vielen Frauen wieder, die für ihre Familie alles tun würden. Ich möchte nicht wieder auf die Geschlechterfrage hinaus, doch auch bei solchen Geschichten merkt man wieder, dass die Frauen dieser Welt so viel mehr Courage haben wie manch ein Mann. Eigentlich haben wir schon immer die Familien zusammen gehalten. Marco Balzano hat für mich also eine tolle, wahre Geschichte geschrieben. Auch wenn es keine echt Daniela gibt, dennoch gibt es Frauen, die genau so etwas erlebt haben. Ich finde es toll, dass er diesen Frauen mit diesem Buch eine Stimme gegeben hat. Große Leseempfehlung an der Stelle von mir und Danke an den Diogenes Verlag für dieses wunderbare Exemplar.

Rezensionsexemplar/ Diogenes Verlag/ Gebundene Auflage/ 2021/ 312 Seiten/ 22,00€

Der perfekte Kreis von Benjamin Myers

Benjamin Myers konnte mich bereits mit seinem ersten Buch „Offene See“ beeindrucken. Sein neuer Roman „ Der perfekte Kreis“ ist eine weitere Liebeserklärung an sein Heimatland England. Außerdem spielt auch hier wieder Freundschaft eine elementare Rolle.

„…Etwas zu erschaffen, das betört und verblüfft, das begeistert und verwirrt – etwas so Fantastisches und Faszinierendes und Unerwartetes-, etwas, das über Nacht auftaucht wie ein Pilz aus der Erde, ein Geschenk an die Menschen, das ist, so finden die beiden, ein radikales und wohltätiges Werk reinster und höchster Güte. Und aus so reinen Absichten sind Mythen gemacht…“

Der perfekte Kreis

Calvert und Redbone sind zwei außerordentlich nette Typen und ziemlich gute Freunde. Beide haben eine schwierige Vergangenheit hinter sich. Zusammen beschließen sie, den perfekten Kreis in ein Kornfeld zu zaubern. Man kennt es aus alten Filmen aus den USA, dass Kreise auf Kornfeldern zumeist für Außerirdische gehalten wurden. So ähnlich ist es auch 1989 in England. In der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg und kurz vor einer Wende in Deutschland möchten Calvert und Redbone etwas schönes erschaffen. Die wildesten Gerüchte gehen herum, was es wohl mit den Kreisen auf sich haben könnte.

Für beide ist das Ziel, den größten und schönsten Kornkreis zu erschaffen, den es je gegeben hat. Sie lieben dieses Spiel im Versteckten und finden es äußerst amüsant, dass niemand zu erahnen vermag, wer hinter diesen Kreisen stecken mag. Beide sind ganz vorsichtig bei ihrer nächtlichen Arbeit, denn sie wollen keinen einzigen Halm beschädigen. Sie wollen etwas zauberhaftes schaffen, ohne die wunderbare Natur zu zerstören. Für beide ist es eine Therapie, ein Weg zu sich selbst zu finden und das vergangene zu vergessen.

Die Natur Englands

Wie auch in seinem ersten Roman, beschreibt Benjamin Myers die Natur Englands auf ihre schönste Weise. Man kann sich die goldenen Kornfelder perfekt vorstellen und kann erahnen wie wunderschön diese Landschaft ist. Auch der Aspekt, dass Calvert und Redbone die Natur nicht zerstören möchten ist großartig eingebunden. Es macht die beiden Protagonisten sehr sympathisch. Beide finden es grauenhaft, wenn deren schöne Umgebung zerstört wird und mit ihren Kornkreisen wollen sie auch irgendwie beweisen, wie schön die Welt sein kann.

„….Und das sie zu der Einsicht gelangt sind, dass das Leben nur eine kurze Phase auf dem hyperbolischem Kontinuum der Zeit ist, dass es andere Leben gegeben hat und dass es abermals andere Leben geben wird, liegen den beiden nur wenige Dinge wirklich am Herzen, aber das Erschaffen von Kornkreisen ist eines davon…“

Meine eigene Meinung

Ich bin ein Riesen Fan von Benjamin Myers geworden. Seine Beschreibungen der Landschaft sind so großartig und seine Beschreibung von Freundschaften so ehrlich. Man mag seine Bücher einfach, weil man sich in ihnen wohl fühlt. Man kann ganz tief eintauchen und in den Worten ins Ferne England reisen. Und auch der Bezug zur reinen Natur ist spürbar da. Sein Schreibstil ist noch dazu etwas ganz besonderes, oftmals sehr lyrisch und wunderschön. Ich danke dem Dumont Buchverlag für dieses tolle Exemplar. Würde ich Sterne vergeben müssen, dann hätte dieses Buch 5 von 5 Sternen verdient.

Rezensionsexemplar / Dumont Buchverlag / Gebundene Ausgabe / Auflage 2021 / 217 Seiten / 22,00€

Louise Brown – Was bleibt wenn wir sterben

„Was bleibt wenn wir sterben“ ist ein unerwartet motivierendes Buch. Louise Brown beschreibt, wie sie den Verlust ihrer Eltern verarbeitet hat und was sich daraus in ihrem beruflichen Leben verändert hat. Ein schweres Thema, was in diesem Roman sehr gut verpackt wird. Ein Buch was dazu auffordern soll aus einem Schicksalsschlag etwas positives zu ziehen. Louise Brown beschreibt, wie man Trauer verarbeiten kann. Besonders inspirierend ist die Tatsache, dass die Autorin selbst ihre Erlebnisse autobiographisch verarbeitet.

Die Trauerrednerin

Louise’s Eltern sterben quasi hinter einander. So ist es leider oftmals, dass wenn der eine Partner stirbt, dass der zweite folgen könnte. Bei Paaren, die seit Jahrzehnten verheiratet sind, nicht unüblich. Dennoch ist genau diese Tatsache für die Hinterbliebenen nicht immer einfach. Louise Brown hatte ein gutes Verhältnis zu ihren Eltern und der doppelte Schicksalsschlag setzt ihr zu. Bei der Trauerfeier stellt sie fest, dass der Trauerredner ihr nicht zu einem Abschied verhelfen kann. Seine Rede ist es, die Louise über die Trauer nachdenken lässt. Was empfinden Menschen in ihrer Trauer, was kann helfen und welche Worte sollte ein Trauerredner in dem Moment finden. Es gibt zahlreiche tolle Redner auf Hochzeiten, aber eher selten einen sehr guten Trauerredner. Mit Trauer verbindet man meistens etwas schlechtes. Louise Brown lehrt uns aber in diesem Buch, dass man sich nicht Trauer hingeben soll, sondern aus ihr etwas positives ziehen soll.

Erinnerungen die bleiben

Eine Sache die aus ihrem Buch herausgeht, ist, dass man immer noch Erinnerungen hat. Meistens denken wir immer an die ganz großen Momente im Leben. Ein Geburtstag, eine Hochzeit und so weiter, aber meistens sind es die kleinen Dinge die im Gedächtnis bleiben. Momente, wo Menschen einem selbst nah waren. Kleine Gespräche, Gesten oder ganz simple witzige Situationen. Louise Brown beschreibt es ganz treffend, sie sagt es sei wie mit den Schnappschüssen aus einem Fotoalbum, diese landen meistens lose ganz hinten im Album. Aber genau auf diese Momente kommt es an, diese Momente zählen in einem Leben und machen die Geschichte des Verstorbenen rund. Louise möchte genau solche Momente in ihrem Reden aufleben lassen. Die Hinterbliebenen sollen genau an diese besonderen Momente denken. An einer anderen Stelle im Buch vergleicht sie es mit einem Film, dessen Abspann unbedingt gezeigt werden sollte, die sogenannten Out Takes.

Meine eigene Meinung

Ich war am Anfang sehr skeptisch, ob mir ein Buch, welches sich mit Trauer beschäftigt überhaupt gefallen könnte. Wobei ich sagen muss, dass die Autorin mal wieder sehr sympathisch ist. Nach dem Buch kann ich sagen, dass es jeder lesen sollte. Es öffnet uns die Augen. Louise Brown verrät uns in ihrem Roman “ Was bleibt wenn wir sterben“ vieles über uns selbst und darüber, welche Momente im Leben wirklich zählen. Sie gibt einen Hinweis darauf, dass wir auch die kleinen Momentaufnahmen nicht vergessen sollten. Das wir eben das Fotoalbum ganz füllen sollten und die vermeintlichen Schnappschüsse nicht außer Acht lassen sollten. Am Ende ergibt nur das ganze Puzzle unseres Lebens Sinn. Es gibt den Spruch, dass man jeden Moment leben sollte. Und genau das, sagt Louise Brown auch mit ihrem Buch aus. Eine Trauer zu bewältigen macht es deswegen nicht leichter, aber es hilft, sich an spezielle Ereignisse besser erinnern zu können. Rein aus ihren Erzählungen glaube ich, dass Louise Brown eine ganz besondere Trauerrednerin sein muss. Würde ich Sterne vergeben, dass sind es ganz klar 5 Sterne! Vielen Dank an der Stelle an den Diogenes Verlag für dieses tolle Leseexemplar. Ich finde übrigens auch das Cover wunderschön und sehr passend. Auch wenn man nicht an den Himmel glauben mag, dann zumindest daran, dass unsere Seelen hier irgendwo weiter leben, zumindest bleibt unsere Aura irgendwo in der Luft und tanzt mit den Vögeln. Ich persönlich finde so eine Vorstellung schön.

Rezensionsexemplar / Diogenes Verlag / Auflage 2021 / Taschenbuch / 250 Seiten / 22,00 €

Nicolas Barreau- Das Lächeln der Frauen / Die Zeit der Kirschen

Nicolas Barreau zählt für mich zu den wunderbarsten Liebesroman Autoren. Wobei ich sagen muss, dass ich nicht genau weiß, ob es tatsächlich ein Autor ( männlich ) ist. Es gibt Gerüchte, dass es eine Autorin ist mit einem Pseudonym. Mir persönlich reichlich egal, denn ich mag die Bücher von ihm/ihr sehr gerne. „Das Lächeln der Frauen“ gibt es schon etwas länger und die Fortsetzung „Die Zeit der Kirschen“ ist ganz frisch erschienen. Zusammen ergeben sie eine Hommage an die Stadt Paris.

Das Lächeln der Frauen

Aurelie ist eine junge Restaurantbesitzerin im Herzen von Paris. Sie ist in einer Beziehung, hat eine tolle Freundin und führt das vererbte Restaurant/ Bistro ihres Vaters. Lesen lag ihr noch nie so sehr, sie liebt die Küche. Als ihr Partner sie verlässt fällt sie in ein tiefes Loch. Sie hatte Claude geliebt und war am Boden zerstört. Durch Zufall landet sie in einem kleinem Buchladen und entdeckt dort ihren ersten Lieblingsroman „ Das Lächeln der Frauen“. In diesem Roman entdeckt sie auf einmal sich selbst. Als hätte der Autor Robert Miller sie vorher schon einmal gesehen, als ob er Gast in ihrem Restaurant gewesen ist. Sie musste unbedingt herausfinden, was es damit auf sich hat.

Es stellt sich heraus, das es Robert Miller eigentlich gar nicht gibt und das er schon gar nicht aus England kam, sondern Franzose war. Es war ihr gleich seltsam vorgekommen, dass ein Engländer so wunderbar über Paris schreiben konnte. Doch nun hatte sie sich schon fast in diesen Autoren verliebt und lud ihn zum Abendessen in ihr Restaurant ein. Sie kochte das bekannte Gericht ihres Vater „Menu D‘ amour“. Ihr Autor aka Lektor war begeistert. Denn der Lektor selbst hat das Buch geschrieben und seit seinem ersten Besuch im Restaurant „Le Temps des Cerises“ ist er verliebt in das Lächeln von Aurelie.

Die Zeit der Kirschen

Im zweiten Roman „Die Zeit der Kirschen“, welches nach dem Restaurant von Aurelie benannt ist, greift Nicolas Barreau die Liebesgeschichte von Aurelie und Andre erneut auf. Während Andre versucht einen Heiratsantrag zu machen, verguckt sich Aurelie in einen Sternekoch und eine wilde Jagd nach der Liebe beginnt. Beide erfahren in diesem Buch einen Karriereaufschwung. Andre wird als Autor gefeiert und besucht eine Lesung nach der nächsten. Aurelie bekommt durch Zufall einen falschen Michellin Stern und lernt dadurch den Sternekoch Jean-Marie Marronnier kennen. Durch ihn wird sie in neue Kochkünste verführt und lernt jede Menge neue Gerichte kennen. Der Sternekoch lebt allein, weil seine Frau nicht aufs Land ziehen möchte und er findet Gefallen an Aurelie. Andre ist auf äußerste eifersüchtig und begeht dadurch einen Fehler nach dem nächsten. Auf der anderen Seite lernt er aber auch nette Buchhändlerinnen kennen, auf die Aurelie dann eifersüchtig ist. Am Ende steht die Frage im Raum, ob die beiden sich noch lieben und ob sie zusammen gehören?

Mein persönliches Fazit

Was ich in beiden Büchern sehr schön fand, waren die Beschreibungen über Paris. Die Stadt wird super beschrieben und man fühlt sich wie im Traumland beim Lesen. Man bekommt Lust diese wunderbare Stadt noch einmal zu bereisen. Auch die Gerichte in der Küche machen durchaus Hunger auf mehr. Wobei ich kein Fan von französischer Küche bin und auch noch vegan lebe. Dennoch mochte ich die Leidenschaft, die man förmlich bei beiden Köchen spüren konnte.

Die Story an sich ist im ersten Buch noch sehr, sehr romantisch, verliert sich aber im zweiten Buch. Die Geschichte mit der Eifersucht wird einfach zu lang und auch zu anstrengend. Ich finde das sehr schade, denn das erste Buch hat mir richtig gut gefallen. Aber leider ist es oft so, dass einen Fortsetzung nicht an den Erstroman ran kommt. So ist es hier leider auch. Dennoch mochte ich beide in Kombi, Paris reißt es Gott sei Dank wieder raus. Würde ich Sterne vergeben, dann hätte das erste Buch 5 Sterne und das zweite 3, sodass wir in Kombi auf 4 Sterne kommen. Ich finde, das ist ein guter Schnitt. Nicolas Barreau bleibt für mich aber immer eine Empfehlung wenn es um Romantik in Paris geht.

Beide selbst gekauft, daher keine Werbung

Wild Heart – Wo der Himmel den Ozean berührt von Melanie Lane

Wild Heart von Melanie Lane ist mein zweites EBook von ihr und ich kann sagen, ich bin ein Fan geworden. Melanie ist sehr sympathisch und das kommt auch in ihren Romanen immer wieder raus. Denn auch ihre Protagonisten sind super sympathisch. „Wild Heart- wo der Himmel den Ozean berührt“ ist eine super spannende romantische Komödie würde ich sagen und in meinen Augen sogar Stoff für einen tollen Liebesfilm. Eine tolle Location, spannende Abenteuer, nette Protagonisten und zwei verliebte Pärchen, was braucht es mehr?! Wild Heart war für mich die perfekte Urlaubslektüre in diesem Sommer.

Ellie Mansfield

Ellie ist eine lustige, engagierte junge Frau, die in ihrem Leben bisher noch nicht zu 100-prozent angekommen ist. Ellie hat das Talent zu einer großartigen Schreiberin, aber arbeitet in einer Immobilienfirma. Sie hatte geglaubt, dass ihr Leben eigentlich in eine bestimmte Richtung bestimmt war. Ihr Freund ist bei einem Verkehrsunfall tragisch ums Leben gekommen und seitdem steht ihr Leben irgendwie still. Sie hatte Pläne, sie wollte ihn heiraten und eine Familie gründen und von jetzt auf gleich waren diese Pläne vergessen. Nach dem Tot ihres Verlobten hat sie eigentlich nur noch gearbeitet und sich vor der Liebe verschlossen. Ihr Job bezahlt ihr zwar ihr Leben, aber leidenschaftlich gerne macht sie ihn nicht.

Durch einen dummen Zufall trifft Ellie eines Tages auf Jacob. Jacob ist Extremsportler und ist bekannt für seine waghalsigen Stunts, welche im Internet viral gehen. Man findet Jacob auf sämtlichen Sportzeitschriften des Landes, er ist sozusagen berühmt. Ellie ist an einem Abend völlig verzweifelt und beschließt zum Flughafen zu fahren, sie mag die Atmosphäre. Dort entdeckt sie in einem Schreibwarenladen eine Zeitschrift mit Jacobs Abbild darauf und prompt steht der berühmte Jacob vor ihr. Er verwechselt sie mit einer Journalistin und eine spannende Geschichte beginnt. Denn Ellie klärt den Fall gar nicht erst auf, sondern tut so, als ob sie wirklich eine Journalistin wäre. Wann hat man schon mal die Möglichkeit eine bekannte Person so hautnah kennen zu lernen. Und dann sieht er auch noch so gut aus.

Die Vietnam Reise

Nachdem Ellie Jacob hat glauben lassen, dass sie eine Journalistin einer großen Zeitschrift ist, hat er sie kurzerhand zu einem Promo Trip nach Vietnam geplant. Er nimmt eigentlich ungerne Journalisten mit auf Reisen, aber Ellie war ihm sympathisch. Von da an beginnt ein großes Abendteuer. Jacob und seine Crew entführen Ellie in eine ganz andere Welt. Mit der Crew und besonders mit Sarah versteht sich Ellie direkt sehr gut und mit Jacob beginnt es zu knistern.

Natürlich läuft nicht alles super gut, denn immerhin hat Ellie zwei Geheimnisse von denen Jacob nichts weiß, glaubt Ellie zumindest. Und natürlich muss sie ihm beichten, dass sie keine Journalistin ist und sie möchte ihm erzählen, dass ihr Verlobter gestorben ist und sie in Sachen Liebe eher unsicher ist. Doch irgendwie geht beim Wahrheit sagen alles schief und eine rasante Achterbahnfahrt beginnt.

Mein persönliches Fazit

Ich mag Melanie Lane‘s Romane wirklich sehr. Ihre Charaktere sind immer sehr sympathisch und dennoch haben sie auch Tiefgang. Jeder Protagonist bekommt seine eigene Geschichte in der Geschichte, das mag ich sehr. In Wild Heart gefiel mir auch, dass Melanie Lane Vietnam super schön beschrieben hat. Man möchte sofort hinreisen. Alles in allem ein sehr gelungenes und leichtes Buch, welches ich sehr mag.

Rezensionsexemplar/ More EBook/ 346 Seiten

Joyce Summer – Jenseits des Kaps

Ich habe mal wieder ein Ebook gelesen. Eigentlich mag ich Bücher lieber, aber hin und wieder gefällt mir auch dieses. Zumal ich einen kleinen feinen Krimi gelesen habe. „Jenseits des Kaps“ von Joyce Summer spielt in Südafrika, in Kapstadt und Umgebung. Alleine die Kulisse kann man sich sehr gut vorstellen, sodass ich atmosphärisch schon direkt mittendrin war. Es war mein erster Krimi von Joyce Summer und ich glaube, dass bleibt nicht der Letzte.

Ich musste am Anfang ein wenig mit der Sprache klarkommen, da viele südafrikanische Akzente im Text inkludiert waren, mit denen ich erst einmal zurechtkommen musste. Zum Glück fand man am Ende des Buches auch eine Erklärung der Begrifflichkeiten. Sehr hilfreich. Generell hat das aber dem Lesegefühl keine Minuspunkte verschafft, denn ansonsten war der Schreibstil sehr angenehm.

Pieter Strauss

Pieter ist Polizist bei den sogenannten Valke in Kapstadt. Sein neuster Auftrag führt ihn allerdings zurück zu seinem Heimatort im Elgin-Tal. Denn auf der Farm seines Vaters wurde eine Leiche gefunden. Das farbige Mädchen war die Tochter des Farmarbeiters seines Vaters und Pieter kannte das Mädchen seit frühester Kindheit. Tansey hatte sich die letzten Monate an eine radikale Gruppe angeschlossen, welche weiße Farmer ihres Landes enteignen wollte. Daher kam es immer wieder zu Unstimmigkeiten. Die Rassendiskussion ist leider auch in diesem Jahrtausend noch nicht vom Tisch und rund um Kapstadt wird anscheinend immer noch über Land diskutiert. Natürlich vermutet man als Mörder zuallererst Pieters Vater, denn auf dessen Farm wurde die Leiche des Mädchens gefunden. 

Die Farmer in der Umgebung haben aber auch alle ihre eigene Geschichte und so könnten auch andere Täter in Betracht kommen. Pieter möchte daher ins Elgin-Tal reisen, um zu ermitteln. Unterstützt wird er von seinem guten Freund und Kollegen Jan. Er wird sich Undercover als Farmarbeiter einschleusen, um etwas bei den anderen Farmarbeitern zu erfahren. Jan neigt aber dazu, sich von hübschen Frauen ablenken zu lassen und das wird im in seinem Undercover Job schnell zum Verhängnis.

Neben der Geschichte um das tote Mädchen werden auch viele zwischenmenschliche Themen behandelt. Zum Beispiel das Verhältnis zwischen Pieter und seinem Vater. Denn Pieter fühlt sich immer falsch verstanden von seinem Vater und hat auch ein ganz schlechtes Bild von ihm. Im Laufe der Geschichte zeigt der Vater von Pieter aber auch eine andere Seite und diese kann ein neues Verhältnis für die beiden zur Folge haben. Auch Jan und seine Liebschaften bekommen ein anderes Bild. Krimi und Roman in einem würde ich sagen, wäre die beste Buchbeschreibung.

Meine eigene Meinung

Ich mochte den Roman/Krimi von Joyce Summer sehr. Sie hat einen angenehmen Schreibstil und die Charaktere sind super gezeichnet. Viele Protagonisten in diesem Buch sind sehr sympathisch und man möchte gerne mehr erfahren. Ich denke, dass ich auch noch die anderen Krimi Romane von Joyce Summer lesen werde. Die Atmosphäre rund um Kapstadt gefällt mir nämlich auch sehr gut. Danke an der Stelle an die Autorin, dass ich dieses Ebook lesen durfte und gerne empfehle ich es an dieser Stelle weiter.

Rezensionsexemplar/ Ebook/ 267 Seiten/ 12,99€ als Taschenbuch

Yaa Gyasi – Ein erhabenes Königreich

Mein zweites Buch von Yaa Gyasi und ich muss direkt im ersten Satz sagen, ich bin ein Fan. Sie hat einen ergreifenden Schreibstil, dass man ihre Bücher einfach mögen muss. Bei „Ein erhabenes Königreich“ brauchte ich tatsächlich ein wenig länger, um in die Geschichte hinein zu finden, aber zum Schluss war es wieder einmal superschön.

Gifty

Die Hauptprotagonistin Gifty lebt mit ihrer Mutter und ihrem Bruder in einer kleinen Wohnung. Sie sind zusammen nach Amerika gekommen, um ein besseres Leben als zu Hause in Ghana zu haben. Gifty kennt Ghana eigentlich auch gar nicht wirklich und empfindet Amerika als ihre Heimat. Eigentlich war der Vater auch mitgekommen, doch relativ früh verlässt er die Familien und kehrt nach Ghana zurück. Für Gifty’s Bruder fehlt die Vaterrolle ganz besonders, er fühlt sich allein gelassen. Nana macht viel Sport und ist sehr angesehen in seinem Team. Durch eine schwere Verletzung muss er leider aussetzen und stürzt sich in den Drogen Konsum. Leider stirbt der Bruder an einer Überdosis und Gifty’s Mutter verfällt in eine tiefe Depression. Generell scheinen psychische Probleme die Familie zu prägen. Sie können alle vier ihre Schicksalsschläge nur schwer verkraften. Man muss aber sagen, dass dieses Buch zeigt, wie unterschiedlich Menschen mit Trauer oder Verlust umgehen. Man sieht deutlich, dass jeder in der Familie komplett anders auf die Ereignisse reagiert. Das macht dieses Buch so vielschichtig.

Gifty wird Wissenschaftlerin und erforscht das Suchtverhalten der Menschen an Tierversuchen mit Mäusen. So versucht sie ihre Trauer zu erarbeiten und versucht heraus zu finden, was in einem süchtigen Menschen vor geht. Sie erhofft sich Antworten auf ihre eigenen Fragen in ihrer Arbeit zu finden. Ihre Mutter wohnt nach dem Tod des Sohnes bei ihr und bewegt sich nicht mehr aus dem Bett heraus. Gifty versucht alles, um ihre Mutter wieder aus dem Bett zu bekommen, leider vergebens. Währenddessen wird auch Gifty’s Gefühlswelt auf den Kopf gestellt und allgemein ist es nie wirklich leicht für die junge Frau. Der geflohene Vater ist gar keine Hilfe und hat ein neues Leben in Ghana bekommen inklusive neue Familie. Auch das macht Gifty und ihrer Mutter schwer zu schaffen.

Der Glauben

Eine zentrale Rolle in diesem Buch spielt der Glaube zu Gott. Für mich sehr schwierig, da ich selbst nicht so sehr gläubig bin. Gifty glaubt eigentlich an Gott, doch die Geschehnisse mit ihrem Bruder lassen sie zweifeln. Ihre Mutter ist sehr gläubig, doch auch sie fühlt sich nach dem Tod von Nana verlassen. Gifty begibt sich aber dann in die Kirchengemeinde ihrer Mutter und versucht ihren Glauben neu aufzubauen, sie schreibt sogar ein Tagebuch an Gott in jungen Jahren. Ich denke, dass der Glaube ihr am Ende auch hilft, dass alles zu überstehen. Denn leicht hat sie es nie und hatte sie auch niemals. Sie tut mir tatsächlich sehr leid, denn auch die Mutter vergisst, dass sie noch ein zweites Kind hat. Gifty versucht alles mit Arbeit davon abzulenken, aber ich denke im Inneren fühlt sie genau dieses allein gelassen sein und nur Gott hört ihr in dem Moment richtig zu.

Meine eigene Meinung

Ich brauchte ein paar Seiten, um in dieses Buch herein zu kommen. Die vielen Gespräche mit Gott waren mir persönlich ein bisschen zu viel, aber das ist auch nur eine eigene Meinung. Als Autorin mag ich sie sehr und ich frage mich bei ihren Büchern immer wieder, wie viel Autobiographisches dort verarbeitet wurde. Ghana ist für mich als Land interessanter geworden durch ihre Bücher. Ihren Schreibstil mag ich sehr und ich mag ihre tiefgründigen Gedanken. Yaa Gyasi schafft es, den Leser*in in den Bann zu ziehen und tief zu treffen. Man kann ihre Bücher nicht lesen, ohne danach darüber nachdenken zu können. Danke an den Dumont Buchverlag, dass ich dieses Buch als Rezensionsexemplar lesen durfte.

Rezensionsexemplar/ Dumontbuchverlag/ Auflage 2021/ Gebundene Ausgabe/ 299 Seiten/ 22,00€

Die Überlebenden von Alex Schulman

Familiengeschichten können zum Teil wirklich erschütternd sein und diese hier, hat es besonders in sich. Der Autor erzählt zum Teil biographisch von seiner Kindheit und seinen beiden Brüdern. Eine Kindheit, welche die drei Männer erst im Erwachsenenalter verarbeiten können. Alex Schulman nutzt dazu eine sehr intensive Erzählweise und viele Sinnbilder, die der Leser erst einmal verstehen muss. Literarisch in meinen Augen ganz groß und ergreifend.

Benjamin & seine Familie

Der junge Benjamin fährt mit seinen Eltern und den beiden Brüdern jeden Sommer in ein Sommerhaus am See. Das rote Sommerhaus steht markant und ruhig an seinem Platz, wie jedes Jahr. Doch den einen Sommer ereignen sich sehr traurige Dinge an diesem Ort. Die Landschaftsbeschreibungen aus Schweden gefallen mir dabei besonders gut. Zumal ich unbedingt mal nach Schweden möchte.

Der Autor beginnt sein Buch in der Gegenwart und wandert immer mehr in die Vergangenheit rein. Er setzt quasi ein Puzzle an Erinnerungen zusammen, welche der Leser erst am Ende verstehen kann. In der Gegenwart treffen sich die Brüder wieder an diesem Sommerhaus, um die Asche ihrer Mutter in dem See zu verstreuen. Zu diesem Zeitpunkt ist auch der Vater der Brüder bereits gestorben. Es war der letzte Wille der Mutter, dass sie über dem See verstreut werden wollte. Sie hatte das Sommerhaus geliebt und es gab einen Grund, warum sie genau an diesem Ort bleiben wollte. Sie wollte eine ganz bestimmte Person im Jenseits wieder sehen. 

Die Eltern der Jungs sind wirklich schwer zu durch schauen. Beide sind meistens betrunken und meistens auch nicht wirklich nett. Dennoch kommt immer wieder heraus, dass Benjamin beide sehr geliebt hat und das er gerade zu seinem Vater ein gutes Verhältnis haben wollte. Seine Brüder Nils und Pierre können unterschiedlicher nicht sein. Nils ist der kluge in der Familie und wird von seinen Eltern gefördert, Pierre ist der wilde in der Familie und stellt jede Menge komische Dinge an und Benjamin ist eher der vernünftige. Doch gerade Benjamin wird von einem herben Schicksalsschlag getroffen, der seine komplette Wahrnehmung verändern wird. Denn die Familie hat ein dunkles Geheimnis, was keiner von ihnen so richtig verarbeiten kann. Doch der Leser erfährt das Ausmaß dessen erst am Ende des Buches.

Molly

Der kleine „Hund“ Molly ist das ein und alles der Familie. Doch Molly steht nur als Sinnbild in den Erinnerungen von Benjamin da. Im Grunde ist dieses nur eine Übertragung seiner Gedanken und seine Wahrnehmung von einem Unfall. Benjamin spielt gerne mit Elektrizität und bei einem Besuch in einem Umspannwerk setzt er damit fast sein Leben aufs Spiel. Aber am Ende stirbt nicht er, sondern Molly. Seitdem ist die Familie noch mehr zerrüttet als vorher. Doch das gesamte Bild dieses Vorfalls dürfen wir erst am Ende des Buches erwarten.

Die Überlebenden sind am Ende die drei Brüder und deren Geschichte. Zumindest in der Gegenwart scheinen sie sich anzunähern und man merkt, dass alles zwar unterschiedlich sind, aber sich dennoch sehr lieben. Alle drei haben sich als Kinder manchmal alleine gefühlt, Benjamin wahrscheinlich am meisten. Doch seine Einsamkeit war zum Teil auch nur ein Empfinden. Und auch die Mutter liebte alle ihre Kinder sehr, nur konnte sie es meistens schlecht zeigen, vor allem nach dem Sommer am See.

Meine eigene Meinung

Eine unglaubliche Geschichte und ich würde wirklich gerne wissen, welcher Teil der Geschichte autobiographisch ist und welcher nicht. Die Erlebnisse von Benjamin sind wirklich herzzerreißend. Auch das Verhalten der Eltern, welches ich zuerst als grauenhaft empfand, kann ich am Ende sogar verstehen. Der Titel des Buches passt perfekt, aber auch das kann ich erst jetzt am Ende sagen. Der Autor hat eine super Spannung gehalten und der Leser wird emotional total mitgenommen. Ich empfehle dieses Buch auf jeden Fall eindrücklich. Für mich, ist es ein Highlight in diesem Jahr und ich bin froh, dass ich es zusammen mit Kerstin von @glitzer.dings lesen durfte. Im Buddyread hat es gleich noch mehr Spaß gemacht, seine Gedanken auszutauschen.

Rezensionsexemplar- gewonnen bei einem anderen Instagram Account/ Gebundene Auflage/ Auflage 2021/ 304 Seiten/ Dtv Verlagsgesellschaft/ 22,00€

Das Nest von Katrine Engberg

Ein neuer Teil der Kopenhagen Krimi‘s – endlich! Ab dem ersten Buch „Krokodilwächter“ verfolge ich nun die Kopenhagen Fälle von Jeppe Koerner und Anette Werner. Jeder Krimi für sich war bisher immer spannend und hatte dennoch auch einen kleinen Roman Part enthalten. Katrine Engberg selbst ist super sympathisch und ihre Krimi‘s einfach nur super spannend. Und Jeppe und Anette über alle Krimi‘s hinweg zu begleiten ist auch immer wieder interessant.

Familie Dreyer-Hoff

Oscar Dreyer-Hoff wird vermisst und seine gesamte Familie benimmt sich äußerst komisch. Aber auch der Vater seiner besten Freundin benimmt sich sonderbar. In einem Abfallentsorgungswerk wird eine Leiche gefunden, Oscar‘s Lehrer. Ist Oscar also geflohen, weil er seinen Lehrer umgebracht hat?! Oder sind beide einfach nur in Gefahr geraten. Sein Lehrer hatte auf jeden Fall eine starke Bindung zu seinem Schüler. Oscar‘s Bruder Victor allerdings hatte eher ein schwieriges zu dem Lehrer.

Victor viel in der Schule auf, weil er angeblich Oscar‘s beste Freundin sexuell belästigt hat und der Lehrer wollte diesen Fall aufklären. Aber ob das ein Mordgrund ist?! Der Familienvater selbst hat aber auch Dreck am stecken. Denn er ist in illegale Geschäfte gewickelt und macht gemeinsame Sache mit dem Vater der besten Freundin von Oscar. Zusammen verpfuschen sie CO2 Zahlen an der Abfallentsorgungsanlage. Und dann gibt es da noch Jenny, die Schwester von Oscar‘s Mutter. Sie handelt mit gestohlenen Kunstwerken.

Jeppe & Anette

Auch die beiden Ermittler erleben in diesem Krimi ihre persönlichen Höhen und Tiefen. In der Beziehung zwischen Jeppe und Sara läuft jede Menge schief. Und Anette beginnt auf einmal an einen anderen Mann zu denken, anstatt an ihren eigenen. Beide durchlaufen eine emotionale Achterbahnfahrt. Und nebenbei müssen sie aber noch den spannenden Fall rund um Oscar Dreyer- Hoff lösen.

Auch Esther die Laurenti spielt in diesem Krimi wieder eine Rolle. Die alte Dame hatte Jeppe schon mal bei einem Fall den entscheidenen Hinweis gegeben. Und auch dieses Mal stößt sie wieder, wenn auch spontan, auf den eigentlichen Mörder und kann zur Lösung des Falles beitragen.

Meine eigene Meinung

Ich mag Katrine Engberg super gerne. Und „Das Nest“ ist wieder mal sehr spannend. Ich finde nicht, dass man im Vorfeld den Mörder erahnen kann und das ist immer ein gutes Zeichen. Und die Figuren Jeppe und Anette machen mir jedes Mal auf‘s neue riesen Spaß. Einzig das Cover und der Titel bleiben für mich noch ein Rätsel. Ich hoffe da auch Erkenntnis in meiner Leserunde zu diesem Buch. Für mich ist diese Kopenhagen Reihe aus dem Diogenes Verlag immer eine Empfehlung wert. Ich bedanke mich bei Diogenes für dieses tolle Leseexemplar.

Rezensionsexemplar / Diogenes Verlag / Gebundene Ausgabe / Auflage 2021 / 415 Seiten / 22,00€