Der kleine rote Drache und der Prinz

Pünktlich zu neuen Karnevalssession habe ich ein wunderbares Kinderbuch für Euch im Programm. „Der kleine rote Drache und der Prinz“ von Brigitte Hintzen-Bohlen aus dem Bkb Verlag in Köln. Dieses Kinderbuch beinhaltet die Geschichte des kleinen roten Drachen und wie er jede Menge über den Karneval lernt. Für mich das perfekte Geschenk für groß und klein zum Start der Session oder zu Weihnachten. Leichter versteht man den Karneval bestimmt nicht mehr.

Der kleine rote Drache

Früher gab es in Köln eigentlich immer Drachen, doch die Menschen haben ihre Dienste nicht zu schätzen gewusst. So kam es, dass die Drachen sich unsichtbar machten und nur noch von Prinzen gesehen werden konnten. Der kleine rote Drache lebt ganz verborgen im Ülepooz an der Stadtmauer und erwacht durch grobes Hämmern. Er denkt, dass ihn keiner sehen kann, bis ein kleiner Junge vor ihm steht. Und der kann ihn sehen. Der kleine Tom ist nämlich Prinz Karneval und Prinzen können den kleinen Drachen ja schließlich sehen.

Es beginnt eine aufregende Reise durch Köln für den kleinen Drachen. Er lernt die Regeln im Fastelovend kennen und entdeckt sogar alte Bekannte wie das Gürzenich wieder. Die Gebäude standen nämlich schon zur Zeit der Drachen. Nach und nach lernt der Drache warum es ein Dreigestirn gibt, was eine Sitzung ist und warum es die roten und die blauen Funken gibt. Von Seite zu Seite wird der kleine rote Drache selber ganz jeck. Und zusammen mit dem Kinder Dreigestirn durchlebt er eine wunderbare Session.

Meine eigene Meinung

Ich liebe dieses Kinderbuch. Es wird auf einfach Weise der Karneval und alles drum herum erklärt. Im hinteren Teil des Buches werden sogar noch einmal Begrifflichkeit erklärt. Die Kleinen können so super viel lernen, verpackt in eine tolle Geschichte über Freundschaft. Gerade zur neuen Session ein gelungenes Buch. Vor allem muss man bedenken, dass der Brauchtum auch an die jüngere Generation weiter gegeben werden soll und so können viele Kinder schon die ersten Dinge spielerisch lernen. Ich finde es toll und die Illustrationen sind super süß. Ich freue mich auf Band 2. Denn das wird der kleine rote Drache erst richtig jeck.

Rezensionsexemplar / Bkb Verlag / Auflage 2021 / 19,95€

Elfter im Elften – Köln

Gestern war es wieder soweit, die 5te Jahreszeit hat begonnen. Traditionell am 11. November um 11:11 Uhr starten die Jecken in und rund um Köln in die neue Session. Ich war als Blogger unterwegs und habe einige Eindrücke sammeln können. Was ich erlebt habe, könnt ihr noch diese Woche auf meinem Karnevalsblog lesen. Heute möchte ich jedoch ein wenig von meinen Erlebnissen hinter den Kulissen aufklären. Karneval ist nämlich nicht immer nur bunt und schön, sondern auch laut und dreckig. Dies wird mein erster kritischer Beitrag zum Kölner Karneval.

Warum bin ich heute so kritisch?

Wer meinen Blog schon länger verfolgt und mich kennt, weiß, dass ich den Karneval liebe und das ich immer gerne als Blogger im Karneval unterwegs bin. Doch gestern habe ich Dinge gesehen und erlebt, welche mich wach werden ließen. Und ich bin der Meinung das man als Blogger nicht immer nur von der Sonnenseite berichten sollte, denn auch die dunkle Seite sollte einmal durchleuchtet werden!

Was ich auf dem Hinweg erlebt habe…

Schon auf dem Weg in die Innenstadt, morgens um 9 Uhr, sind mir Alkoholleichen entgegen gekommen. Um 9 Uhr morgens! Sorry Leute, aber das ist eindeutig nicht normal und das hat auch nichts mit Karneval zu tun. Das Tatsache das es sich um extrem junge Menschen handelte wog nur noch schwerer. Angekommen am Heumarkt in Köln, zum Glück was das nicht mein Endziel, wurde mir das ganze Ausmaß erst bewusst. Bereits um eine so frühe Uhrzeit waren die Straßen „zugemüllt“ und jeder zweite war völlig am Ende. Der kurze Weg vom Heumarkt rüber zum Maritim Hotel war spannender als jeder Krimi im TV.

Rote Funken Party im Maritim Hotel Köln

Ein Lichtblick an diesem Tag war die Rote Funken Party im Maritim. Zusammen mit einer Bloggerkollegin war ich an diesem Tag verabredet, um für unseren Karnevalsblog zu schreiben. Die Party war auch echt richtig gelungen und auch das Publikum war bei weitem angenehmer, als das Publikum auf der Straße. Die Location mag ich sowieso sehr gerne, denn der Eventsaal des Maritim Hotels ist perfekt für so eine Party geeignet. Vom Einzug der Roten Funken, über die ganzen Acts an diesem Tag, bis hin zu leckeren Snacks war es eine gelungene Party – immer wieder gerne! Es gab zumindest so lange ich dort war keine Ausfälle und alle waren einfach nur super gut gelaunt und die Stimmung war richtig richtig gut. Das ist Karneval! Bunte Menschen mit toller Stimmung und einem Lachen im Gesicht. Das ist Brauchtum so wie er gefeiert werden sollte und nicht schon besoffen morgens um 9 Uhr am Bahnsteig.

Die Horror Heimfahrt….

Nach so einer tollen Party kam nun wieder das graue Erwachen des Karnevals in Köln– mein Heimweg! Jetzt muss ich an der Stelle dazu sagen, dass ich außerhalb wohne und ein paar Bahnminuten vor mir habe. Doch an diesem Tag war es eine Horrorfahrt. Ich habe fast 2 Stunden nach Hause gebraucht, weil der Bahnverkehr mehrere Male unterbrochen werden musste. Von Alkoholleichen möchte ich schon gar nicht mehr sprechen, denn die meisten waren mehr als nur am Ende. Die erste Unterbrechung meiner Fahrt hatte ich in der U-Bahn aufgrund einer Schlägerei, die nächste Unterbrechung hatte ich dann in der Straßenbahn wegen eines Jecken, welcher die Notbremse gezogen hatte. Schlussendlich habe ich den Anschlusszug verpasst und musste wieder warten. Um mich rum, leere Flaschen, Essensreste und Erbrochenes… Sorry ich muss es noch einmal sagen, dass hat nichts mit Karneval zu tun!

Fazit für den Elften im Elften

Ich sage es noch einmal, ich liebe den Karneval und bin der Meinung das der Brauchtum weiter gefördert werden sollte, aber nicht so. Straßenkarneval für mich ein absolutes No Go und würde ich auch keinem empfehlen, es sei denn er ist selbst gerne eine dieser Alkoholleichen. Karneval in einem Saal oder einer anderen Eventlocation kann ich dagegen sehr empfehlen, denn ich habe dort nur positives berichten. Ihr Lieben, auch ich trinke mein Kölsch, aber muss man so eskalieren? Muss eine so wunderschöne Stadt am Ende so unglaublich dreckig aussehen? Nach so vielem schönen bunten Treiben bleiben am Ende nur graue und verdreckte Straßen…traurig.

Ich hoffe ich habe niemanden mit meinen heute so ernsten Worten verschreckt, aber ich musste das erlebte unbedingt in Worte fassen und ich hoffe das sich der ein oder andere darüber Gedanken macht. Der Karneval ist Brauchtum und sollte auch als ein solcher gesehen werden und vor allem respektiert werden.

P.S.: Bilder zu dem Grauen erspare ich Euch. Da zeige ich Euch lieber das tolle Foto der Roten Funken.