Mein erstes Hörbuch – Auris

Normalerweise bin ich ein überzeugter Bücherfan. Ich liebe es durch Seiten zu blättern und ich mag den Geruch von neuen Büchern. Doch natürlich bin ich auch offen für etwas Neues und so kam ich zu diesem Hörbuch. Oder besser gesagt zu dieser Hörbuch Reihe – die Auris Reihe. Ich bin Sebastian Fitzek Fan und als ich die Chance bekam mit Audible zusammenzuarbeiten, konnte ich nicht nein sagen.

Audible

Der Anfang war relativ einfach, denn man kann bei Audible einen Probemonat nutzen. Wenn man Prime Mitglied ist, dann sogar zwei Monate. Und somit kann man das erste Hörbuch kostenlos hören. Was ich persönlich sehr cool finde, denn so kann man schauen, ob es einem gefällt. Theoretisch gibt es so ziemlich jedes Buch als Hörbuch, aber mich hat die Auris– Reihe interessiert. Und ich glaube einen Thriller gewählt zu haben, war eine gute Idee. Bei einem Hörbuch kommt tatsächlich richtig Stimmung auf und es ist bisher super spannend.

Es sprechen verschiedene Personen, was die Dialoge sehr gut unterstützt. Zumal das dem ganzen eine Art „miterleben“ verschafft. In dem Fall der Auris Reihe gefällt mir die Stimme von Svenja Jung alias Jula sehr gut. Sie ist authentisch und ich mag sie als Schauspielerin schon sehr gerne. Aber auch die Stimmen der „Bösen“ sind sehr gut gewählt und auch Jula‘s Bruder Elias. Ich muss gestehen, ich habe das Hörbuch erst auf der Couch gelesen und bin leider schnell eingeschlafen. Ich wurde quasi in den Schlaf erzählt. Daher habe ich es mal beim Auto fahren getestet und ich muss sagen- super gut. Zumal ich ein paar Kilometer fahre und auch viele Kapitel schaffe. Also für Pendler sind Hörbücher echt Gold wert, finde ich. Aber bitte dennoch auf den Verkehr achten, versteht sich!

Auris – das erste Buch

Im ersten Kapitel erfahren wir etwas von Professor Dr. Hegel, einem angesehenem Forensiker. Wir erfahren, wie er bei seinen Fällen vorgeht und welche Fähigkeiten er besitzt. Wir erfahren aber auch, dass er einen Mord begangen haben soll, denn er stellt sich selbst und gesteht. Zunächst bleibt der Hörer verwirrt zurück, denn die Geschichte springt an dieser Stelle. Ein kluger Schachzug von jedem Autor, wenn am Anfang ein Riesen Spannungsbogen aufgebaut wird.

Ab Kapitel 2 erfahren wir mehr über Jula. Die junge Journalistin hat einen „True Crime“ Podcast und möchte alte Fälle neu aufdecken, wo die Justiz unter Umständen einen Fehler begangen hat. Dabei stößt sie auf den Fall von Hegel und ist überzeugt, dass dieser unschuldig sein muss. Eine rasante Recherche beginnt und Jula ahnt noch nicht, was sie da für einen Fall aufgedeckt hatte. Vor allem ahnt sie nicht, welche Verbindungen zwischen den einzelnen Protagonisten besteht. Auch der Leser kann bis zum Schluss nicht das ganze Ausmaß erahnen – großartig!

Angetrieben ist Jula wegen ihren eigenen schlechten Erfahrungen mit der Justiz. Ihr Bruder Moritz wurde ihrer Meinung nach unschuldig verurteilt und sie ist nie darüber hinweg gekommen, zumal ihr Bruder nach der Verurteilung Selbstmord begangen hatte. Nun hatte sie nur noch ihren kleinen Halbbruder Elias. Doch im Zuge ihrer brisanten Recherche wird Elias entführt und Jula weiß sich nicht mehr zu helfen…

Meine eigene Meinung

Zum Buch: Es ist so spannend! Ein Muss für Thriller Fans, zumal Fitzek einfach großartig ist. Ich werde die nächsten beiden Teile von Auris auf jeden Fall auch hören. So langsam gewöhne ich mich an ein Hörbuch und ich muss sagen, dass meine Erfahrung mit Audible echt super war. Sehr einfach zu installieren und sehr leicht zu bedienen. Wer also mal ein Hörbuch hören möchte, der sollte Audible mal checken.

In Zusammenarbeit mit Audible

Wenn ihr Euch für Auris Teil 2 & 3 interessiert, dann kommen hier noch die Links dazu:

https://www.audible.de/pd/Auris-2-Hoerbuch/B086XGQ2SC

https://www.audible.de/pd/Auris-3-Hoerbuch/B08WRPM23G

Der erste letzte Tag – Sebastian Fitzek

Sebastian Fitzek kennt man normalerweise nur in Verbindung mit Leichen oder anderem Stoff aus dem ein Thriller gemacht ist. Doch dieses Mal hat er einen ganz anderen Roman geschrieben. Einen Roadtrip, bei dem er seinen letzten Tag erleben soll und wo die Protagonisten einfach mal etwas ganz verrücktes unternehmen werden. Von vorne bis hinten ein humorvoller Roman und ganz das Gegenteil zu sein sonst auch großartigen Werken.

„Ich will meinem Sohn zeigen, dass es wichtiger ist, etwas zu beginnen- auch auf die Gefahr hin, dass es schiefgeht -, als die wenige Zeit, die ihm bleibt, mit Plänen zu verplempern. Das Leben ist nun mal unperfekt, es klappert.“

Der erste letzte Tag

Ich glaube jeder kennt die klassische Bucketlist. In den letzten Jahren ist diese sogar wieder richtig Trendy geworden. Doch hat man sich wirklich mal Gedanken zum letzten Tag gemacht? Lea hat das offensichtlich getan und sie hat einen Plan, wie dieser aussehen soll. Ihr Begleiter Livius ahnt allerdings nicht, das Lea tatsächlich nicht mehr lange hat und das dieser Tag tatsächlich Ernst gemeint ist. Eigentlich möchte Livius mit einem Flugzeug von München nach Berlin fliegen, um sich dort mit seiner Frau zu versöhnen. Lea möchte nach Hamburg fliegen, um eine wichtige OP ihres Vaters nicht zu verpassen. Leider spielt das Wetter nicht mit und beide stranden am Flughafen. Zum großen Übel müssen sich beide auch noch einen gemeinsamen Leihwagen teilen. Dabei sind beide so unterschiedlich wie Tag und Nacht. Livius ist sehr kontrolliert und durch geplant und Lea kommt rüber wie die klassische Berliner Naturschützerin von nebenan mit den Öko Klamotten. Dennoch können die beide sich irgendwie arrangieren.

Es beginnt eine turbulente Fahrt von München nach Hamburg mit einigen ungeplanten Zwischenstopps. Unterwegs wechseln sie sogar das Gefährt, wenn auch ungewollt, zumindest aus der Perspektive von Livius. Er erlebt den wahrscheinlich schlimmsten Tag seines Lebens und so manch ein Erlebnis lässt dem Leser auch ganz klar den Mund offen stehen. Lea hingegen erlebt diesen Tag als absolut nötig und wenn es nach ihr ginge, dürfte der Tag sogar noch mehr Abenteuer enthalten. Die Geschichte wird zumeist aus der Perspektive von Livius erzählt und dieser Protagonist ist einfach unglaublich wortgewandt. Ich frage mich, wieviel von Sebastian steckt in Livius!?

Nicht das ich nicht mehr über den Inhalt sagen möchte, aber glaubt mir, dass muss man selbst gelesen haben!

“ Ich war in einem True-Crime Magazin mal auf ein Interview mit einem Kriminalpsychologen gestoßen, der behauptete, dass jeder Mensch unter gegebenen Umständen zu einem Mord fähig sei. Nun, ich konnte diese These bestätigen, ich hatte soeben diesen Zustand erreicht….“

Meine eigene Meinung

Ich liebe dieses Buch! Ich mag Sebastian Fitzek generell sehr gerne, wobei ich mich sonst in seinen Büchern eher fürchte vor den nächsten Seiten. Im Buch “ Der erste letzte Tag“ habe ich jede Seite nur so verschlungen. Dieses Buch ist einfach grandios witzig! Es hat zwar auch traurige Stellen, aber so positiv verpackt, das man dennoch schmunzeln muss. Beide Protagonisten schließt man sofort ins Herz und ich möchte dieses Buch unbedingt empfehlen. Gerade jetzt zu Corona, wo wir eh meist negative Gedanken haben, hilft so ein lockeres Buch die Stimmung zu heben. Danke an den Droemer Verlag, dass ich dieses Buch lesen durfte.

„… Das ist das Einzige, was zählt. Nicht, wie lange jemand lebt, sondern wie gut. Nicht, wie sehr wir uns bemühen, unsterblich zu sein, sondern wie gewissenhaft wir danach streben, unsere Zeit mit Erinnerungen zu füllen.“

Rezensionsexemplar / Droemer Verlag / Broschierte Ausgabe / Auflage April 2021 / 271 Seiten / 16,00€