Bittersüße Zitronen von Luca Ventura

Nach seinem Roman „ Mitten im August“ erschien nun der zweite Capri Krimi von Luca VenturaBittersüße Zitronen“ im Diogenes Verlag. Ich mag leichte Krimis wie diesen sehr und vor allem im Sommer, im Urlaub sind solche Krimis wirklich klasse geeignet. Luca Ventura ist ein Pseudonym, der Autor selbst wohnt am Golf von Neapel. Und wie man hört, schreibt er bereits an einem dritten Buch aus der Capri Reihe.

Bittersüße Zitronen

Inselpolizist Enrico Rizzi steht erneut vor einem Rätsel. Eine junge Frau verunglückt mit einer Ape und ihr letzten Worte an Rizzi waren: „Es war kein Unfall“. Für den Inselpolizist steht fest, dass mehr hinter der Geschichte stecken muss und das die bekannte Limoncello Firma der Insel in irgendeiner Form involviert sein muss. Seine Komplizin Antonia Cirillo ist wieder seine Partnerin in diesem Fall, doch ganz grün sind die beiden sich immer noch nicht. Im ersten Buch konnte man schon erahnen, dass Cirillo auf die Insel zwangsversetzt wurde, aber leider wurde diese Tatsache auch im zweiten Buch noch nicht aufgeklärt. Ich hoffe nun im dritten Krimi mehr über sie zu erfahren. Cirillo kommt vom Festland und ist daher nicht ganz so nah involviert wie Enrico Rizzi. Er lebt auf der Insel und kennt alle beteiligten gut. Seine Gutgläubigkeit auf Grund seiner Nähe zu den Menschen steht ihm allerdings eher im Weg.

Die Tote Elisa Constantini hatte ein Verhältnis mit dem Erben der großen Limoncello Fabrik und noch dazu, war er ein farbiger, ein ehemaliger Zitronenpflücker. Alles sprach gegen diese Liebe und die Tatsache das Elisa schwanger war, verkomplizierte die Geschichte noch. Die bekannte Familie Bellini, dieser gehörte auch die verunglückte Ape, ist nicht unwichtig in Capri und der gute Name muss gewahrt werden. Elisa war eigentlich verheiratet und hatte nur ein Verhältnis zu dem Erben der Fabrik, ein Skandal in der Geschichte beider Familien. Und natürlich hält man einen farbigen Mann auf der Insel zuerst als Tatverdächtig. Doch bis zum Schluss bleibt es dieses Mal spannend. Klar ist zu Beginn, die Ape wurde manipuliert – aber wer hat es getan? Wer tötet eine schwangere Frau?!

Meine eigene Meinung

Ich mag Luca Ventura gerne. Ich mochte bereits das erste Buch. Ich habe jeweils beide im Urlaub im Wohnmobil gelesen und finde weiterhin, dass eine solche Lektüre bestens dafür geeignet ist. Die Capri Krimis sind spannend und die Protagonisten sympathisch gezeichnet. Wie gesagt wünsche ich mir noch mehr Input zu Antonia Cirillo, denn ich glaube, da gibt es noch ein Geheimnis zu lüften. Ernico Rizzi mag ich voll gerne, es macht ihn so sympathisch wie er seiner Familie und anderen Menschen auf der Insel so selbstverständlich zur Seite steht. Danke an den Diogenes Verlag für dieses Rezensionsexemplar. Ich möchte es sehr gerne weiterempfehlen.

Rezensionsexemplar/ Diogenes Verlag/ Broschierte Auflage 2021/ 313 Seiten/ 16€

Mitten im August von Luca Ventura

Mitten im August von Luca Ventura habe ich mitten im Juni gelesen und zwar im Urlaub. Übrigens an der Stelle eine sehr gute Urlaubslektüre. Luca Ventura ist ein Autor, den ich bisher nicht kannte. Ein Pseudonym sei an der Stelle erwähnt, denn es gibt ihn nicht wirklich unter diesem Namen. Was das Buch aber nicht schlechter macht. Mitten im August erschien im Diogenes Verlag und ich durfte dieses Buch diesen Sommer lesen.

Der Inhalt

Enrico Rizzi ist Inselpolizist auf Capri. Er lebt bereits sein Leben lang auf der Insel und hilft dort regelmäßig seinem Vater bei der Ernte oder am Haus. Bislang war seine Karriere eher ruhig vonstatten gegangen, denn auf Capri gab es selten spannende Fälle. Ein Knöllchen hier und eine Ordnungswidrigkeit da, aber keine besonders großen Fälle. Doch Mitten im August wird ein Toter in einem Boot an den Strand gespült und auf einmal beginnt eine rasante Suche nach dem Mörder für Enrico.

Der Tote war Student der Meeresbiologie und wollte die Welt verbessern, er wollte die Meere säubern und neigte hin und wieder zu blindem Aktionismus. Seine Freundin Sofia ist nach dem Tot von Jack spurlos verschwunden und wird somit zur Hauptverdächtigen. Aber auch der Biologieprofessor der beiden steht unter Verdacht, denn dieser hatte ein Auge auf Sofia geworfen.

Enrico und seine Kollegin Antonia müssen einigen Spuren folgen, um die Wahrheit heraus zu bekommen. Antonia spielt in dem Buch eine eher mysteriöse Figur, denn sie wurde Strafversetzt nach Capri und niemand kennt den Grund. Ich hoffe dieses wird im nächsten Buch noch weiter erklärt, denn soweit ich weiß, wird es einen Nachfolger geben.

Meine eigene Meinung

Ich bin mir bei diesem Buch nicht sicher. Ich mochte den Protagonisten Enrico Rizzi total gerne und ich bin gespannt, wie seine Geschichte weiter gehen wird. Doch ich muss auch sagen, dass ich relativ früh wusste, wer der Mörder sein würde. Ich fand diesen Teil eigentlich ziemlich klar und das ist erst einmal kein gutes Zeichen für einen Krimi. Jedoch muss ich auch sagen, dass Luca Ventura das mit seinem Schreibstil und den Charakteren wieder Wett gemacht hat. Ich würde sagen, keine absolute Empfehlung, aber eine nette Urlaubslektüre. Danke an den Diogenes Verlag für das Rezensionsexemplar und ich werde dennoch auf jeden Fall den Nachfolger lesen, sollte es diese denn wirklich geben.

Rezensionsexemplar/ Diogenes Verlag/ Broschiert/ 18,00€/ Auflage März 2020/ 336 Seiten