Literarischer Jahresrückblick 2020

Ein neues Jahr ist gestartet und da nutze ich doch heute gleich den neuen Start, um das letzte Jahr in Büchern Revue passieren zu lassen. Denn auch wenn 2020 nicht unbedingt unser Lieblingsjahr sein wird, so war es doch ein grandioses Bücherjahr. Ein Jahr ohne Buchmessen und ein schwieriges für die Branche im Allgemeinen. Keine Buchvorstellungen, keine Lesungen, Lockdown des Handels und Ausfall jeglicher Messen, alles eine nicht einfache Situation. Umso cooler finde ich es, dass ich als Blogger die Bücher in die Welt tragen konnte. Ich habe zumindest digital die Möglichkeit Neuvorstellungen oder auch Klassiker zu präsentieren und erhoffe mir, dass dadurch eine so wichtige Branche nicht ausstirbt. Ich möchte gleich vorweg sagen, dass ich in keinem Werbevertrag zu den genannten Büchern stehe, sondern ich einfach mit Euch ein paar Klasse Autoren und deren Geschichten teilen möchte. Daher starte ich nun meinen besonderen Buch-Jahresrückblick 2020:

Offene See von Benjamin Myers

Mein absolutes Lieblingsbuch in 2020 muss ich sagen. Benjamin Myers nimmt uns mit über die offene See hin nach England. Er hat das besondere Talent den Leser in einer andere Welt zu entführen. Gerade wo man in 2020 so wenig reisen durfte, war so ein besonderes Buch Gold wert. Es hat mich in ein Land entführt und dieses geschmückt mit tollen Protagonisten und einer feinen Geschichte über Freundschaft und Verpflichtung. TOP Empfehlung an der Stelle!

Das Netz von Lilja Sigurdardottir

Diesen Autorennamen schreibe ich in diesem Fall nur einmal, oh mein Gott was für ein Name. Aber ich liebe isländische Krimi’s sehr und ich habe Fernweh nach diesem wunderschönen Land. Lilja hat eine besonders spannende Erzählart und hat mich direkt gefesselt. Eine junge Mutter gerät in die Fänge von Drogendealern, um sich und ihren Sohn finanzieren zu können. Eine Schlinge, die sich schnell zuzuziehen droht. Was uns zu Buch Nummer Zwei führt, dass heißt nämlich „Die Schlinge“ und dieses liegt auf dem Stapel für 2021. Wer Krimi’s mag wird es lieben.

Das Jahr ohne Worte von Syd Atlas

Eine Geschichte über den Verlauf einer schweren Krankheit die Steven Hawkings Geschichte ähnelt, welche aber so viele Emotionen im Leser auslöst, sodass es einfach großartig ist. Syd Atlas erzählt ihre eigene Geschichte und ich war gefesselt, traurig, wütend und freudig zu gleich. Und dann verpackt sie ihre schwere Geschichte sogar teilweise mit Humor. Großartig!

Rote Kreuze von Sasha Filipenko

Ein sehr unterschätzter Autor in meinen Augen. Seine Art zu erzählen war mir neu und unbekannt, hat mich aber absolut gefesselt. Leute die sich mit den Weltkriegen befasst haben, können mit dem Begriff Rote Kreuze direkt etwas anfangen. Und normalerweise mag ich mittlerweile keine Geschichten mehr über unsere Weltkriege, aber bei Rote Kreuze darf man durchaus noch mal eine Ausnahme machen.

Kalman von Joachim B. Schmidt

In diesem Fall habe ich bisher noch nicht das ganze Buch gelesen, ich bin dran, aber mich hat hier einfach der Autor umgehauen. In einem Zoom Meeting mit dem Diogenes Verlag durften wir diesen so sympathischen Autor kennen lernen. Und alleine seine Erzählungen über Kalman und wieder eine isländische Geschichte haben mich überzeugt. Jetzt kurz vor dem Ende kann ich es nur empfehlen. So super! Aber mehr möchte ich nicht sagen, weil dieses Buch noch einen eigenen Beitrag bekommen wird. Klar, oder?!

Alle sind so ernst geworden

Oh mein Gott – was ein geiles Stück Buch das ist! Martin Suter ist eh einer meiner Lieblingsautoren und Benjamin von Stuckrad-Barre ist eine super Neuentdeckung für mich. Die beiden Autoren führen eine angeregte Unterhaltung über Badehosen und andere nette Dinge im Leben und erreichen damit, so glaube ich, ein jedem sein Humor. Man kann einfach nur schmunzeln. Ich glaube kaum das jemand an diesem Buch vorbei gehen sollte. Großes Stück Literatur inklusive Humor und jede Menge Ironie. Ein perfekter Abschluss von 2020 für mich.

In Anderen / In Unseren von Eva Opfer

Natürlich hat auch diese nette Autorin es in meinen Jahresrückblick geschafft. Self Publisher as it’s best. Ich bin beeindruckt über den Mut ein Buch zu schreiben, dieses selbst zu lektorieren, zu bewerten, zu überdenken und es dann heraus zu bringen. Ein Grund mehr, warum diese Bücher gelesen werden sollten. Ein Fantasy Roman in meinen Augen, oder New Age Utopie, man mag es nennen wie man will, aber es entführt uns zu neuen Möglichkeiten. Es geht um Ria und Nando als Hauptprotagonisten, sie haben beide besondere Talente und erfahren auf ihrer Reise woher sie diese haben und was für Gefahren diese auch mit sich bringen können. Eva erzählt mit Spannung und Talent zur Verwirrung. Ich erhoffe mir einen dritten Teil der Geschichte. Man merkt das sie im zweiten Teil gewachsen ist, sie war genauer und hat noch detaillierte den Plot gesponnen und ich denke in einem dritten Teil könnte Eva das noch zu einem Ganzen zusammenfügen. Ich lege es Euch auf jeden Fall ans Herz.

Miracle Creek von Angie Kim

Eine Scheune mit Patienten einer Versuchsstudie brennt ab und es beginnt eine spannende Reise nach dem Verursacher. Angie Kim hat ein Talent ihren Leser in die Irre zu führen, denn man glaubt eigentlich an einem anderen Verursacher und bis zum Schluss war mir die Geschichte nicht klar. Ich liebe solche spannenden Geschichten. Das Buch hatte mich so gefesselt, dass ich es in zwei/ drei Tagen durch gelesen hatte.

Die Chroniken des Aufziehvogels von Haruki Murakami

Was soll ich sagen?! Ich liebe diesen Autoren einfach! Die Neuauflage des Mister Aufziehvogel ist einfach klasse! Ich möchte aber auch hier nicht viel erzählen, denn ein eigener Blog wird folgen. Aber so viel sei gesagt: ein MUSS für Murakami Liebhaber. Und noch dazu liebe ich diese Ausgaben aus dem Hause Dumont auch optisch einfach sehr.

Ein Wochenende von Charlotte Wood

Eine ganz wunderbare Geschichte über Freundschaft und Vertrauen. Vier Freundinnen im Rentenalter haben alle ihre eigene Geschichte zu tragen, aber auch eine gemeinsame Vergangenheit. Als eine der Freundinnen stirbt und sie deren Haus ausmisten wollten treten alte Erinnerungen auf, aber auch alte Wunden werden aufgerissen. Ein mitreißender Roman, denn ich empfehlen möchte. Mir kamen an manchen Stellen die Tränen, weil ich besonders mit einer Protagonistin sehr mitfühlen konnte. Ganz tolles Buch.

Der Defekt von Leona Stahlmann

Ein weiteres Highlight aus dem Kein&Aber Verlag im letzten Jahr. Der Defekt erzählt von einer jungen Frau die glaubt Defekt zu sein. Ein mitreißender Coming of Age Roman. Die Brennnessel auf dem Cover stellt in diesem Fall den Defekt dar, denn Brennnesseln sind ja meist nicht so beliebt und werden in ihrer Kraft völlig unterschätzt, genau so verhält es sich auch mit unserer Protagonistin. Ich mochte das Buch so gerne, weil ich immer gerne Geschichten von Frauen lese, die zu sich selbst finden.

Glasflügel von Katrine Engberg

Meine Lieblings-Thriller-Autorin! Sie schreibt einfach so spannende Krimis, da kann man das Buch in der Regel einfach nicht aus der Hand legen. Und dann ist sie selbst auch noch so unglaublich sympathisch. Glasflügel ist der dritter Teil einer Thriller Trilogie. Zuvor hatte sie die beiden Bücher Krokodilwächter und Blutmond veröffentlicht. Alle Drei sind eine Empfehlung. Unbedingt lesen bitte!

Abschlussworte

So, das waren meine Highlights aus 2020. Ich habe natürlich noch viele Bücher mehr gelesen und ich könnte noch einige erwähnen, aber ich denke diese Auswahl ist schon groß genug, wie schon gesagt fand ich 2020 super aus literarischer Sicht. Nun freue ich mich auf das neue Jahr mit neuen Büchern und ich hoffe ihr lest weiter fleißig mit. Bis bald.

Ein perfekter Freund von Martin Suter

Fabio wurde erschlagen und erinnert sich an nichts mehr. Keine Erinnerungen an die letzten Wochen und seinen Sinneswandel hat er auch selbst nicht mitbekommen. Auf einmal begegnen ihm seine Freunde und Bekannte mit ganz anderen Augen und Fabio weiß nicht, was zuvor passiert war. Jeder Gedächtnisfetzen ist Gold wert und bringt Fabio zu einer erschreckenden Erkenntnis. „Ein perfekter Freund“ von Martin Suter ist mal wieder ein verworrener Roman, bei dem das Ende bis zum Schluss offen bleibt. Suter ist einer meiner Lieblingsautoren und zwar genau aus diesem Grund. Er spinnt Geschichten die durchaus eine Fortsetzung haben könnten und den Leser nachdenklich zurück lassen.

„Wie ein Unfallwagen, der nach Monaten aus dem See geborgen wurde, ein triefendes Gebilde aus Wasser, Schlick, Tang, Treibgut und Müll, dessen Konturen langsam sichtbar wurden und plötzlich deutlich und scharfkantig vor ihm lagen, tauchte vor Fabio eine Erinnerungsinsel auf.“ 

Wer ist Freund und wer ist Feind?

Fabio erwacht im Krankenhaus und erinnert sich an fast nichts. In seinen Gedanken war er noch mit Norina zusammen, war Journalist und war an einer großen Geschichte dran. Er war glücklich, genügsam und erfolgreich. Doch als er erwacht, sitzt dort nicht Norina sondern Marlen. Seine neue Freundin, von der er nichts mehr wusste. Und sein bester Freund Lucas hat sich auch von ihm entfernt. Zu allem übel, hat Fabio auch noch vor seinem Schlag seinen Job gekündigt, er selbst und ohne das er es wusste. Augenscheinlich hatte er sich in der Zeit, an die er sich nicht mehr erinnern konnte, komplett verändert und war ein anderer Mensch geworden. Er hatte eine neue Freundin, einen neuen besten Freund und hat Geld als wichtiger empfunden als Ehre. Was war bloß mit ihm passiert?!

Nicht nur die Geschichte seiner Erinnerung ist spannend, sondern auch der große Fall, an dem er dran war. Er hat einen Schokoladen Konzern im Blick gehabt der nicht ganz ehrlich mit seinen Inhaltsstoffen war. Er wollte einen großen Skandal aufdecken und genau dieser hat ihm am Ende das Genick gebrochen. Als er erfährt, dass sein ehemaliger bester Freund Lucas jetzt mit seiner Ex-Freundin Norina zusammen ist, vermutet er, dass auch Lucas etwas mit dem Schlag auf den Kopf zu tun hatte. Ihm kommen immer wieder Gedankenfetzen aus der Vergangenheit in den Kopf, aber das Puzzle will sich nicht zusammen setzen. Er versucht heraus zu finden, ob Lucas seinen Fall geklaut hatte und ob er etwas mit seinem Unfall zu tun hatte. Eine wilde Jagd nach Erinnerungen beginnt.

Meine eigene Meinung

Martin Suter hat einen ganz eigenen Stil, ich mag diesen sehr. Seine Protagonisten sind immer sehr spannend beschrieben und man findet immer eine Verbindung zu ihnen. Seine Geschichten sind verworren und manches Mal auch irgendwie surreal. Er hat meistens einen Hang zum Hollywood Erzähler, als ob man sich in einem guten Krimi befindet. Ich liebe die Art, wie er Gefühle von Menschen beschreibt, man kann förmlich fühlen, was in Fabio vorgeht und was ihn umtreiben muss. Ich würde behaupten, dass es von diesem Buch durchaus einen zweiten Teil geben könnte. Die Erzählung findet zwar ein Ende, aber sie ist nicht wirklich endlich. „Ein perfekter Freund“ ist ein großartiges Buch und ich möchte es nur empfehlen.

Selbst gekauft/ Diogenes Verlag/ Taschenbuch/ Auflage 2003/ 338 Seiten/ 13,00€

 

 

Meine Lieblingsbücher

Das Twitter mich einmal inspirieren würde, wer hätte das gedacht. Nachdem gestern eine Aktion mit dem Hashtag #stayathomereadabook auf Twitter statt fand, kam ich nicht umhin, mir Gedanken um meine Lieblingsbücher zu machen. Bei der Aktion ging es darum Bücher zu lesen und sich darüber auszutauschen. Verleger, Autoren, Blogger und Leser haben sich für eine Stunde auf Twitter dazu unterhalten. Wir wollten damit vor allem den Lesern neue Anreize schaffen. Der Buchhandel hat es momentan schwer durch die Schließungen und ich würde es schade finden, wenn es bald keine kleinen, süßen Lädchen für Bücher mehr gäbe. Daher möchte ich Euch nun heute eine Auswahl an Lieblingsbüchern zeigen, welche ihr Online bei eurem Buchhändler um die Ecke bestellen könnt. #buylocal

Lieblingsbücher

Puh… einfach war es nicht. Ich habe mir vor kurzem den Traum einer Bibliothek erfüllt und stand nun heute morgen vor über 800 Büchern und musste überlegen, welche mochte ich am meisten. Es gibt natürlich Klassiker unter den vielen Büchern, welche ich auch super gerne mag. Anna Karenina zum Beispiel oder die komplette Harry Potter Serie oder oder oder. Dennoch musste ich mich entscheiden und habe fünf meiner liebsten Bücher heraus gesucht.

Haruki Murakami

Ich muss, es geht nicht anders, ich muss mit diesem Autor beginnen! Er ist mein absoluter Lieblingsautor und am liebsten hätte ich hier nun alle seine Bücher vorgestellt. Das würde aber eindeutig den Rahmen sprengen, denn es waren zu viele gute Bücher. Ich habe mich für: “ Hard-boiled Wonderland und das Ende der Welt“ entschieden. Ein für mich, ein großartiger Roman. Murakami verzaubert dich beim lesen in eine Welt, von der du vorher keine Vorstellung gehabt hast. So auch in diesem Buch. Es spielt in zwei Welten und du bist dir nie ganz sicher, welche davon die Realität darstellen soll. Ich muss zugeben, es wäre kein Buch, was ich einem Murakami Neuling empfehlen würde. Er hat das einzigartige Talent super skurrile Welten zu schaffen und doch mit einer einfachen Sprache den Leser zu fesseln. In „Hard-boiled Wonderland und das Ende der Welt“ geht es um einen Wissenschaftler der Daten aus menschlichen Gehirnen „klaut“. Der Held des Buches überlebt als Einziger und möchte die Machenschaften des verrückten Wissenschaftlers durchkreuzen, ein Abenteuer durch zwei Welten beginnt. Absolute Empfehlung.

Nicholas Sparks

Ja! Ich muss es zugeben, ich bin ein Nicholas Sparks Fan. Absolut weiche, durchgespülte Liebesromane, aber ich mochte sie schon immer. Und gerade das Buch “ Wie ein einziger Tag“ ist eines meiner Lieblingsbücher. Den gleichnamigen Film kennen wahrscheinlich die meisten, da Ryan Gosling die Hauptrolle spielt. In “ Wie ein einziger Tag“ verliebt sich die Tochter eines reichen Geschäftsmannes in den einfach Jungen von nebenan. Allie verliebt sich auf den ersten Blick in Noah und es beginnt ein wunderbarer Sommer. Doch ihre Eltern sind gegen diese Liebe und ziehen mit ihrer Tochter um. Die beiden verlieren sich aus den Augen und begegnen sich eines Tages wieder. Die Liebe hat niemals aufgehört, sogar bis ins Rentenalter hinein. Allie erleidet im Alter an Alzheimer und kann sich nicht mehr an alles erinnern. Noah sitzt von da an jeden Tag an ihrem Bett und erzählt ihr die Geschichte ihre Liebe auf ein Neues. Ein so gefühlvolles Buch und das ist auch die Stärke von Nicholas Sparks, er schafft beim Lesen tiefe Gefühle.

Martin Suter

Auch wieder ein Lieblingsbuch, wo ich den Autor einfach mag. Martin Suter mit „Elefant“ war mein Lieblingsbuch 2019. Das Buch gab es da zwar schon länger, aber ich habe es 2019 entdecken dürfen. Das Buch handelt von einem kleinen rosa Elefanten, der durch einen Wissenschaftler erschaffen wurde. Ein Genforscher der versucht mit Elefanten zu forschen und dabei ziemlich korrupt ist. Der kleine rosa Elefant kann entkommen und landet in der Höhle eines Obdachlosen und verändert fortan seine Welt. Eine so bewegende Geschichte von Freundschaft und außerdem eine Erzählung über den Umgang von Menschen mit der Natur. In diesem Buch findet sich so viel mehr, als nur dieser kleine rosa Elefant. Man muss in diesem Buch zwischen den Zeilen lesen. Ich mochte es unglaublich gerne.

Paulo Coelho

Ein weiterer Autor, wo ich mich als Fangirl bezeichnen würde. Paulo Coelho ist für mich auch einer der ganz großen Autoren. Seine Bücher sind durchweg sehr spirituell und das muss man mögen. Ich mag an seinem Schreibstil, dass er immer versteckte Ratschläge gibt. Viele kluge Sprüche oder Weisheiten stammen aus seiner Feder. „Hippie“ ist mein Lieblingsbuch von ihm. Es ist eine Mischung aus Liebesgeschichte und spirituellem Weg und spielt in der Hippie Zeit. Alleine das Cover des Buches hatte mich bereits gewonnen.

Meine Lieblingszitate aus dem Buch:

“ Wir können nicht wählen, was mit uns geschieht, aber wir können wählen, wie wir damit umgehen.“

“ Der schlimmste Mord ist der, der an unserer Lebensfreude begangen wird. „

Betty Smith

Hier haben wir nun einen Klassiker: „Ein Baum wächst in Brooklyn„. Dieses Buch liebe ich sehr. Es erzählt von einem kleinen Mädchen, dass aus einem armen Viertel kommt und schon als Kind grausame Dinge mit erleben muss. Frauen waren zu dieser Zeit noch nicht viel Wert und sollten auch keinen tollen Beruf erlernen. Doch die kleine Francie ist hart im nehmen und sie hat einen Traum. Sie möchte Schriftstellerin werden und kämpft sich vor zu ihrem Ziel. Eine so bewegende Geschichte. Für dieses Buch hat Betty Smith zu Recht einen Pulitzerpreis bekommen und es ist bis heute eines der meistgelesenen Bücher. Ich mochte vor allem die Protagonistin Francie und die Umgebung von Brooklyn. Ein Muss dieses Buch zu lesen in meinen Augen.

Mein Schlusswort

So, das waren meine fünf Lieblingsbücher und ich hoffe, ich konnte Euch zu einem inspirieren. Wie bereits erwähnt nutzt bitte den Online Shop eures lokalen Buchhändlers. Diese würden sich mit Sicherheit freuen, ein paar Bücher versenden zu dürfen. Ihr dürft/sollt auch gerne meinen Blog durchstöbern, vielleicht entdeckt ihr da noch mehr tolle Bücher für Euch. 🙂

 

Alle Bücher sind selbst gekauft und auf eignen Wunsch vorgestellt – keine Kooperationen oder Werbung.

Mein Bücherjahr 2018

Das Jahr neigt sich dem Ende zu, heute ist der letzte Tag in diesem Jahr und ich lasse dieses Bücherjahr 2018 Revue passiere. Welche Bücher habe ich gelesen? Welche Bücher haben mir gefallen? Und welche Bücher haben es nun schlussendlich in mein Bücherjahr 2018 geschafft. Ich habe 2018 circa 66 Bücher gelesen und eine undefinierbare Dunkelziffer an Ebooks. Ich finde, dass ist schon eine Menge Lesestoff für ein ganzes Jahr, vor allem wenn man bedenkt das ich auch noch eine große berufliche Herausforderung hatte. Das ich nebenbei doch noch eine so fleißige Leserin war, dass überrascht mich selbst. Alle 66 Bücher waren besonders ausgewählt und ich kann sagen, dass mir mindestens 90% davon richtig gut gefallen haben. Natürlich schafft es nicht jedes Buch in mein Bücherjahr 2018, daher folgen nun meine persönlichen literarischen Highlights aus 2018:

Die Ermordung des Commendatore 1 & 2 Haruki Murakami

Mein absolutes Highlight in 2018 waren definitiv diese beiden Bücher von Haruki Murakami. Er ist mein Lieblingsautor und hat es daher absolut verdient hier als Erstes genannt zu werden. Die Ermordung des Commendatore ist eine fiktive Geschichte über einen Mann der nach der Trennung von seiner Frau versucht sich selbst wieder zu finden. Er ist Maler und daher hat er immer ein offenes Auge für die Kunst. In einem abgelegen Haus in den Bergen fernab von der Großstadt Tokio entdeckt der Künstler ein altes Gemälde mit dem Namen “ Die Ermordung des Commendatore„. Sofort ist er völlig eingenommen von diesem Gemälde und kann keinen klaren Gedanken mehr fassen. Als ihm dann auch noch dieser kleine Mann (der Commendatore) persönlich erscheint, beginnt eine wilde Jagd in die Vergangenheit und in eine Geschichte, die nicht seine Eigene ist. Zwei wirklich gelungene Bücher vom Großmeister Haruki Murakami. Ich muss zugeben, man muss seinen Stil mögen, aber ich bin hin und weg. Lest dazu auch meinen Beitrag hier.

Elefant von Martin Suter

Auch bei meinem zweiten Highlight wird es wieder fiktiv. Martin Suter zählt als Zweiter Autor in diesem Rückblick zu meinen Lieblingsautoren. Elefant ist eine so tolle Geschichte über Menschlichkeit und Fantasie zugleich. Martin Suter schafft in diesem Roman eine Verbindung zwischen fiktiven Darstellungen und menschlichem Verhalten bei seinen Protagonisten. Urplötzlich erscheint ein kleiner rosa leuchtender Elefant in der Höhle eines Obdachlosen und verändert fortan sein Leben. Entstanden ist dieser kleine Elefant aus einem Genprojekt eines wahnwitzigen Forschers. Es beginnt ein Kampf zwischen Gut und Böse wenn man so will und die Message ist ganz einfach und simpel zugleich: Menschlichkeit. Ein wirklich großartiger Roman, wo ich leider zugeben muss, dass ich die Rezension noch nicht verfasst habe. Ein Vorsatz für 2019 würde ich sagen, denn bisher fehlten mir tatsächlich die passenden Worte für dieses süße Meisterwerk.

Heimkehren von Yaa Gyasi

Heimkehren ist der emotionalste Roman in meinem Bücherjahr 2018. Das Buch, erschienen im Dumont Buchverlag hat mich viele Tage danach noch beschäftigt. Eine so gewaltige Geschichte, mit so viel Trauer und Verachtung. Sklaverei wie man sich sie noch nie vorgestellt hat. Ein Buch was dich erschauern lässt und wo du anfängst an dieser Welt zu zweifeln, die so grausam sein konnte und es auch bis heute noch sein kann. Heimkehren erzählt von mehreren Generationen einer Familie, die den Anfang in der Sklaverei macht. Im Laufe der Jahre/ Generationen erleben die Familienmitglieder immer wieder unglaublich schreckliche Dinge. Als eine Tochter dieser Familie irgendwann nach vielen Jahren wieder nach Hause zurück kehrt, beginnt ein wenig Hoffnung in diese dunkle Geschichte zu gelangen. Die Rezension zu Heimkehren von Yaa Gyasi könnt ihr hier noch einmal nachlesen.

Miss Everest von Bonita Norris

Mein aktuellstes Buch aus 2018. Dieses habe ich erst vor kurzem beendet und mir war klar, dass muss in mein Bücherjahr 2018 aufgenommen werden. Miss Everest ist die Geschichte von Bonita Norris, wie sie als erste Frau Englands den Mount Everest besteigt. Dieses Buch sprüht nur so vor Motivation. Wenn man irgendwann mal ein Ziel im Leben hat und dieses verfolgen möchte und man dazu aber noch einen kleinen Motivationsschub benötigt, dann ist dieses Buch absolut richtig. Bonita Norris ist heute selbst als Motivationstrainerin tätig und hält verschiedenste Vorträge in ganz England. Auch hierzu gab es einen Blog für Euch.

Lied der Weite von Kent Haruf

Ein weiteres Highlight aus dem Diogenes Verlag, für mich mit eines der besten Bücher des Jahres 2018. Auch in diesem Buch steht Menschlichkeit im Vordergrund. Eine Geschichte über ein Mädchen, was ohne die Unterstützung ihrer Familie mit einer schweren Last ihr Leben beschreiten muss. Sie gerät an den falschen Freund und wird schwanger und steht am Ende ohne alles da. Gäbe es da nicht zwei ganz wunderbare Menschen, die das Mädchen bei sich aufnehmen. Zwei Männer, welche bisher nur für die Landwirtschaft gelebt haben bekommen nun eine ganz neue spannende Aufgabe. Die drei werden zu einer richtigen Familie. Das aber so ein Teenager gar nicht so einfach ist, lernen die beiden auch ganz schnell kennen. Doch alleine durch ihre Menschlichkeit schaffen sie für das Mädchen und ihr ungeborenes Kind und wunderbares zu Hause. Eine so tolle Geschichte, welche ihr hier noch einmal genauer nachlesen könnt.

Die Wahrheit über das Lügen von Benedict Wells

Und noch ein Lieblingsautor! Benedict Wells ist für mich auch einfach ein Must Read der heutigen Zeit, ein großartiger Autor. In die Wahrheit über das Lügen hat der Autor eine ganze Reihe von Kurzgeschichten gepackt, wo eine schöner ist, als die andere. Unter anderem ist dort auch eine bisher nie erwähnte Szene aus “ Vom Ende der Einsamkeit“ beschrieben. Ein Buch, was ich vor kurzem erst gelesen habe und was ich jedem nur empfehlen kann. Ich mochte vorher eigentlich keine Kurzgeschichten, aber diese hier sind wirklich toll. Auch dazu gab es einen Beitrag hier auf meinem Blog.

Nun, das war es auch schon. Mein Bücherjahr 2018. Ich könnte mindestens noch zwanzig  weitere Bücher nennen, welche ich als Highlight bezeichnen würde, aber das würde in einem Beitrag nun wirklich überhand nehmen. Ich habe versucht aus allen 66 Büchern, die Besten heraus zu suchen. Ich hoffe ich konnte Euch inspirieren für das Jahr 2019. Mein Ziel für 2019 ist es, erst einmal meine noch ungelesen Bücher aus 2018 zu lesen und mich noch mehr auf Neuentdeckungen zu stürzen. Also, wenn jemand Tipps für 2019 hat – immer her damit! Jetzt wünsche ich Euch erst einmal einen tollen Start in das neue Jahr und auf das uns 2019 noch mehr tolle Bücher begegnen werden. Xoxo Sarah

 

Folgende Bücher waren Rezensionsexemplare: Heimkehren von Yaa Gyasi ( Dumont Buchverlag ), Die Wahrheit über das Lügen von Benedict Wells und Lied der Weite von Kent Haruf ( Diogenes Verlag ). Alle anderen Bücher habe ich selbst gekauft. Ich bewerbe dennoch alle Bücher aus freien Stücken, weil sie mir einfach gefallen haben. 🙂 Ich danke den Verlegern für das bereitstellen dieser wunderbaren Exemplare.