Tage in Sorrent von Andrea & Dirk Liesemer

Tage in Sorrent erzählt uns eine kleine Geschichte über Friedrich Nietzsche. Nicht alles in dem Buch ist genau so passiert, aber vieles deckt sich mit Aufzeichnungen seiner Zeit aus dem Jahr 1876. Die Autoren haben natürlich ein paar Personen und Beschreibungen fiktiv ergänzt, aber es gibt ein grobes Bild von Friedrich Nietzsche ab. Dazu wurde in diesem Buch das tolle Reiseziel Sorrent in Süditalien wunderbar beschrieben. Dieses Buch macht Lust auf Literatur, Zitronen und Sonne pur.

Eine Reise in den Süden

Friedrich Nietzsche beschließt mit Anfang dreißig in den Süden Italiens zu reisen und die Einladung der Schriftstellerin Malwida von Meysenbug anzunehmen, bei ihr zu wohnen. Zusammen mit dem Philosophen Paul Ree und dem Studenten Albert Brenner wollen die vier eine tolle Zeit im Süden verbringen. Friedrich Nietzsche erhofft sich, dass sich seine Gesundheit bessern kann, bei den warmen Temperaturen. Er leidet an bösen Kopfschmerzen, ich vermute heutzutage würde man Migräne sagen, und an Angstzuständen. Nach seinen „Anfällen“ muss er mehrere Tage im Bett bleiben und es dunkel haben. Im Süden hofft er geheilt zu werden, zumal er auf seinen Job als Professor auch wenig Lust hatte. Und zusammen wollen sie außerdem eine Akademie gründen.

Auch seine Wegbegleiter sind nicht gesund, vor allem der Student Brenner nicht. Er ist viel zu mager und nimmt auch einfach nicht zu. Auch er ist in den Dreißigern. Tatsächlich überrascht mich das jedes Mal auf‘s Neue, wenn ich lese wie früh damals die Menschen schwere Krankheiten hatten. Mir sind solche Tatsachen bereits in mehreren Büchern/Klassikern begegnet, dass man im 19ten Jahrhundert offenbar mit dreißig bereits schwer erkrankt sein konnte. Die Medizin war eben noch nicht so weit. Aber auch hier wirkt ein Friedrich Nietzsche mit Anfang dreißig super gebrechlich und alt, zumal auch das Verhalten sehr altklug wirkt in dem Buch.

In der Zeit in Sorrent und auf der Reise passieren so einige Dinge. Die Herren verlieben sich, müssen los lassen und verpassen teilweise Chancen. Aus der Idee mit der Akademie wird nichts und alles was bleibt, ist ein tolles Jahr in Sorrent. Die Zeit haben sie genossen. Sie haben die Umgebung erkundet, haben gut gegessen, haben jede Menge philosophiert und das Leben genossen. Aber leider konnten die Herren ihre Gesundheit nicht aufpeppeln. Die spannendste Figur war tatsächlich Malwida von Meysenbug. Sie war beträchtlich älter als die drei Jungen und sah sich auch eher als Mutter der drei. Sie hatte das Bedürfnis ihnen zu helfen und fühlte sich ohne den Besuch auch schrecklich Einsam. Sie tat mir irgendwie leid.

Meine eigene Meinung

Ich liebe Bücher aus dem Mare Verlag. Bisher hatte ich immer Glück bei meiner Auswahl. Tage in Sorrent ist eine tolle Geschichte, um sie mit in den Urlaub zu nehmen. Durch die Beschreibungen des italienischen Südens kommt man nicht umhin, sich in die Ferne zu träumen. Friedrich Nietzsche ist eine sehr interessante Persönlichkeit, wenn auch manchmal mit komischen Denkweisen. Er selbst beschrieb sich als „Freigeist“ , was heute nicht immer etwas positives assoziiert. Damals gab es aber viele Männer dieser Sorte. Auch wenn es viel Fiktion war, fand ich es dennoch sehr lesenswert in seine Welt einzutauchen. Danke für das tolle Exemplar an den Mare Verlag.

Rezensionsexemplar/ Mare Verlag/ Auflage 2022/ 254 Seiten/ 23€

Gesammelte Werke von Lydia Sandgren

Dieses Buch von der schwedischen Autorin Lydia Sandgren muss man, glaube ich, gelesen haben. Rund 900 Seiten schrecken zwar erst einmal ab, aber jede einzelne Seite lohnt sich. Gesammelte Werke ist ein über zehn Jahre entstandenes Buch mit sehr viel literarischem Wert. Ein so langes Buch, so zu gestalten, dass der Leser die Motivation nicht verliert, dass nenne ich große Kunst. Aber meine Meinung folgt ja eigentlich erst zum Schluss dieses Beitrages. Kann mich wieder nicht beherrschen.

Eine Geschichte über Freundschaft

Martin und Gustav kennen sich noch aus Schultagen und verbringen ihre Studienzeit zusammen. Sie kennen den anderen in und auswendig und durchleben gemeinsam alle möglichen Ereignisse. Besonders zusammen geschweißt hat die beiden ihre Zeit in Paris. Beide waren dort zum Auslandsstudium und diese Zeit bleibt unvergessen. Gustav ist der Künstler und Martin der Schreiber, das perfekte kreative Duo sozusagen. Gustav ist ansonsten zwar der gesellige Typ, aber privat lebt er lieber alleine für sich. Heiraten oder eine Familie gründen ist nichts sein. Zuweilen muss man sich eher Sorgen um Gustav machen, da er hin und wieder zu tief ins Glas schaut. Bei Martin sieht das schon anders aus. Martin ist der vernünftige der beiden Freunde.

Eines Tages begegnet er Cecilia und sie wird seine große Liebe. Doch auch Gustav hat gefallen an ihr und malt von da an immer wieder Gemälde von ihr. Gustav findet in dem Paar die besten Freunde. Auch wenn man sich über Monate mal nicht sieht, die Drei halten zusammen. Cecilia ist eine eher egoistische Person, so kommt sie zumindest rüber, sie ist auf ihre Arbeit oder ihr Studium fixiert und hat gerne ihre Ruhe. Zu viel familiäre Nähe engt sie ein. Nachdem Martin und sie ihr zweites Kind bekommen haben, wird ihr alles zu viel und Cecilia verschwindet spurlos ohne Erklärung. Sie lässt Mann und Kinder einfach im Stich.

Rakel

Die älteste Tochter Rakel ist eine Art Schlüsselrolle in diesem Buch, denn sie kommt ihrer Mutter als Einzige auf die Schliche. Durch einen deutschen Roman, welchen Sie übersetzen soll für den Verlag ihres Vaters, kommt Rakel auf die Spur von Cecilia. Rakel hat viel von ihrer Mutter geerbt, unter anderem die sprachlichen Talente. Von ihr hatte sie auch deutsch gelernt. Wie dieser Roman und ihre Mutter in Verbindung stehen findet Rakel nach und nach heraus und auch ihr Patenonkel Gustav spielt eine entscheidende Rolle in diesem Roman. Rakel ist eine starke weibliche Rolle. Sie musste lernen ohne Mutter aufzuwachsen. Sie hatte ihren Vater und ihren kleinen Bruder, aber durchkämpfen musste sie sich alleine und aus ihr ist eine talentierte, intelligente Person geworden.

Gesammelte Werke

Der Buchtitel passt so gut zum Protagonisten Martin, denn er sammelt auch über Jahre hinweg jede Menge begonnene Schriften, welche zu einem Roman werden sollen. Eigentlich wollte er kein Verleger werden, sondern Autor. Doch die Vernunft ließ ihn erst einmal einen Verlag mit seinem Kumpel Per gründen. An seinem Roman schreibt er im Prinzip sein ganzes Leben. Er nennt ihn Nachtsonaten und die meiste Zeit spielt er in Frankreich in Antibes. Auch er sammelt seine Werke und wenn ich es richtig verstanden habe, veröffentlicht er diese auch am Ende.

…. Aber die Sache ist doch: Wir Menschen erfinden ständig Geschichten, um unser Leben auf Abstand zu halten, vielleicht macht diese Scheinwelt unser Leben überhaupt erst erträglich. Die meisten von uns zensieren die Wirklichkeit und modellieren sie um. Das Gedächtnis ist trügerisch….

Meine persönliche Meinung

Ich habe sehr viele schöne Stellen markiert, da so viel poetisches enthalten war. Lydia Sandgren ist wirklich eine tolle Autorin und ich hoffe sie schreibt noch mehr solche Bücher. Gesammelte Werke könnte für meine Begriffe auch gut und gerne eine Fortsetzung vertragen. Mich würde total interessieren, ob die Familie wieder zusammen finden kann. Lydia Sandgren schafft auf jeden Fall ein Bild von tollen Freundschaften, großer Liebe, ein wenig Betrug und starken Charakteren. Ein wahrlich großartiger Roman, den ich unbedingt empfehlen mag. Traut Euch an diese 900 Seiten ran, denn jede einzelne lohnt sich sehr. Vielen Dank an den Mare Verlag für dieses tolle Exemplar. Wieder einmal ein Glücksgriff aus dem Indie Verlag.

Rezensionsexemplar/ Mare Verlag/ Auflage 2021/ 912 Seiten/ 28,00€

Welttag des Buches 2019

Heute ist der Welttag des Buches – wie großartig. Ein Feiertag für das geschriebene und gebundene Wort sozusagen. Ich möchte diesen Tag mit einem kleinen Beitrag mit Euch feiern. Ich habe mir meine absoluten drei Lieblingsbücher heraus gesucht, mit denen ich Euch heute beglücken möchte. Es war nicht einfach aus all den wunderbaren Büchern drei heraus zu suchen, am liebsten hätte ich Euch alle auf einmal vorgestellt. Also habe ich versucht, drei verschiedene Verleger zu wählen und dann noch drei Genre, so viel mir die Wahl ein bisschen leichter.

1. Haruki Murakami

Das ich ein Riesen Murakami Fan bin, dass muss ich wohl keinem mehr erzählen- ihr kennt mich. Für mich ist er einer der großartigsten Schriftsteller unserer Zeit. Mein absolutes Lieblingsbuch ist: Naokos Lächeln. Ein Buch, was ich jedem als erstes empfehle, wenn man mich fragt, mit welchen Buch man bei Haruki Murakami anfangen sollte. Es ist so wunderschön – muss man gelesen haben.

2. Dina Nayeri

Dieses Buch hat mich ganz ganz lange beschäftigt. Ein Teelöffel Land und Meer ist eine tragische Familiengeschichte, welche im Iran spielt. Es ist ein Buch, was so passend zur heutigen Zeit geschrieben wurde. Man sollte es lesen, um das ein oder anderen Vorurteil beiseite legen zu können. Absolute Leseempfehlung!

3. Katrine Engberg

Nun kommen wir zum Thriller: Blutmond. Dieses Buch habe ich ganz ganz neu erst entdeckt und ich liebe es- ich habe es förmlich gefressen! Es ist so spannend, dass ich es an zwei Tagen durch lesen musste und ich hoffe so sehr, dass es eine Fortsetzung geben wird. Die Autorin kann ich auf jeden Fall nur empfehlen.

Die Verleger

Ich habe Euch nun meine drei Lieblingsverleger gezeigt: Murakami aus dem Dumont Buchverlag / Dina Nayeri aus dem Mare Verlag & Katrine Engberg aus dem Diogenes Verlag. Ich hätte bei allen drei Verlegern noch weitere Exemplare heraus suchen können, aber ich wollte mich ja auf drei beschränken- ein Roman, ein Drama & einen Thriller. Ich hoffe ich konnte Euch inspirieren zu diesen drei Büchern. Lasst uns gemeinsam den Welttag des Buches zelebrieren, denn Lesen macht bekanntlich glücklich!

Ich mache Werbung aus eigenen Stücken für die Bücher & den jeweiligen Verlag- schlicht weg aus Leidenschaft zu diesen tollen Geschichten.

Leipziger Buchmesse 2019

Am letzten Wochenende war es endlich soweit: Die Leipziger Buchmesse 2019 stand auf dem Programm. Für mich war es das erste Mal auf der Leipziger Buchmesse, denn ich hatte bisher nur die in Frankfurt besucht. Auch Leipzig als Stadt hatte ich mir vorher noch angesehen und war daher recht aufgeregt, dieses Abenteuer zu wagen.

Die Anreise

Ich habe in diesem Jahr etwas ganz spezielles gemacht, ich bin mit jemand völlig Fremdes auf die Buchmesse gefahren. Naja ganz fremd nun auch nicht, immerhin kannten wir uns bereits von Facebook und Instagram. Dennoch ist es ja eher untypisch, eine Reise anzutreten, mit jemandem, den man nicht einmal persönlich kennt. Da wir uns aber zumindest schriftlich gut verstanden hatten, haben wir dieses Wagnis einfach entgegen genommen. Und am Ende stellte sich heraus, dass es eine gute Entscheidung war. Freitag morgen um 6 Uhr ging unsere Reise in Köln los und eine fünfstündige Autofahrt lag vor uns. Das Schöne an so einer Reise ist, dass wenn man den anderen nicht so doll kennt, dass man sich sehr viel zu erzählen hat. So vergingen die fünf Stunden im Auto wie im Flug und am Ende konnte man sich ein wenig besser einschätzen. Und natürlich ging es auch um ganz viele tolle Bücher, wie konnte es auch anders sein, wenn Buchbloggerin und Buchhändlerin zusammen treffen.

Die Buchmesse

Angekommen auf der Leipziger Buchmesse haben wir uns erst einmal einen Überblick verschafft. Wir hatten uns auch vorher schon unsere Lieblingsverleger heraus gesucht und wussten ganz genau, was wir nicht verpassen wollten. Wir starteten in Halle 4 und wie konnte es anders kommen, direkt an unserer beider Lieblingsstand beim Diogenes Verlag. Über die Facebook Gruppe #backlistlesen von Diogenes haben wir uns eigentlich erst kennen gelernt und so wurde das unser gemeinsamer Lieblingsverlag. Klar war natürlich da schon, dass wir beim dem Bloggertreffen von Diogenes auch unbedingt dabei sein wollten. Auf diesem erwähnten Treffen haben wir dann noch ganz andere tolle Menschen kennen lernen dürfen. Viele Gesichter kannte man nur von Instagram oder weil man deren Blog’s schon eine Weile folgt. Ich hatte auch nicht erwartet, dass doch auch einige meinen Blog kannten und ihn lesen. Vielen Dank an der Stelle, ich fühle mich geehrt. 🙂

Mein eigenes Highlight

Beim Bloggertreffen von Diogenes kam Daniela Krien als Rednerin in die Runde, sie stand uns Rede und Antwort zu ihrem neuen Roman “ Liebe im Ernstfall„. Ich hatte dieses Buch bisher noch nicht gelesen, aber ich muss gestehen, dass ich nach diesem Treffen nicht mehr umhin komme dieses unbedingt nach zu holen. Eine wundervolle Aussage von ihr war: “ Mit 20 hätte ich diesen Roman nicht schreiben können, da wäre nur Kitsch dabei heraus gekommen“ oder Aussagen wie: “ Männer sind halt wie sie sind…“ Daniela Krien hatte am Anfang nur eine Protagonistin geplant und berichtete uns, dass sich beim Schreiben einfach noch weitere Charaktere ergeben hätten. Es war total spannend zu zu hören, wie sich so ein Roman einfach von selbst entwickeln kann.

Begegnungen auf der Buchmesse

Mein persönliches Messeerlebnis war auf jeden Fall, dass wir den Autor Takis Würger persönlich getroffen haben und ein Foto mit ihm schiessen durften. Wie schnell man als 32-jährige doch wieder zum Teenager wird und sich bis über beide Ohren freuen kann. Ein absoluter Fangirl Moment für uns beide. Aber auch andere Begegnungen an den beiden Tagen waren einfach grandios. Wir haben die ein oder andere Bloggerin getroffen und haben einen tollen Austausch gehabt. Besonders in der Bloggerlounge hatte man in aller Ruhe Zeit sich bei einem Kaffee auszutauschen. Ich muss sagen, dass mochte ich an der Messe wirklich am Meisten. Wir sind als Blogger nun mal in den sozialen Medien unterwegs und Netzwerken finde ich, ist einer der wichtigsten Faktoren in diesem Bereich. Ohne ein Netzwerk gäbe es die sozialen Medien doch auch gar nicht. Und das ist es, was einem am Blogger sein auch so Spaß macht, der Kontakt zu anderen Menschen.

Ein weiterer Verlag den ich unbedingt erwähnen muss, ist der Mare Verlag. An diesem Stand habe ich mal wieder gemerkt, wie großartig Menschen, die Bücher lieben, diese dann auch verkaufen können. Man merkt bei Mare einfach immer wieder, mit welcher Begeisterung die Menschen hinter diesem Verlag ihre Geschichten selbst gerne lesen und man kann nicht umhin einen dieser Romane lesen zu wollen.

Auch ein ganz wunderbarer Stand war der vom Dumont Buchverlag, der in Köln ansässige Verlag begleitet mich schon sehr lange, alleine schon wegen meiner Murakami Liebe. Und natürlich weil dieser Verlag in meiner wunderbaren Heimatstadt liegt. Auch hier hatte ich wieder ganz liebe Gespräche – einfach super schön in der großen Bücherwelt auch nette Menschen treffen zu dürfen.

Allgemeines Fazit

Ich würde die Leipziger Buchmesse jederzeit wieder besuchen, ich mochte das Messegelände sehr und ich fand alles unglaublich gut organisiert. Sehr nette Menschen am Empfang und bei der Taschenkontrolle und eine übersichtliche Hallenführung. Besonders hat mir natürlich die Bloggerlounge gefallen und auch die Möglichkeit an vielen tollen Veranstaltungen teilnehmen zu können. Ich freue mich schon auf Frankfurt und darauf alle wieder zu sehen. Ich hoffe bis dahin haben wir weiterhin einen so tollen Austausch unter den ganzen Buchbloggern. Außerdem möchte ich mich bei meiner Reisebegleiterin Ann Kathrin bedanken, ich bin selten mit einer fremden Person so gut gereist.

Zum Schluss bleibt zu erwähnen, dass ich von keinem der Verleger Geld für Lob bekomme. Ich mache Werbung ohne jeglichen Auftrag, einfach weil ich diese Verleger aus Überzeugung gerne mag und diese gerne erwähnen möchte. #keinewerbung

Gezeitenwechsel von Sarah Moss

Eine Geschichte mit ganz viel Tiefgang bietet der neue Roman aus dem Mare Verlag und zwar Gezeitenwechsel von Sarah Moss. In Gezeitenwechsel geht es um das Schicksal einer Familie aber auch um das Rollenbild des Vaters, der sich als heutzutage noch eine Ausnahme, für das Hausmann Sein entschieden hat. Aus der Sicht von Adam, dem liebenden Vater wird diese rührende Story erzählt. Alles begann mit einem Anruf aus der Schule seiner Töchter: Es ist etwas passiert.

„Es gibt keine Vorwarnungen. Die Tatsache, dass man gerade ein eigentlich inakzeptables Sandwich isst oder unverantwortlich viel intellektuelle Energie auf seinen neusten Beitrag in einem sozialen Netzwerk verwendet, bedeutet nicht, dass man sich nicht zugleich in dem Intervall zwischen dem Moment befinden kann, in dem man alles verliert, was man für selbstverständlich gehalten hat, un dem Moment, in dem man davon erfährt.“

Adam

Adam ist der absolute Vorzeigepapa! Ich bin nach diesem Buch tatsächlich hin und weg von so einem großartigen Vater. Er steht seinen Mann im alten Rollenbild einer Frau und schafft so einen Einstieg in eine neue Gesellschaft. Gerade weil ich mich selbst gerne mit den alten und neuen Rollenbildern beschäftige, finde ich diese Sichtweise in diesem Buch so sehr gelungen. Adam erzählt uns ganz oft in Gezeitenwechsel, mit welchen Vorurteilen er in seinem Alltag als Vollzeitdaddy klar kommen muss. Gerade in England ist die neue revolutionäre Gesellschaft nicht ganz angekommen. Adam allerdings ist das beste Beispiel für diese neuen Modelle. Er ist in der Lage einen Haushalt zu schmeißen, den Kindern eine gesunde Ernährung zu bieten und nebenbei noch eine umfangreiche intelligente Betreuung zu sein. Und bei all diesen wunderbaren Attributen, ist Adam auch noch so unglaublich liebevoll zu seinen beiden Töchtern und seiner Frau.

Das Familienbild

Emma ist eine überarbeitete Ärztin, die das Hausfrauchen an ihren Mann Adam gerne abgegeben hat und doch merkt sie im Laufe der Geschichte, dass ihr ein Teil im Leben fehlt und das sie weniger arbeiten sollte, um weniger zu verpassen. Rose das jüngste Mädchen ist eine klassische kleine Schwester, aufgeweckt und zuckersüß beschrieben. Miriam ist die älteste Tochter, sie ist Feministin und Naturkämpferin und möchte von dem heutigen Konsumwahnsinn nichts wissen – ein echt cooler Charakter in diesem Buch. Leider trifft es Miriam in diesem Buch, dass sie durch eine allergische Reaktion oder auch Vererbung krank wird und das sich dadurch das ganze Familienleben ändert. Adam’s Familie entstammt dem Judentum und dieses wird auch an der ein oder anderen Stelle im Buch durchleuchtet. Adam’s Vater spielt auch eine wichtige Schlüsselfigur in diesem Buch, die Verbindung von der alten jüdischen Tradition und dem neuen Leben seines Sohnes. Auch finden wir in diesem Buch die Kritik an dem englischen Gesundheitssystem wieder. Mir war vorher nicht bewusst, dass das eines der großen Themen in England darstellt und fand daher die Sichtweisen sehr interessant.

Zum Inhalt

Wenn man den Klappentext von Gezeitenwechsel liest, denkt man es geht in dem ganzen Buch „lediglich“ um die Sorge der Eltern, wenn das eigene Kind krank wird. Aber dieses Buch vereint so viele wichtige und auch aktuelle Themen miteinander, dass man gar nicht weiß, wo man anfangen soll zu loben. Literarisch ein Meisterwerk wie ich finde und unglaublich gut bearbeitete Protagonisten. Eine Familie die auf die Probe gestellt wird, eine Familie die lernen muss neu zusammen zu wachsen und die auch lernen muss als jeder Einzelne von ihnen wertvoll zu sein. Sie lernen, dass das Leben wertvoll ist und das Zeit manchmal auch verschwendet werden kann. Gerade in den Momenten der großen Sorge, erkennt man, was wirklich wichtig ist und wo man herkommt – so auch die Verbindung von Adam zum Judentum.

Meine Lieblingsstelle im Buch

„Mögen wir es vergessen. Zu schade, dass die Dinge, die wir in Krisen lernen, alle schon auf Kühlschrankmagneten und Postkarten stehen: Nutze den Tag, Genieß den Moment, Sag deinem Schatz, dass du ihn liebst. – Mögen wir lange genug leben, um die Klischees wieder zu verachten, mögen wir so weit heilen, dass wir Himmel und Wasser und Licht für selbstverständlich halten, denn der Zustand blinder Dankbarkeit für jeden Atemzug ist keine intelligente Haltung.“

Mein Fazit

Ich liebe dieses Buch! Man fängt selbst an zu denken und überlegt, was im Leben wirklich zählt. Man versucht zu verstehen, was einem dieses Buch mit auf den Weg geben mag. Besonders fasziniert bin ich immer noch von Adam, denn gerade seine Geschichte hat mich tief beeindruckt. Danke an den Mare Verlag, dass ich dieses Buch lesen durfte, es war mir ein Vergnügen und ich kann es jedem nur ans Herz legen. Ein großartiges literarisches Werk. Gezeitenwechsel ist übrigens der perfekte Name für dieses Buch – wenn sich Gezeiten verändern und wenn neue und alte Werte deinen neuen Weg beschreiben. Und aber auch der Wechsel der Zeit, dass unsere Gesellschaft sich verändert. Toller Titel.

Rezensionsexemplar/ Mare Verlag/ Frühjahr 2019/ 366 Seiten/ 24,00 €

Wovon wir träumten – Julie Otsuka

Mit leiser Wehmut, vielen Fragen und großen Hoffnungen im Gepäck überqueren sie den Ozean: junge Japanerinnen, die Anfang des 20. Jahrhunderts ihre Heimat verlassen, um in Kalifornien japanische Einwanderer zu heiraten…

Wovon wir träumten“ von Julie Otsuka ist ein Roman, oder vielmehr ein Drama aus dem frühen 20. Jahrhundert und beruht auf einer wahren Geschichte. Ich habe Euch bereits erzählt, dass ich Bücher mit wahren Erzählungen mag und mich diese immer ganz besonders fesseln. So auch der Roman von Julie Otsuka.

Junge Japanerinnen kommen nach Kalifornien

Wieviele junge Japanerinnen es nun sind, geht aus dem Buch nicht genau hervor. Es müssen eine Menge sein, denn die erwähnten Namen sind gefühlt Hunderte. Julie Otsuka erzählt immer aus der Wir Perspektive bzw. aus der Sie Perspektive: Einige von uns auf dem Schiff kamen aus Kyoto….Einige von uns waren Bauerntöchter…. Das hat mich am Anfang ziemlich irritiert, denn ich bin es gewohnt Bücher aus der Ich Perspektive zu lesen. Julie Otsuka hat so versucht, aus allen Leben der Japanerinnen etwas erzählen zu können. Schockiert hat mich auch, dass die meisten von Ihnen gerade einmal fünfzehn oder sechzehn Jahre alt gewesen sind, als sie von ihren Eltern in das weinentfernte Kalifornien geschickt worden sind. Mit im Gepäck haben sie ein Foto von ihren zukünftigen Ehemännern, nur leider entspricht nicht einer dieser Männer auch dem Mann auf dem jeweiligen Foto. Der erste Schock für die jungen Japanerinnen.

Das Leben in Kalifornien

Ihr neues Leben ist nicht einfach, ganz im Gegenteil es ist eine unvorstellbare Last. Nach den ersten Seiten kann man verstehen, warum Julie Otsuka das Buch “ Wovon wir träumten“ nannte… zu Träumen haben diese jungen Japanerinnen viel, aber nichts davon wird jemals in Erfüllung gehen können. Sie kommen jung in ein Land, das zu der Zeit noch vom Sklavenhandel beherrscht wird. Sie arbeiten auf den weiten Feldern, in Privathäusern oder sogar in Bordellen. Jede von ihnen hat ihr eigenes Päckchen zu tragen und keine hat es leichter als die andere. Japaner haben Anfang des 20. Jahrhunderts einen besseren Ruf als beispielsweise Chinesen, denn Japaner sind ordentlicher und fleißiger und weitaus genügsamer, ein Grund, warum so viele zu dieser Zeit eingewandert sind. Eine Zeitlang waren ihre Leben in Ordnung, sie hatten sich mit ihren Schicksalen abgefunden haben Kinder bekommen und alles schien einigermaßen normal zu verlaufen. Sie arbeiteten immer noch hart und es war nichts leicht, aber sie hatten sich mit ihren Leben abgefunden und haben versucht das Beste daraus zu machen.

Und plötzlich wurden sie zu Fremden

Am Anfang wurden die Japaner noch aufgenommen und sogar geschätzt, denn wie gesagt sie waren für ihre Tatkraft bewundert, aber dann kam Pearl Harbor. Von heute auf morgen waren alle Japaner schlecht und jeder Amerikaner hatte Angst vor Ihnen. Sie wurden auf der Straße gemieden und sogar verfolgt. Ihre Männer wurden geholt, weil man glaubte sie seien Spione der japanischen Truppen. Niemand war mehr sicher und keine der jungen Japanerinnen wusste, ob morgen nicht ihr Mann ihr genommen wurde. Irgendwann waren die Japaner eine angeblich so große Gefahr, dass sie alle weg gebracht wurden. Angeblich an einen besseren Ort, einen sichereren Ort, weit raus in den Bergen….doch niemand hat die Japaner je wieder gesehen.

Einige von uns gingen weinend. Und einige von uns gingen singend. Eine von uns hielt sich hysterisch lachend die Hand vor den Mund. Einige von uns gingen betrunken. Andere von uns gingen schweigend, mit hängenden Köpfen, betreten und verschämt. 

Mein persönliches Fazit

Ich wusste erst nicht so Recht, was ich mit dem Buch anfangen sollte. Die Schreibweise hat mich irritiert und so richtig leicht ging es nicht von der Hand. Nachdem ich es nun ein paar Tage zur Seite gelegt hatte, konnte ich mich besser damit zurechtfinden. Die Geschichte ist erschütternd und leider wahr, sodass man noch länger über dieses Buch nachdenken muss. Ich habe nun so einige Bücher über Einwanderer oder Flüchtlinge gelesen und das Verständnis für all diese Menschen wächst unendlich. Ein jeder Mensch, der über andere zu urteilen vermag, sollte ein Buch wie dieses lesen, um vielleicht ein wenig besser zu verstehen. Danke an den Mare Verlag für dieses tolle Buch und das ich es lesen durfte.

Rezensionsexemplar / Mare Verlag / Auflage 2013 / 159 Seiten / 18,00€ / Hardcover 

Drei sind ein Dorf von Dina Nayeri

Dina Nayeri eine Autorin mit so viel Kraft und Detailliebe, wie ich es selten gelesen habe. Nach ihrem Debüt “ Ein Teelöffel Land und Meer“ erschien nun der Roman „Drei sind ein Dorf„. Dina Nayeri wurde selbst während der islamischen Revolution im Iran geboren und beschreibt die iranische Kultur so beeindruckend und gleichzeitig so tief traurig, dass man das Buch “ Drei sind ein Dorf“ gar nicht aus der Hand legen möchte.

Die kleine Nilou und ihr Baba

Der Roman beginnt im Iran, als die kleine Nilou eine wundervolle Kindheit erlebt und die Liebe zu ihrem Baba nicht grenzenloser sein könnte. Zum Anfang des Buches befinden wir uns noch kurz vor der islamischen Revolution, doch man spürt bereits in den ersten Zeilen, dass das Leben im Iran von Gesetzen und Zwängen bestimmt ist und das das Leben unglaublich schwer sein kann. Was mich an den ersten Seiten fasziniert hat, war die Tatsache wir stark die Familienbande im Iran sind und wie groß die Liebe zueinander deren Leben bestimmt. Es scheint alles perfekt, eine zuckersüße Kindheit und ein beschauliches Leben, doch die Revolution naht und das unbeschwerte Leben nimmt zunehmend ein Ende.  Nilous’s Vater begreift irgendwann, dass seine Familie nur in der westlichen Welt eine Chance haben kann ein besseres Leben zu führen und schickt sie schweren Herzens auf eine unbekannte Reisen in die USA.

Wie fühlt man sich in einer fremden Welt

Der Roman „Drei sind ein Dorf“ passt so perfekt in die heutige Zeit, um Menschen aufzuklären und Verständnis zu schaffen. Dina Nayeri beschreibt in ihrem Roman durch ihre Protagonistin Nilou, wie schwer es ist, ein Flüchtling zu sein. Man erkennt ihre Ängste und Sorgen, man erlebt Heimweh und den Drang dazu gehören zu wollen. Auf ihre Reise des Älter Werdens trifft Nilou auf einige Stolpersteine und die Kluft zwischen ihr und ihrem geliebten Vater scheint immer größer zu werden. Sie verliert im Laufe des Buches ihre Bindung zu ihrem Land und versucht sich so sehr anzupassen, dass sie am Ende kurz davor steht sich selbst zu verlieren. Wir bekommen jeden Tag mit, wie schwer es ein Flüchtling hat, sich der westlichen Welt anzupassen und die Beschreibungen von Dina Nayeri helfen, um zu verstehen, was diese Menschen bewegt.

Lieblingszitat aus dem Buch

Du wirst viele gebildete Menschen kennen und vieles machen und erleben. Aber jedes Mal, wenn du deinen Baba siehst, werde ich dir ein Bild und eine Geschichte von hier mitbringen, damit du nicht ins Vergessen davonfliegst.

Drei sind ein Dorf

Nilou und ihr Bruder werden Älter und auch ihre Eltern werden weiser, das Leben wird durchsichtiger und die Familienbande sind zwar unsichtbar, aber nie wirklich weit weg. Nilou’s Vater schlägt sich Jahre lang im Iran durch, ihre Mutter und ihr Bruder in den USA und sie selbst in Amsterdam. Jeder der vier Familienmitglieder erlebt auf seine eigene Art, was Familie bedeuten kann. Alle paar Jahre treffen die vier zusammen und man könnte meinen, dass sie sich alle immer mehr voneinander distanzieren. Gerade Nilou versucht sich zu lösen, doch sie merkt, um so Älter sie wird, dass sie viel mehr mit dem Iran verbunden ist, als sie je ahnen könnte. Und gerade ihr Vater ist ihr so viel ähnlicher, als sie es glauben möchte. Erst der Anschluss an eine iranische Organisation in Amsterdam erinnert sie daran, welche Werte ihr mal wichtig waren und sie findet nach und nach zu ihren Wurzeln zurück. Als ihr Leben dann ganz aus den Fugen gerät, bekommt ihr Vater endlich ein Visum für die Niederlande und er und Nilou’s Mutter treffen zusammen in Amsterdam ein. Alle drei haben eine schwere Zeit hinter sich, mit vielen Schicksalsschlägen, doch sie drei sind immer noch dieselben – sie sind immer noch eine Familie und ein Sprichwort sagt: Drei sind genug für ein Dorf.

Was ist die Message in diesem Buch

Jeder von uns hat Vorurteile und wir alle können die islamische Kultur wahrscheinlich gar nicht richtig verstehen. Und ich will nicht behaupten, dass es nach diesem Buch besser verstehe, aber „Drei sind ein Dorf“ hat mir geholfen, mich in die Lage hinein versetzen zu können. Die iranische Kultur klingt spannend, freundlich und absolut nicht befremdlich für mich und ich vermag zu sagen, dass ich zumindest verstehen kann, wie man sich als Fremder in einem neuen zu Hause fühlen kann. Jeder sollte dieses Buch gelesen haben, um ein bisschen besser zu verstehen! Ein großartiges Werk, was absolut in die heutige Zeit gehört. Vielen Dank an der Stelle an den Mare Verlag für dieses tolle Rezensionsexemplar. Da ich die Geschichte in dem Buch in diesem Blog Beitrag nur andeuten kann, denn ich würde einer Nacherzählung gar nicht gerecht werden, empfehle ich es wirklich jedem – lest es!

 

Rezensionsexemplar / Mare Verlag / Auflage 2018 / 367 Seiten / 24,00€ / Hardcover 

Vier Schwestern von Joanna King

( Anzeige ) Heute gibt es wieder ein neues Buch von mir und zwar „Vier Schwestern“ von Joanna King aus dem Mare Verlag. Ich selbst bin ein Einzelkind und von daher interessieren mich immer Geschichten von Geschwistern. Ich finde es faszinierend wie Geschwister miteinander umgehen und wie ähnlich manche sich sein können. In die „Vier Schwestern“ allerdings sind diese vier doch sehr unterschiedlich und haben es schwer einen Zugang zu der jeweils anderen zu finden. Die Geschichte spielt in einem wunderschönen Ferienort in Italien und beschreibt, wie stark Familienbande einen einzelnen Menschen verändern können, obwohl man sich vielleicht wissentlich gar nicht so gut versteht. Joanna King hat einen sehr angenehmen Schreibstil und ihre Protagonisten sind auch allesamt sehr gut gelungen.

Die Vier Schwestern 

Die Erzählerin hat in diesem Buch keinen Namen, da sie immer aus der Ich-Perspektive erzählt und sie selbst nie mit Namen angesprochen wird. Ihre drei Schwestern Rose, Jess und Ngaio könnten nicht unterschiedlicher sein. Rose hat ihre ganz persönliche Geschichte zu tragen, eine die nicht alle Schwestern kennen. Zu Rose hat unsere Erzählerin den besten Draht, ich würde fast sagen, sie könnten Zwillinge sein. Jess ist die lauteste der vier Schwestern, sie hat zu allem eine Meinung und scheut nicht davor zurück diese auch jedem knallhart ins Gesicht zu sagen. Auf mich wirkte Jess unglaublich arrogant und unsympathisch. Ngaio hat eine zweideutige Persönlichkeit, wie ich finde, sie ist einfühlsamer als die laute Jess, aber sie kann auch ganz anders und verletztend sein. Und die Erzählerin selbst scheint mir eine loyale Gefährtin zu sein, die für ihre Schwestern alles tun würde, vorausgesetzt sie bekommt auch etwas zurück. Alle Vier verbindet ein Schicksalsschlag in der Familie, denn ihre Eltern haben sich vor Jahren getrennt und die Scheidung lief nicht ohne Probleme ab. Jede der vier Schwestern nimmt diese Vergangenheit anders war und hat diese auch ganz anders verarbeitet und genau da liegt der Knackpunkt ihrer Beziehungen zueinander und auch zu anderen Menschen.

In dem Buch die “ Vier Schwestern“ geht es um Familie, Beziehungen und die Angst zu sich selbst finden zu können. JoannaKing schafft trotz der vielen Probleme und Ereignisse in diesem Buch eine mediterrane Atmosphäre und durch ihre Beschreibungen kann man sich dieses nette italienische Dorf mit allen Bewohnern als Schauplatz sehr gut vorstellen.

Der Klappentext 

Nach langen Jahren der Trennung treffen sich vier Schwestern, um den Sommer gemeinsam in Italien zu verbringen. Doch als eine von Ihnen ohne Nachricht verschwindet, erhalten Wiedersehensfreude und Dolce Vita einen schweren Dämpfer. In der Stunden der Suche und des Wartens werden die anderen Geschwister unweigerlich auf sich selbst zurückgeworfen- und auf die eine entscheidende Frage: Wie gut kennen wir die, die uns scheinbar am nächsten sind? 

Mein Resume

Ich bin ein großer Fan vom Mare Verlag, denn ich habe bisher noch nicht einmal daneben gegriffen bei meiner Buchauswahl. Die Autoren in diesem Verlag verstehen es, Erzählungen einfach und klar, aber dennoch mit einer gewissen Intensität zu erzählen. Joanna King hat das in die “ Vier Schwestern“ auch super vereint. Auch das Cover von „VierSchwestern“ hat mir sehr gut gefallen und am Ende des Buches versteht man auch die Idee dahinter. Zusammenfassend kann ich eine Leseempfehlung aussprechen, denn ich mochte das Buch und die Protagonisten sehr.

Nachsommer von Johan Bargum

[ Werbung ] Ich komme momentan nicht umhin einige Bücher gleichzeitig zu lesen, da ich einfach so viele lesen möchte! Eines der „möchte ich lesen“ Bücher, war Nachsommer von Johan Bargum. Dieses großartige Buch habe ich aus dem MareVerlag bekommen und möchte es Euch heute gerne vorstellen.

Ich bin ein riesen Fan des MareVerlages, denn ich habe bisher immer mit meiner Auswahl voll ins Schwarze getroffen. Mich konnte bisher jedes Buch überzeugen, so auch Nachsommer von Johan Bargum.

Die finnischen Schären

Das Buch Nachsommer spielt im wunderschönen Finnland, in den sogenannten Schären. Ich habe ein wenig recherchiert und habe heraus gefunden, das das Schärenmeer ein Teil der Ostsee ist und zwischen dem finnischen Festland und der Inselgruppe Aland liegt. Dieses Gebiet des Meeres ist mit Schären und Klippen durchsetzt und trägt daher auch diesen Namen. Ich habe das natürlich gegoogelt und mich durch sämtliche Bilder gewühlt- wenn man diese Bilder mit dem gelesenen verbinden kann, dann erlebt man dieses Buch noch intensiver.

Der Klappentext

Ein Sommerhaus in den Schären: Zwei ungleiche Brüder treffen am Sterbebett der Mutter erstmals seit Jahren wieder aufeinander- und mit ihnen ihre Familien, alte Rivalitäten, die Hoffnungen, Fehler und Versäumnisse der Vergangenheit…

Es dauert nicht lange, bis der Frieden des Spätsommers, der über der Insel liegt, brüchig wird. Gerade noch rechtzeitig erkennt Olof, dass der Moment gekommen ist, um aus dem Schatten seines Bruders herauszutreten.

Zum Inhalt…

Olof ist der Protagonist in diesem Meisterwerk. Ich persönlich empfinde ihn als einen unglaublich lieben Kerl, der aber irgendwo vergessen hat anzuhalten und auch mal an sich selbst zu denken. Olof und sein Bruder leben ihre ganzes Leben lang in einer Art Rivalität und können auch im Alter nicht davon ablassen. Olof ist eigentlich der Ältere Bruder, doch augenscheinlich bekommt sein Bruder Carl doch mehr im Leben erreicht. Ein großes Geheimnis wird am Ende des Buches auch noch enthüllt, denn Olof und seine Schwägerin Klara haben auch noch ihre eigene Geschichte.

Für mich ist Nachsommer eine Geschichte aus dem wahren Leben. Es läuft nicht immer ganz rund und trotzdem bringt das Leben einem immer wieder neue Chance etwas besser zu machen. Das Zusammenspiel dieser tollen Kulisse in Finnland und dieser schönen Geschichte hat mich sehr inspiriert. Die Protagonisten haben alle ihre eigenen Schwierigkeiten und finden doch am Ende sehr gut zusammen.

Das Schlusswort

Vielen Dank an den Mare Verlag das ich dieses Buch lesen durfte. Mir hat es sehr gut gefallen und ich kann es jedem nur empfehlen. Realitätsnah und bewegend zugleich und das auch noch erzählt in einem kleinem Paradies. Absolute Leseempfehlung.

Zum Schluss noch ein tolles Gedicht aus dem Buch. ❤️