Die Bücherinsel von Janne Mommsen

Mein zweites Buch von Janne Mommsen, „Die Bücherinsel„. Ich hatte mich schon sehr darauf gefreut, weil ich das Buch „Die kleine Inselbuchhandlung“ schon so toll fand. Auch dazu hatte ich bereits einen Blog Beitrag veröffentlicht, diesen könnt ihr hier noch einmal nachlesen. Aber nun zu “ Die Bücherinsel„.

Zum Inhalt

Sandra Marien lebt in einem kleinen Haus am Strand und landet durch Zufall in einem Lesekreis in der örtlichen Inselbuchhandlung. Wir kennen Sandra bereits, denn sie war die Putzfrau von Greta in dem ersten Buch. Was wir bis dahin noch nicht auf dem Schirm hatten, Sandra war die, die nicht Lesen und Schreiben konnte. Im ersten Buch hatte die die Bibliothek von Greta nach Farben sortiert, weil sie die Titel nicht lesen konnte. Außer Greta weiß aber niemand in der kleinen Stadt von der kleinen Schwäche von Sandra. Im Lesekreis lernt Sandra Björn kennen und ist direkt bis über beide Ohren in ihn verliebt, doch Björn ist Grundschullehrer. Sandra hat Angst vor ihren Gefühlen, weil es ihr gerade vor einem Lehrer unangenehm ist, dass sie weder Lesen noch Schreiben kann. Kurzer Hand entscheidet sich Greta ihrer Freundin zu helfen.

“ Alles ist in Feststimmung, der Himmel, das Meer, die Häuser, das Gras auf den satten Marschweiden, die Gräben, sogar die Sümpfe. Der Wind spielt die Musik dazu, mal leicht, mal böig, manchmal nimmt er etwas goldfarbenen Sand auf, wirbelt ihn hoch in die Luft und lässt ihn dann ganz fein wieder herunterrieseln. Das schlanke Schilf in den Gräben raschelt dazu, es klingt wie Beifall, die ganze Welt ist Farbe und Musik.“

Die Bücherinsel

Sandra lebt bei einem bekannten Autor im Haus und landet dadurch auf einem Leseevent, was ihr noch mehr Kopfschmerzen bereitet. Sie versucht sich durch zu mogeln, mit auswendig gelernten Texten. Das großartige daran ist, dass sie selbst diese Texte geschrieben hat. Anfangs verkauft sie diese noch unter einem Decknamen, und alle glauben eine neue Autorin kennen zu lernen. Als sich am Ende heraus stellt, dass Sandra diese Texte selbst „geschrieben“ hat, sind alle begeistert und vor allem auch Björn. Zusammen ergeben seine Texte und die von Sandra einen Sinn und es wendet sich alles zum Guten. Das Leseevent wird zum Erfolg und Sandra und ihr Lesekreis werden überall bekannt und das kleine Städtchen am Meer finden wieder einmal einen großen Besucherandrang vor. Und natürlich gibt es auch in Sachen Liebe bei Sandra und Björn ein Happy End.

Mein persönliches Fazit

Ich mochte das zweite Buch von Janne Mommsen sehr, zumal diese zarte Geschichte von einem Mann geschrieben wurde. Ich hatte am Anfang, als ich beim ersten Buch den Namen des Autoren gelesen hatte gedacht, dass es sich um eine Frau handeln würde. Ich mochte Sandra als Protagonistin sehr, sie war super sympathisch beschrieben und man konnte gar nicht anders, als sie zu mögen. Ihr Kampf zwischen Angst und Motivation war wirklich schön zu verfolgen. Ich muss allerdings gestehen, dass ich das erste Buch ein wenig besser fand, aber beide in Kombination ergeben eine super Sommerlektüre. Ich würde empfehlen, diese beiden Romane mit in den Sommerurlaub zu nehmen – die perfekte Begleitung in meinen Augen. Danke an den Rowohlt Verlag für dieses tolle Exemplar, ich habe es sehr gerne gelesen.

Rezensionsexemplar / Rowohlt Verlag / Ausgabe 2019 / Broschiert / 16,00 € / 271 Seiten

Ein Leben lang lieben von Marissa Stapley

Der letzte Liebesroman ist nun schon eine Weile her. Ich muss für einen Liebesroman echt so richtig Lust haben. Ein Leben lang lieben von Marissa Stapley hat mich seit langem noch einmal angesprochen. Hin und wieder darf ein kitschiger Liebesroman einfach nich fehlen. Nachdem der Rowohlt Verlag mir dieses Buch empfohlen hatte, konnte ich nicht umhin doch noch einmal in das Genre Liebe abzudriften. Der Grund warum ich keine Liebesromane mag ist recht simpel, die meisten von Ihnen sind einfach unrealistisch und viel zu kitschig. Meistens haben sie nichts mit dem wahren Leben zu tun und diese ständigen Happy End’s sind irgendwann auch einfach anstrengend. Ich mag es, wenn die Personen in dem Buch erkennen, dass Liebe manchmal auch nicht alles ist.

Ein Leben lang lieben

In dem Buch von Marissa Stapley spielen zum Glück gleich mehrere Frauen die Hauptrollen. Helen und ihre Töchter wollen wie jedes Jahr ihren Sommer gemeinsam am See verbringen, doch als Fiona kurzfristig absagt, verläuft das geplante Wochenende anders als geplant. Alle vier Frauen befinden sich in einer gewissen Zwickmühle. Unglücklich mit ihren Beziehungen oder Ehen und auf der Suche nach sich selbst. Helen die Mutter hat es in Sachen Liebe nie einfach gehabt und genau deshalb lässt sie auch ganz schwer einen neuen Mann in ihr Leben – bei ihr siegt das Misstrauen. Fiona scheint eine perfekte Ehe zu führen, bis eines Tages der Anruf kommt, dass ihr Mann bereits ein uneheliches Kind haben soll. Liane lebt in einer Beziehung und steht eigentlich kurz vor ihrer Verlobung, als sie merkt, dass dieser Mann nicht der Richtige sein kann. Auch die vierte Tochter, Ilsa, ist verheiratet, hat Kinder, doch glücklich ist sie nicht. Die Künstlerin hat sich selbst verloren und ist auf der Suche nach einem Ausweg. Alle vier Frauen sind absolut unterschiedlich und doch haben sie eines gemeinsam – sie suchen Liebe und vor allem die Liebe zu sich selbst. Denn man muss sich erst selbst lieben können, bevor man Liebe geben kann.

Die Message von Liebe

In diesem Buch erkennt man, dass Liebe so viele verschiedene Fassetten haben kann. Es ist nie immer nur einfach und unbeschwert und gerade das Suchen nach Liebe ist unglaublich schwierig. Oftmals glauben wir, dass wir sie gefunden haben und dann stellen wir nach Jahren doch fest, dass es das alles nicht sein kann. Die Frau in diesem Buch, die mich am meisten beeindruckt hat, ist Ilsa. Sie lebt in einer Ehe mit zwei Kindern, in die sie doch irgendwie zufällig hinein geraten ist. Eigentlich liebte sie den besten Freund ihres Mannes, dieser jedoch war mit ihrer Schwester Fiona verheiratet. Mit der „zweiten Wahl“ ist sie nun verheiratet und absolut unglücklich. Das Paar hat sich nichts mehr zu sagen und Ilsa fühlt sich mehr und mehr verloren. Eigentlich ist sie Künstlerin, hat aber seit Jahren kein Bild mehr zu Stande gebracht, weil ihr die Inspiration fehlte. Sie begeht den Fehler und betrügt ihren Mann, doch am Ende ist es der erste Schritt in ein anderes Leben. Betrug ist in dem Fall die schlechteste Wahl gewesen, aber für Ilsa eine reine Befreiung. Das Paar trennt sich, die Kinder bekommen dennoch das beste von Beiden und Ilsa beginnt endlich wieder zu malen. Sie eröffnet ihre eigene Vernissage und hat sich endlich selbst wieder gefunden. Mich faszinieren solche Geschichten.

Marissa Stapley

Marissa Stapley kannte ich vorher noch nicht und kann daher keine Vergleich ziehen. Sie schreibt sehr einfach und verständlich. In meinen Augen mit dem gewissen Blick einer unabhängigen Frau. Man merkt in diesem Buch, dass es ihr darum geht, dass jede Frau sich selbst finden muss, bevor sie Liebe erfahren kann. Und das Liebe auf unterschiedliche Weise in dein Leben treten kann. Sie zeigt einem mit ihrem Buch, dass man zumindest niemals aufhören sollte daran zu glauben und das man manchmal auch etwas riskieren muss, um Liebe zu finden. Das Leben ist nunmal nicht Hollywood und es gibt auch für die Liebe nicht immer ein Happy End – aber für einen selbst wird es irgendwie immer ein Happy End geben. Von daher ist Ein Leben lang lieben ein schönes Buch für zwischendurch, wenn man mal Lust auf ein kleines bisschen Liebe hat.

In the end

Am Ende finden alle Frauen einen eigenen Weg und alle finden vor allem Liebe. Fiona lernt, dass sie nicht alles kontrollieren kann und das eine Stieftochter auch ganz nett sein kann. Liana verliebt sich neu und findet sich auch in der Rolle der Stiefmutter wieder – anfangs eine Herausforderung und zum Ende eine Bestimmung. Helen nimmt endlich ihren Mut zusammen und lernt wieder neu zu lieben und Ilsa bleibt meine persönliche Heldin in diesem Buch. Ich finde tatsächlich auch, dass Ilsa die Schlüsselfigur ist und der Anker all ihrer Schwestern. Eine wirklich schöne Geschichte über Liebe, Frauenpower und Schwesternzusammenhalt. Und zum Schluss bleibt noch zu sagen- ich liebe dieses Buchcover. 🙂

Rezensionsexemplar / Rowohlt Verlag / Broschierte Auflage / März 2019 / 398 Seiten / 16,00 €

Nachtflug von Sofie Cramer & Kati Naumann

„Manchmal braucht es einen Fremden, um sich selbst zu finden“

Eine Geschichte aus zwei Perspektiven – Nachflug von den Autorinnen Sofie Cramer & Kati Naumann ist der neuste Roman aus dem Rowohlt Verlag. Nachtflug ist eine süße Erzählung von zwei ganz unterschiedlichen Charakteren, welche sich auf einem Flug von Berlin nach New York begegnen. Beide erleben diesen Nachtflug ganz unterschiedlich und Sofie Cramer & Kati Naumann beschreiben die Gedanken der Beiden auf eine sehr humorvolle und liebevolle Art.

Der Klappentext

Für Jakob ist es ein Flug wie jeder andere. Für Ingrid der erste ihres Lebens. Die Mittfünfzigerin und der smarte Jurist sitzen zufällig nebeneinander auf dem Weg von Berlin nach New York. Zwischen den ungleichen Sitznachbarn entspinnt sich ein Gespräch über Sehnsüchte,  falsche Entscheidungen und das ganz große Glück. Denn Ingrid fliegt nach über drei Jahrzehnten endlich zur Liebe ihres Lebens. Jakob hingegen ist bereit, für seine Karriere alles zu opfern. Während die Maschine in Turbulenzen gerät, werden die Leben der beiden Weggefährten jedoch heftig durcheinandergewirbelt…

Jakob und Ingrid

Wie schon Eingangs erwähnt, sind diese beide absolut unterschiedlich. Jakob ist der Karrieremann, der über seinen Job hinaus seine Familie vergisst und sogar eine Affäre mit einer anderen Frau in New York betreibt. Das klassische Bild eines karrieregetriebenen Mannes mit Ego Problem. Ingrid hingegen ist die naive Mittfünfzigerin, die im Leben bisher nicht viel alleine gemeistert hat. Sie ist getrieben von einer Liebe, welche eigentlich niemals existiert hat. Auf dem Flug nach New York begeht sie beinahe den selben Fehler wie vor über drei Jahrzehnten.

Ich persönlich mochte beide Charaktere nicht besonders. Jakob konnte ich aber ein wenig mehr verstehen. Er sitzt im Flieger auf dem Weg zu einem Business Termin und wird von einer nervigen Frau mit Flugangst penetriert. Ingrid hingegen versucht durch pausenloses quatschen ihre Flugangst zu überwinden. Ich persönlich an Jakobs Stelle wäre unglaublich genervt gewesen, was seine Gedanken in dem Buch nun auch wieder spiegeln. Im Laufe der Geschichte finden die beiden allerdings einen Weg auf einander zu und können sich sogar gegenseitig helfen. Das was dem einem fehlt, kompensiert die andere wieder. Naivität und Egoismus finden hier zusammen.

Natürlich gibt es in gewisser Weise ein Happy End. Ingrid erkennt ihre Fehlentscheidungen aus der Vergangenheit und versteht wer wirklich ihre große Liebe ist und Jakob versteht was wirklich im Leben zählt. Beide können von der Begegnung auf dem Nachtflug nach New York eine positive Wendung für ihrer beider Leben mitnehmen.

Mein Fazit über Nachtflug

Nachflug von Sofie Cramer & Kati Naumann ist ein ganz nettes Buch für zwischendurch. Eine süße Geschichte mit einem Happy End – der Klassiker. Ich mochte wie gesagt beide Protagonisten nicht so richtig, da ich beide als Schwach bezeichnen würde. Gerade Frauen, welche sich Jahrzehnte nur von Männern abhängig machen liegen bei mir nicht besonders hoch im Kurs. Schön fand ich allerdings die Idee der beiden Perspektiven. Ich vermute beide Autorinnen haben die jeweils andere Perspektive geschrieben und das ist eine schöne Idee und bringt einen gewissen Lesefluss mit sich. Auch wenn es mir nicht zu einhundert Prozent zugesagt hat, würde ich es empfehlen. Für einen verregneten Sonntag im Herbst/Winter ist es perfekt, einfach zusammen mit einer schönen Tasse Tee genießen. Das Schöne ist, dass es einem leicht von der Hand geht, da es einen guten Schreibstil hat. Und ein Happy End für zwischendurch kann ja auch nicht schaden. Danke an den Rowohlt Verlag für das Exemplar.

Rezensionsexemplar/ Rowohlt Verlag/ Ausgabe Oktober 2018/ Taschenbuch/ Preis: 10,30€

Der vorletzte Samurai von Dennis Gastmann

„Der vorletzte Samurai“ ist eine Entdeckungsreise in ein fernes Land. Dennis Gastmann entführt uns in eine Welt voll von Gegensätzen. Japan ist ein Land, welches mich schon immer fasziniert hat. Eine Mischung aus Anime und Naturwunder treffen auf dieser Rieseninsel zusammen. Als ich das Buch durch Zufall in einer Bücherei am Duisburger Bahnhof entdeckt habe, da konnte ich nicht ahnen was mich erwartet. Kennt ihr das, wenn Euch ein Buch förmlich anspringt und ihr den Grund nicht wirklich versteht?! Bei „der vorletzte Samurai“ ging es mir genau so! Ich wusste bis dahin nicht, dass ich ein Buch über Japan lesen möchte. Dennoch habe ich es gekauft und möchte es nun heute endlich vorstellen.

Eine Reise nach Japan

Dennis Gastmann nimmt uns mit auf seine persönliche Hochzeitsreise quer durch Japan. Er und seine Frau Natsumi bereisen das Land, um ihre Familie und Wurzeln zu entdecken. Natsumi ist halb Japanerin und möchte ihrem Mann Dennis ihre Welt zeigen. Dennis Gastmann ist für mich der klassische Weltenbummler und seine Art zu erzählen zeigt mir, dass er bereits die halbe Welt gesehen haben muss. Er nimmt jede noch so kleine Kleinigkeit wahr und beschreibt sie mit einer enormen Detailtreue – einfach unglaublich. Ich konnte mir in jedem Satz exakt vorstellen, dass ich mit vor Ort bin und das Gelesene selbst mit erlebe. Es gibt selten Autoren, die dieses Wunder schaffen können.

Auf seiner Reise begegnen ihm nicht nur großartige Naturwunder, sondern auch ganz eigenartige Menschen. Der Japaner wird als eher scheu beschrieben und dennoch treffen wir hier auf ganz merkwürdige Charaktere. Jeder so authentisch beschrieben, dass man Lust auf dieses eigenartige Volk bekommt. Er beschreibt das Land in einem einzigen Gegensatz. Das laute Tokyo, was schrill und bunt ist und im Gegenzug dazu die ruhigen Landschaften mit ihren Naturgewalten. Mein Lieblingsort in diesem Buch ich Hokkaido, ich mag den Namen und ich habe vorher schon viel darüber gelesen. Auch hier in diesem Buch wird er als wunderschöner Ort beschrieben. Neben den schönen Orten greift er auch die Geschichte Japans auf und auch die Erinnerungen an einen verheerenden Tsunami vor nicht allzu langer Zeit. Er begreift die Gefühle des Landes in jeder Epoche und kann diese so perfekt nachvollziehen.

Lieblingsabschnitt aus dem Buch

Ich habe mir einen für mich besonderen Abschnitt heraus gesucht, wo die japanische Sprache heraus gearbeitet wurde. Ich liebe diese Stelle in diesem Buch:

…wenn sich Euphorie und sanfte Traurigkeit umarmen: mono no aware. Dinge, die das Herz zerreißen. Angesichts vollendeter Schönheit wird der Mensch seiner eigenen Vergänglichkeit gewahr….

Der Klappentext

Dennis Gastmann entdeckt Japan– vom Rausch der Metropole bis zu den „sieben Höllen“ von Beppu, von den Feuerbergen auf Kyushu bis zum „drittschönsten Lichtermeer der Welt“ auf Hokkaido. Eine eindringliche Reiseerzählung und das faszinierende Porträt eines Landes zwischen Anarchie und Ordnung, Besessenheit und Zen.

Meine Empfehlung

Ich habe durch dieses Buch Lust auf eine Reise nach Japan bekommen und kann es daher nur empfehlen. Dennis Gastmann erlebt in diesem Buch aber auch noch eine ganz andere Reise, nämlich die Reise zu sich selbst als Mann in einer Ehe. Er erkennt, dass er nach all dem Wanderdurst endlich angekommen ist. Ein tolles Buch!

Finde deinen Style!

( Werbung )Finde deinen Style! von Miyabi Kawai und Manuel Cortez – nicht nur ein Sachbuch, sondern ein Wegbegleiter. Ich habe für Euch dieses wunderbare Buch gelesen und möchte Euch heute ein wenig darüber berichten. Um es vorweg zu nehmen, ich bin ein Riesen Fan von Miyabi Kawai und Manuel Cortez und es war mir daher eine Freude, dieses Exemplar aus dem Rowohlt Verlag lesen zu dürfen. Die beiden dürften den Meisten aus der Vox Serie „Schrankalarm“ bekannt sein, denn auch da haben die beiden ihre Modetipps an uns weiter gegeben. Miya und Manu sind wirklich inspirierend für mich und vor allem deswegen, weil sie absolut authentisch sind! Wenn es um Mode geht, bedienen wir uns oft irgendwelchen Vorbildern und glauben wir könnten jedem Trend hinterher laufen, die meisten von uns zumindest, doch Miya und Manu schaffen eine noch einmal andere Sicht auf die Dinge. Es geht bei den beiden auch um die Mode als Solches, als eine Kunst, aber auch darum, sich selbst zu lieben und zu akzeptieren. Und genau diese Message ist es, welche mich zu mehr Mode motiviert und ich denke so geht es vielen Frauen in Deutschland, nachdem sie dieses Buch gelesen haben.

Der Klappentext

Schönheit ist keine Frage der Kleidergröße! Wie finde ich meinen eigenen Style? Zunächst einmal: Lerne, dich zu lieben! Beauty comes in all shapes and sizes. Höchste Zeit also, nicht nur deinen Kleiderschrank, sondern auch mit deinen Selbstzweifeln aufzuräumen. Miyabi Kawai und Manuel Cortez zeigen dir, wie du dich in deiner Kleidung wohlfühlst und einen Style entwickelst, der dir Selbstbewusstsein gibt. Dieser Stylingratgeber feiert die Frauen in all ihrer Vielfalt und sagt: Kleidung ist nicht zum Kaschieren da, Mode macht Spaß – und mit deinem eigenen Style strahlst du auch! 

Das Geheimnis des eigenen Styles

Ich muss gestehen, dass Buch nur zu lesen alleine wird nicht reichen. Sorry ihr Lieben, aber ihr werdet es wie eine persönliche Bibel nutzen müssen. Finde deinen Style! ist nicht nur ein Ratgeber, sondern ein Begleiter wie ich oben bereits geschrieben habe. Miya und Manu bringen uns in diesem Buch Schritt für Schritt näher, wie wir unseren Style finden können. Ein wirklich wichtiger Teil dabei ist es, sein eigenes Stylebook zu erschaffen. Jeder der die Serie „Schrankalarm“ gesehen hat, weiß genau wovon ich hier spreche. Das Sytlebook welches aus diesem Buch resultiert wird uns unser ganzes Leben lang begleitet und wird immer wieder neu wachsen und sich selbst neu erfinden. Neben den vielen Tricks und Ratschlägen, wollen die beiden uns zu uns selbst führen. Im Prinzip sollen wir durch dieses Buch unseren eigenen Weg finden. Miya und Manu können hier an der Stelle nur unterstützen und uns den richtigen Weg weisen, aber gehen müssen wir diesen Weg alleine. Ich habe mein Stylebook bereits begonnen und arbeite es gerade aus, vielleicht werde ich es Euch hier irgendwann auch einmal präsentieren können. Und das ist es auch schon, dass Geheimnis des eigenen Styles – findet es selbst heraus!

Zum Inhalt 

Das Buch ist in diverse Kapitel unterteilt, sodass man sich auch quer durch lesen könnte. Rein von der Sinnhaftigkeit beginnt man mit dem Ausmisten des Schrankes – Kapitel 1. In welcher Reihenfolge man danach vorgeht ist eigentlich nicht so wichtig. Generell hält jedes einzelne Kapitel jede Menge praktische Hinweise bereit und man kann sich so peu a peu sein eigenes Stylebook kreieren. Ich habe das Kapitel zum Thema Bodytypes geliebt! Ich war mir eigentlich sicher zu wissen, welchen Bodytype ich habe, aber ich wurde doch noch einmal überrascht. Gerade hier in diesem Kapitel lernt man viel über sich selbst und was einem am besten stehen könnte. Nehmt Euch die Zeit und arbeitet richtig mit diesem Buch, denn nur so, kann es Euch weiter helfen. Einer meiner Lieblingsstellen in diesem Buch ist übrigens die Geschichte von der Chanel Tasche 2.55 – ich liebe Taschen und diese kleine Randgeschichte zu ihrer Entstehung war einfach wunderbar.

Neben vielen Tipps und Tricks gibt es aber auch immer wieder nette Geschichten aus der Modewelt und richtig viele, schöne Zitate von Menschen aus der Mode. Man merkt in diesem Buch, dass man sich im Vorfeld viele Gedanken gemacht und das alles mit Liebe zusammen geschrieben wurde.

Mein Lieblingszitat aus dem Buch:

„Du bist nicht die Summe deiner vermeintlichen Makel, du bist ein Gesamtkunstwerk. Wie alle Frauen, schön in ihrer Vielfalt und mit all ihren Unterschieden.“ 

Mein Schlusswort

Wie ihr vielleicht gemerkt habt, gehe ich gar nicht so sehr auf inhaltliche Details ein, dass kann ich auch gar nicht. Denn ein jeder von Euch sollte es selbst nutzen und für sich die wertvollsten Inhalte finden. Jeder der sich von Miyabi Kawai und Manuel Cortez inspirieren lassen möchte, sollte dieses Buch lesen. Finde deinen Style! ist ehrlich und authentisch und mit so viel Herzblut geschrieben – einfach großartig. Ich kann gar nicht anders, als dafür zu schwärmen. Wer es außer mir noch gelesen hat, darf mir gerne einen Kommentar hinterlassen. Ich freue mich auf einen Austausch 🙂 Bis dahin Xoxo Sarah

Die kleine Inselbuchhandlung von Janne Mommsen

( Anzeige ) Eine idyllische kleine Insel und der ungeahnte Traum einer Veränderung treffen in „Die kleine Inselbuchhandlung“ von Janne Mommsen aufeinander. Greta die Protagonistin in diesem Buch ist Flugbegleiterin bei der Lufthansa und liebt ihren Job, doch plötzlich verändert ein kleiner Vorfall ihr ganzes Leben und Sie steht vor einer Entscheidung, mit der Sie nicht gerechnet hat. „Die kleine Inselbuchhandlung“ von Janne Mommsen ist ein bezauberndes maritimes Highlight, welches ich an einem wunderschönen, sonnigen Tag genießen durfte. Der süße Roman von Janne Mommsen stammt aus dem Rowohlt Verlag, danke an der Stelle für dieses tolle Exemplar.

Die Story

Flugbegleiterin Greta geht wie immer fleißig ihrem Job nach und begibt sich in einen Langstreckenflug von Frankfurt nach Shanghai, als es plötzlich passiert – sie bekommt Panik. Greta fragt sich, warum sie nach so vielen Jahren nun auf einmal solche Angstzustände bekommt… zu ihrem Unglück muss wegen ihr auch noch der Start der Maschine abgebrochen werden – die Blamage perfekt. Wir Menschen neigen dazu, in solchen Situation den Ausweg in einer Flucht zu suchen, so auch Greta, sie flüchtet auf eine kleine Insel weit weg von allem zu ihrer Tante Hille. Auf der Insel kommt sie zur Ruhe, trifft alte Bekannte und lernt die Beständigkeit dieser Idylle zu schätzen. Tante Hille wohnt direkt am Meer und hat noch dazu eine unglaublich tolle Auswahl an Büchern zu bieten. Eine alte Ladenboutique im Erdgeschoss des Hauses, welche vorerst ungenutzt war, dient als Lagerort für „tausende“ Bücher – eine Art Literaturhimmel für jeden Bücherwurm. Alleine bei dem Gedanken an diesen Ort, wurde mir ganz warm ums Herz. Doch Tante Hille möchte einige der Bücher auf einem Flohmarkt verkaufen, denn so langsam fehlen die Kapazitäten in diesem Raum. Greta beschließt kurzer Hand diesen Buchverkauf zu übernehmen, um so ihren Ängsten und Sorgen um das Fliegen aus dem Weg zu gehen. Sie muss feststellen, dass Sie durch die Liebe zur Literatur ein Händchen für den Verkauf von Büchern hat. Im Laufe der Geschichte stellt Greta sich die Frage, ob sie überhaupt nach Frankfurt zurück kehren soll…? Oder ob sie überhaupt noch Flugbegleiterin sein kann…? Was wäre, wenn sie eine kleine Inselbuchhandlung eröffnen würde…? Und nicht, das dass alle Probleme waren, mit denen Great sich herum schlagen muss, denn auch die Männerwelt hält sie ganz schön in Schach. Ich verrate an der Stelle nicht mehr, denn ein wenig Spannung sollte noch bleiben.

Der Klappentext

Greta Wohlert ist auf dem Weg zu einer kleinen Nordseeinsel, wo ihre Tante ein Haus am Strand hat. Die Stewardess hat sich ein paar Tage Auszeit vom stressigen Job genommen. Doch auf der Insel angekommen, muss sie erst einmal Tante Hille beim Entrümpeln ihres ehemaligen Ladens helfen. In den staubigen Regalen entdeckt Great unzählige Bücher. Fasziniert von dem Fund, veranstaltet sie einen Flohmarkt. Der Verkauf der Bücher macht Greta so viel Spaß, dass sie eine Idee hat: Wie wäre es, einfach hierzubleiben und eine Inselbuchhandlung zu eröffnen? Ermutigt wird sie dabei von Claus, dem attraktivem Pensionsbesitzer der Insel. Doch schon bald überschlagen sich die Ereignisse: Jemand möchte Greta von der Insel vertreiben, eine geheimnisvolle Liebeswidmung in einem alten Buch gibt ihr viele Rätsel auf. Und zu allem Überfluss steht eines Tages Gretas Daueraffäre aus Frankfurt vor der Tür….

Mein Schlusswort

Die kleine Inselbuchhandlung“ ist wirklich etwas besonderes, wenn auch hier und da ein wenig kitschig. Great ist eine tolle Protagonistin und der ein oder andere Charakter in diesem Buch ist wirklich sehr gelungen. Janne Mommsen versteht es, den Leser durch die tollen Charaktere abzuholen. Gerade für Buchhändler und Buchhändlerinnen finde ich dieses Buch sehr passend, denn es zeigt, wie groß die Liebe zur Literatur sein kann und wie wunderbar es ist, diese mit anderen Menschen zu teilen.

„Waldes Dunkel“ von Nicole Krauss

( Anzeige ) Ich starte in den April mit „Waldes Dunkel“ von Nicole Krauss aus dem Rowohlt Verlag. Ein Buch, was zugegeben nicht ganz einfach ist. Sowohl in Schrift als auch im Inhalt ist „Waldes Dunkel“ eine große Herausforderung für mich gewesen. Literarisch ein absolutes Meisterwerk, alleine schon durch die Beeinflussung von Franz Kafka in diesem Buch.

Der Inhalt

Ein reicher New Yorker Anwalt am Rande seiner Selbstaufgabe und eine Schriftstellerin mit einer Schreibblockade befinden sich sprichwörtlich im „WaldesDunkel„. Beide haben ihren rechten Weg verloren und versuchen auf einer Reise nach Tel Aviv zurück zu sich selbst zu finden. Der Anwalt Epstein und auch Nicole haben beide eine Verbindung zu Israel und dem Judentum, daher ist auch die Lebensgeschichte von Franz Kafka nicht weg zu denken in diesem Buch. Kafka ist das absolute Vorbild für Nicole und bei dem Angebot seine Geschichte zu vollenden, kommt Nicole nicht umhin sich in ein Abenteuer zu stürzen. Auch Epstein erlebt auf der Reise zu sich selbst wahre Wunder. „Waldes Dunkel“ ist für mich eher surreal als wahrhaftig und vieles bleibt eindeutig im Dunkel verschollen.

Der Klappentext

Ein vom Leben enttäuschter reicher New Yorker Anwalt und eine Schriftstellerin mit Eheproblemen machen sich auf die Suche nach dem Unbekannten in sich selbst und finden in der Wüste Israels überraschende Wege, über sich, ihre Träume und die Welt hinaus ins Unendliche zu schauen.

„Waldes Dunkel“

Der Titel kam mir von Anfang an sehr bekannt vor und am Ende des Buches wurde mir auch bewusst, woher ich es kannte. „Waldes Dunkel“ ist von Dante inspiriert. Und sein Poesie dazu lautet wie folgt:

Ich fand auf unseres Lebensweges Mitte in eines Waldes Dunkel mich verschlagen, weil sich vom rechten Pfad verirrt die Schritte.

Treffender konnte der Titel des Buches nicht ausgewählt werden.

Mein Fazit

Ich bin mir auch am Ende des Buches nicht sicher, ob ich es mag oder nicht. Ich finde aber tatsächlich Nicole Krauss unglaublich talentiert und ich liebe die Verbindung zu Kafka in diesem Werk. Wer sich heran traut, braucht Durchhaltevermögen! Aber, wer mit schwerer Literatur und jede Menge surrealer Tiefe umgehen kann, der wird es lieben.

( Werbung )Vielen Dank an den RowohltVerlag für dieses tolle Buch!