Yaa Gyasi – Heimkehren

[ Werbung ] Ich habe gestern dieses großartige Buch beendet! Heimkehren von Yaa Gyasi ist mitreißend und spannend, aber auch tief traurig und bewegend. Dieses Buch musste ich mehrfach an die Seite legen, um das Gelesene zu verarbeiten. In den letzten Monaten habe ich einige Bücher gelesen, welche sich mit der Thematik des schwarz/weiß Rassismus beschäftigen, aber dieses hier hat mich noch einmal mehr bewegt. Yaa Gyasi ist in meinen Augen eine unfassbar talentierte Autorin.

Der Klappentext

Der Kampf zweier Familien um Heimat und Identität – Obwohl Effia und Esi Schwestern sind, lernen sie sich nie kennen, denn ihre Lebenswege verlaufen von Anfang an getrennt. Im Ghana des 18. Jahrhunderts heiratet Effia einen Engländer, der im Sklavenhandel zu Reichtum und Macht gelangt. Esi dagegen wird als Sklavin nach Amerika verkauft.Mit einer enormen erzählerischen Kraft zeichnet Yaa Gyasi die Wege der Frauen und ihrer Nachkommen über Generationen bis in die Gegenwart hinein. Heimkehren ist ein bewegendes Stück Literatur von beeindruckender politischer Aktualität.

Der Inhalt

Yaa Gyasi beginnt die Geschichte mit Effia und Esi, aber bereits im nächsten Kapitel wird ein neuer Nachkomme die Geschichte übernehmen. So folgen immer weitere Nachkommen, bis hin in die heutige Zeit. Beide Familien haben somit ihre eigenen Geschichten, welche aber ganz eng miteinander verbunden sind. Das Buch Heimkehren hat so viel Kraft und es reißt einen einfach mit. Mir persönlich war zwar bewusst, was ungefähr im 18. Jahrhundert im Sklavenhandel passiert ist, doch durch dieses Buch wird es einem noch einmal schmerzlich klar.

Ein Gedicht das bewegt

Brecht die Festung auf, findet mich, findet dich. Wir, beide, fühlten Sand, Wind, Luft.

Eine spürte die Peitsche, Gepeitscht. Dann verschifft.

Wir, beide, schwarz. Ich, du. Eine erwachsen aus Kakaoerde, geboren aus einer Schote, die Haut unverletzt, noch blutend. Wir, beide, waten hinaus.

Das Wasser scheint verschieden, ist doch dasselbe. Unseres. Schwesternhaut. Wer konnte es wissen? Ich nicht. Du nicht.

( Dieses Gedicht wird ziemlich am Ende des Buches vorgetragen und es beschreibt die beiden Wege der Familie treffend. Ein großartiges Gedicht, wie ich finde. )

Mein Fazit

Ein Buch, was mit Sicherheit nichts für jedermann ist. Nicht jeder von uns kann mit einer solchen Härte umgehen. Heimkehren ist ehrlich und aufrichtig und beschreibt jede auch noch so schlimme Situation absolut klar und unverschönt. Wie gesagt, ich musste es mehrfach aus der Hand legen, weil meine Gefühle mich überwältigt haben. Wer sich heran traut, den erwartet ein großartiges Meisterwerk.

Ich habe übrigens am Ende des Buches auch das Design des Covers von Dumont verstanden. Und auch diese ist im Zusammenhang natürlich großartig!

Danke an den Dumont Buchverlag für dieses tolle Leseexemplar. Es war mir eine große Freude, dieses Buch lesen zu dürfen.

Lesemonat Februar 2018

Nun ist der Februar auch schon wieder rum und ich habe natürlich einen Lesemonat für Euch im Gepäck. Ich muss zugeben, dass es ein sehr schwacher Monat war, denn ich habe nur drei Bücher geschafft. Ich gelobe Besserung! 😊

1. Ratschläge des Herzens vom Dalai Lama ( Werbung )

Oh ich liebe dieses kleine Buch voll mit herzlichen Ratschlägen des Dalai Lama. Ich habe dieses tolle Exemplar von Diogenes Verlag als Rezensionsexemplar bekommen und habe mich wirklich unglaublich darüber gefreut.

Klappentext:

In Tibet werden die Worte großer Meister oft in Büchern gesammelt, die den Titel “ Ratschläge des Herzens“ tragen. Diese Tradition will der Dalai Lama hier aufgreifen. Was dabei herauskommt, was sich so verständlich und schlicht anhört, ist nichts weniger als die Summe seiner Gedanken- Gedanken, die jeden von uns auf seinem Weg begleiten können, egal, woher wir kommen und was wir glauben.

Und genauso, wie es im Klappentext beschrieben wird, genau so ist auch dieses Buch. Egal wie alt man ist, egal ob Single oder verheiratet, egal ob gesund oder krank, arm oder reich… egal welcher Glaube, in diesem Buch findet ein jeder seinen ganz persönlichen Ratschlag. Der Dalai Lama bedient sich einer ganz simplen Sprache und schmückt seine Worte nicht einmal aus. Er sagt einfach ganz klar, was er betreffenden Personen raten möchte. So zum Beispiel rät er einem Kranken, den Glauben nicht aufzugeben. Den Glauben an eine Genesung oder eine Verbesserung. Oder er beschreibt das man keine Angst vor dem Tod haben sollte, sondern ihn als einen krönenden Abschluss wahrnehmen müsse.

Ein wunderbares Buch!

2. Wenn Prinzen fallen von Robert Goolrick ( Werbung )

Dieses Buch habe ich aus dem Bloggerportal von Randomhouse bekommen. Geschichten aus New York der 80er Jahre haben mich schon immer interessiert. Die 80er in New York galten als das glitzernde Jahrhundert. In dieser Zeit herrschte Reichtum und die homosexuelle Szene gewann in dieser Zeit an Größe. Junge Menschen waren getrieben durch Lust und Geld. Waghalsig durchstreiften sie diese großartige Stadt- so auch Ronney. Der Protagonist des Buches durchlebte diese Zeit und lerne auch die dunkle Seite des Erfolgs kennen. Ein Buch über Aufstieg und Abstieg zu gleich.

Klappentext:

Rooney wollte eigentlich Künstler werden. Doch stattdessen ergattert er einen Job als Trader bei der Wall Street Firma und wird erfolgreich, geradezu absurd erfolgreich. Nichts scheint unmöglich für ihn und die anderen „Prinzen“ von Manhattan. Doch wer hoch fliegt, stürzt umso tiefer.

Robert Goolrick beschreibt eine schillernde Zeit mit aller Ehrlichkeit. Dieses Buch ist klar und absolut offen geschrieben. Ein jeder der diese Zeit in Manhattan erlebt hat, würde sich darin wieder finden. Goolrick umschreibt die Dinge nicht, sondern er bringt sie auf den Punkt. Ich bin von seinem literarischen Talent überzeugt und war begeistert von dem Buch.

3. Über den wilden Fluss von Philip Pullman

Die Vorgeschichte zum Weltbestseller “ Der goldene Kompass“. Ein Must Read, wenn ihr mich fragt! “ Der goldene Kompass“ war schon ein wahnsinniges Meisterwerk in Buch und Film, da kam ich nicht umhin, auch die Vorgeschichte “ Über den wilden Fluss“ zu lesen.

Klappentext:

Der 11-jährige Malcolm lebt mit seinen Eltern und seinem Daemon Asta in Oxford und geht in dem Kloster auf der anderen Seite der Themse aus und ein. Als die Nonnen ein Baby aufnehmen, von dem keiner wissen darf, ist es mit der Ruhe in dem alten Gemäuer vorbei. Auch Malcolm schließt das kleine Wesen, das in großer Gefahr zu sein scheint, sofort in sein Herz und setzt alles daran, es zu schützen. Es heißt: Lyra Belacqua.

Ich habe es verschlungen! Und erst am Ende wurde mir klar, dass es noch eine Fortsetzung geben wird! Ganz klar- die muss ich unbedingt lesen! 😊Die Geschichte rund um Malcolm und Lyra ist wirklich super spannend. Ich würde sagen, dass man den goldenen Kompass kenne sollte, um dieses Buch lesen zu können. Warum genau ein jeder Mensch einen Daemon hat und was diese zu bedeuten haben und so weiter wird hier nicht noch einmal genau erklärt. Die Beziehung zwischen Mensch und Daemon wird aufgegriffen, aber ich denke wenn man “ Der goldene Kompass“ kennt, dann findet man auch schnell in dieses Buch. „Über den wilden Fluss“ kann ich absolut empfehlen. Alle Fans von Fantasie und spannenden Geschichten kommen hier auf ihre Kosten. Ich freue mich jetzt schon auf den zweiten Teil, denn ich vermute das dieser Teil dann noch spannender sein wird.

So, das war auch schon mein LesemonatFebruar 2018. Ich hoffe ich konnte Euch wieder zu einem neuen Buch inspirieren. Vielen Dank für die Unterstützung der genannten Verleger.

Lesemonat Januar 2018

Ein neues Jahr und ein neuer Lesemonat – ach nein wartet, mein erster Lesemonat! Ich habe bisher noch nie einen Lesemonat veröffentlicht und möchte daher in diesem Jahr damit beginnen. Bisher habe ich immer nur Rezensionen geschrieben, aber dadurch das sich die Bücher immer mehr „häufen“ fasse ich einige nun für Euch zusammen. Das ein oder andere Buch werde ich aber trotzdem auch noch einmal einzeln vorstellen, weil es mich besonders berührt hat.

Der Januar

Im Januar hab ich fünf Bücher beenden können. Ich persönlich finde das einen guten Schnitt, denn ich habe bereits immer Januar auch schon ein sechstes Buch gestartet. Ich lese meistens mehrere Exemplare gleichzeitig, da ich meistens immer zu aufgeregt bin und nicht warten kann. Ihr kennt das? Man kommt in einen Buchladen und entdeckt direkt mehrere Exemplare und kann sich dann zu Hause nicht entscheiden, mit welchem man beginnen möchte. Nun, so geht es mir immer und daher komme ich meistens nicht umhin auch mehrere paralell zu lesen. Also präsentiere ich euch nun meine fünf Bücher aus dem Lesemonat Januar.

1.  Elsa ungeheuer von Astrid Rosenfeld

Über dieses wundervolle Buch brauche ich eigentlich nichts mehr sagen, denn ich habe es hier auf meinem Blog bereits vorgestellt. ( Link hier ) Elsa ungeheuer fand ich ein ganz besonderes Buch, welches mich stark berührt hat. Ich liebe Geschichten die aus dem Leben heraus geschrieben sind. Die Protagonistin Elsa ist super beschrieben und auch wenn sie einen zwielichtigen Charakter hat, ist sie einem doch auch sehr sympathisch. Ein Buch, wo das Ende am Anfang noch nicht klar ist und wo bis zum Ende hin alle Spannung erhalten bleibt. Tolle Buch und auch Astrid Rosenfeld ist eine klasse Autorin.

2. Elefant von Martin Suter (Werbung)

Ein weiteres Buch aus dem Diogenes Verlag, was ich einfach unfassbar gut fand. Elefant von Martin Suter ist natürlich weniger real als fiktiv und trotzdem könnte es auch einfach ein Blick in die Zukunft sein. Ich meine warum sollte es kleine rosa Elefanten nicht auch irgendwann einmal geben?!? Martin Suter hat einen sehr klaren und einfachen Schreibstil und nimmt einen mit auf eine ganz besondere Reise. Die Geschichte um den kleinen rosa Elefant herum ist auf der einen Seite sehr süß, aber sie bringt dich auch zum nachdenken. Denn, der medizinische Hintergrund zu diesem Thema und das Handeln der Protagonisten ist gar nicht so unreal wie man vielleicht glauben mag. Ich habe dieses Buch innerhalb von wenigen Stunden quasi „gefressen“ und kann es jedem nur wärmstens empfehlen.

3. Aschenkindel von Halo Summer

Aschenkindel ist eine Märchen Adaption von Cinderella, nur das diese Geschichte hier in der heutigen Zeit spielt und sehr modern geschrieben ist. Mich konnte diese Geschichte leider gar nicht überzeugen. Mir war die ganze Story einfach zu platt und die Protagonisten auch reichlich unspektakulär. Vielleicht bediene ich aber auch einfach das falsche Alter für dieses Buch. Gut gefallen hat mir das Cover von dem Buch, dass ist wirklich super schön geworden.

4. Die Seefahrerin von Catherine Poulain (Werbung)

Hmm…bei diesem Buch bin ich mir sowas von unsicher, ob ich es nun mag oder nicht. Zu aller erst einmal finde ich es toll, dass es eine wahre Geschichte ist. Die Protagonistin Lili ist als einzige Frau rund um Alaska auf einem Fischfangboot unterwegs. Sie hatte die Nase voll von dem Leben in der Stadt und wollte reisen und dabei etwas ganz außergewöhnliches erleben. Mich hatte der Klappentext sofort angesprochen und habe mich daher riesig über dieses Buch gefreut. Ich muss aber leider sagen, das ich es ein wenig zäh fand. Die Geschichte ist unglaublich spannend und Lili als Protagonistin ist sehr gelungen, vor allem weil sie wirklich beeindruckendes leistet, aber die Erzählungen sind mir persönlich teilweise zu langatmig. Ich habe es trotzdem beendet und bin auch begeistert von den Erlebnissen dieser mutigen Frau. Wer es lesen möchte, sollte nebenbei einfach auch noch ein anderes Buch lesen und immer mal wieder tauschen. Lesenswert ist es in jedem Fall.

5. Die Ermordung des Commendatore Teil 1 von Haruki Murakami

Weltklasse! Ich komme nicht umhin, dieses Buch in den Himmel zu loben! Ich bin sowieso ein Riesen Murakami Fan und auch das neue Buch von ihm hat mich richtig abgeholt. Ich liebe einfach diese surrealen Geschichten von ihm und seine Protagonisten sind auch immer wieder klasse beschrieben. Ich möchte an dieser Stelle gar nicht so viel über das Buch selbst verraten, denn ich werde dazu auf jeden Fall noch eine Rezension auf meinem Blog schreiben, denn dieses Buch hat eine eigene Bühne eindeutig verdient! Was ich aber unbedingt erwähnen muss, ist, dass ich das Cover und den Schutzumschlag vom Dumont Buchverlag auch grandios finde. Das Buch ist unglaublich schön geworden. Ich bin ganz gespannt, wie diese Geschichte im April weiter geht.

Nun, somit war das auch schon mein Lesemonat Januar. Ich hoffe ich konnte Euch zu dem ein oder anderen Buch inspirieren. Vielleicht habt ihr ja auch bereits eines oder mehrerer davon gelesen und möchtet mir noch einen Kommentar dazu da lassen. Ich würde mich sehr freuen.

Bis dahin, Xoxo Sarah

„Elsa ungeheuer“ von Astrid Rosenfeld

Elsa ungeheuer“ von Astrid Rosenfeld ist mein erstes Buch für 2018. Ich bin ein Riesen Fan vom Diogenes Verlag und konnte daher auch bei diesem Buch nicht widerstehen. Ich habe bisher noch keinen Autoren aus diesem Verlag nicht gemocht.

Zum Buch Inhalt

In dem Buch „Elsa ungeheuer“ geht es um zwei Brüder die in Kindertagen schon einiges miterleben müssen. Viele Schicksalsschläge stellen die Beiden auf neue Herausforderungen und dann taucht auch noch Elsa auf. Elsa ist die Schlüsselfigur in diesem Buch, um die sich am Ende doch alles dreht. Im Mittelteil denkt man, dass Elsa gar keine Rolle mehr spielt, doch diese Protagonistin ist im wesentlichen für die Zukunft der beiden Brüder Lorenz und Karl verantwortlich. Karl ist unbeschreiblich in Elsa verliebt und ahnt nicht, was die Zukunft für ihn und Elsa bereit hält.

Elsa ungeheuer „geht eindeutig nicht so aus, wie ich es erwartet hätte! Aber genau das ist auch das besondere daran. Ich mag keine Geschichten, bei denen ich am Anfang schon das Ende kenne oder es mir zumindest ausmalen kann. Ich liebe es, wenn die Autoren mich überraschen.

Aufgeteilt ist das Buch in zwei Hälften. Die Wölfe und die Hunde – warum das so ist? Nun ja, dass müsst ihr selbst in dem Buch heraus finden. Ich für meinen Teil finde die Beschreibung der beiden Teile absolut treffend.

Der Klappentext

Elsa ist starrköpfig, widerspenstig, verletzlich und manchmal schlicht und einfach ein Biest. Für den Künstler Lorenz Bauer und seinen Bruder Karl ist ihr Name gleichbedeutend mit Schicksal. Doch was ist am Ende stärker – Ruhm? Rausch? Rache? Oder die Liebe?

Die AutorinAstrid Rosenfeld erzählt diese Geschichte ohne jegliche Art von Zurückhaltung. Schonungslos und unverblümt- und gerade das mag ich sehr. Wenn die Autorin es schafft, dass man genau fühlt was die Protagonisten fühlen, dann hat sie alles richtig gemacht.

Mein Fazit

Ein tolles Buch, eine super Autorin und eine Geschichte wie man sie nicht erwarten würde. „Elsa ungeheuer “ ist ein guter Start in das Lesejahr 2018.