Ein Baum wächst in Brooklyn von Betty Smith

Ein Baum wächst in Brooklyn von Betty Smith, ein Buch, dass schon ein wenig länger in meinem Bücherregal stand und nun endlich den Weg auf meinen Nachttisch gefunden hat. Ich hatte vorher schon so viele positive Kritiken gelesen, sodass ich nun nicht umhin kam, mir dieses tolle Buch nun endlich vor zu nehmen. Betty Smith wurde 1896 in Brooklyn geboren und ihr Roman “ Ein Baum wächst in Brooklyn“ ist bereits 1943 ein Riesen Erfolg gewesen. Sie war sogar 1944 für den Pulitzerpreis nominiert und dieser Erfolg hält bis heute an. Mich ziehen Bücher die im alten New York oder wie hier Brooklyn spielen magisch an, denn es ist einer meiner Lieblingsorte auf dieser Erde. Also war es unumgänglich, dass ich dieses Buch lesen musste.

Francie Nolan aus Williamsburg

Die Geschichte spielt Anfang des 19’ten Jahrhunderts in Williamsburg Brooklyn. Heute eines der In-Viertel schlecht hin am East River gelegen, war damals noch eines der ärmsten Bezirke von New York. Dort wächst die kleine Francie Nolan mit ihren Eltern und ihrem kleinen Bruder auf. Schon zu Beginn des Buches spürt man, dass die kleine Francie ein ganz besonderes Mädchen ist und das sie eines Tages ihre Träume erreichen wird. Francie ist aufgeweckt, liebenswürdig und unglaublich klug. Ihre Mutter wird mit Anfang zwanzig bereits schwanger und ist mit Anfang dreißig Mutter zweier Kinder, arbeitet von morgens bis abends und wirkt eher unglücklich mit ihrer eigenen Situation. Die Familie lebt in ärmlichsten Verhältnissen und hat selten Geld für Lebensmittel oder gar anderer Dinge, die es zum Leben braucht. Francie und ihr Bruder müssen früh lernen, was es heißt, sich seinen Lohn hart zu verdienen.

Eine große Botschaft

Ein Baum wächst in Brooklyn erzählt aus einer Zeit, in der es viele Immigranten in den Vereinigten Staaten von Amerika gab. Viele Juden, Iren und Italiener sind zu dieser Zeit über den großen Fluss gekommen und haben geglaubt eine neue Welt entdecken zu können. Auch Francie’s Familie stammt ursprünglich aus Irland. Gefunden haben die meisten aber nur die Armut und das Leid einer noch jungen Generation von Weltenbummlern. Mit dem Start des Ersten Weltkrieges wurde dieses Leid nur noch größer und die Familien nur noch ärmer. Dennoch hat dieses Buch eine unglaublich positive Botschaft: man kann alles schaffen und vieles bewegen, wenn man nur daran glaubt. Francie unsere Protagonistin ist der beste Beweis dafür. Sie hört niemals auf daran zu glauben, dass sie es einiges Tages schaffen wird einen Highschool Abschluss zu machen und auf’s College zu gehen, weil sie Autorin werden möchte. Sie glaubt und sie kämpft sich durch, für mich ein großartiger Charakter den Betty Smith dort geschaffen hat.

( Zitat von Walt Whitman )

Ein Baum wächst in Brooklyn

Nun, was hat es mit dem Baum wohl auf sich? Ich denke, der Baum steht für Beständigkeit und für Heimat. Trotz all den Schwierigkeiten und trotz all der Armut, Francie weiß wo sie hin gehört und sie liebt ihr Brooklyn. Der Roman “ Ein Baum wächst in Brooklyn“ vermittelt uns ganz klassische Werte, so wie z.B.: Liebe, Familie, Zusammenhalt, Glauben, Nächstenliebe und vor allem Freude am Leben. Francie entdeckt eines Tages im Innenhof ihres Hauses einen Baum, dieser wächst und gedeiht, bis er eines Tages gefällt wird. Und nach einigen Jahren fängt er wieder an zu wachsen- er ist wie Francie selbst, er kämpft sich durch, um zu wahrer Größe zu gelangen.

Mein Fazit

Ein Baum wächst in Brooklyn von Betty Smith darf in keinem Bücherregal fehlen! Eine so starke Message verpackt in großartiger Literatur – mein absoluter #buchtipp

Lieblingssatz aus dem Buch:

Es musste ja dunkle und trübe Gewässer geben, damit die Sonne einen Hintergrund für ihre strahlende Herrlichkeit hatte.

Der vorletzte Samurai von Dennis Gastmann

„Der vorletzte Samurai“ ist eine Entdeckungsreise in ein fernes Land. Dennis Gastmann entführt uns in eine Welt voll von Gegensätzen. Japan ist ein Land, welches mich schon immer fasziniert hat. Eine Mischung aus Anime und Naturwunder treffen auf dieser Rieseninsel zusammen. Als ich das Buch durch Zufall in einer Bücherei am Duisburger Bahnhof entdeckt habe, da konnte ich nicht ahnen was mich erwartet. Kennt ihr das, wenn Euch ein Buch förmlich anspringt und ihr den Grund nicht wirklich versteht?! Bei „der vorletzte Samurai“ ging es mir genau so! Ich wusste bis dahin nicht, dass ich ein Buch über Japan lesen möchte. Dennoch habe ich es gekauft und möchte es nun heute endlich vorstellen.

Eine Reise nach Japan

Dennis Gastmann nimmt uns mit auf seine persönliche Hochzeitsreise quer durch Japan. Er und seine Frau Natsumi bereisen das Land, um ihre Familie und Wurzeln zu entdecken. Natsumi ist halb Japanerin und möchte ihrem Mann Dennis ihre Welt zeigen. Dennis Gastmann ist für mich der klassische Weltenbummler und seine Art zu erzählen zeigt mir, dass er bereits die halbe Welt gesehen haben muss. Er nimmt jede noch so kleine Kleinigkeit wahr und beschreibt sie mit einer enormen Detailtreue – einfach unglaublich. Ich konnte mir in jedem Satz exakt vorstellen, dass ich mit vor Ort bin und das Gelesene selbst mit erlebe. Es gibt selten Autoren, die dieses Wunder schaffen können.

Auf seiner Reise begegnen ihm nicht nur großartige Naturwunder, sondern auch ganz eigenartige Menschen. Der Japaner wird als eher scheu beschrieben und dennoch treffen wir hier auf ganz merkwürdige Charaktere. Jeder so authentisch beschrieben, dass man Lust auf dieses eigenartige Volk bekommt. Er beschreibt das Land in einem einzigen Gegensatz. Das laute Tokyo, was schrill und bunt ist und im Gegenzug dazu die ruhigen Landschaften mit ihren Naturgewalten. Mein Lieblingsort in diesem Buch ich Hokkaido, ich mag den Namen und ich habe vorher schon viel darüber gelesen. Auch hier in diesem Buch wird er als wunderschöner Ort beschrieben. Neben den schönen Orten greift er auch die Geschichte Japans auf und auch die Erinnerungen an einen verheerenden Tsunami vor nicht allzu langer Zeit. Er begreift die Gefühle des Landes in jeder Epoche und kann diese so perfekt nachvollziehen.

Lieblingsabschnitt aus dem Buch

Ich habe mir einen für mich besonderen Abschnitt heraus gesucht, wo die japanische Sprache heraus gearbeitet wurde. Ich liebe diese Stelle in diesem Buch:

…wenn sich Euphorie und sanfte Traurigkeit umarmen: mono no aware. Dinge, die das Herz zerreißen. Angesichts vollendeter Schönheit wird der Mensch seiner eigenen Vergänglichkeit gewahr….

Der Klappentext

Dennis Gastmann entdeckt Japan– vom Rausch der Metropole bis zu den „sieben Höllen“ von Beppu, von den Feuerbergen auf Kyushu bis zum „drittschönsten Lichtermeer der Welt“ auf Hokkaido. Eine eindringliche Reiseerzählung und das faszinierende Porträt eines Landes zwischen Anarchie und Ordnung, Besessenheit und Zen.

Meine Empfehlung

Ich habe durch dieses Buch Lust auf eine Reise nach Japan bekommen und kann es daher nur empfehlen. Dennis Gastmann erlebt in diesem Buch aber auch noch eine ganz andere Reise, nämlich die Reise zu sich selbst als Mann in einer Ehe. Er erkennt, dass er nach all dem Wanderdurst endlich angekommen ist. Ein tolles Buch!

Bauch über Kopf von Stefanie Wilhelm

[Werbung, da Leseexemplar] „Bauch über Kopf“ habe ich Euch bereits letzten Sonntag versprochen und nun ist es endlich so weit. Das Sachbuch von Stefanie Wilhelm hat es mir wirklich angetan und die Tatsache das es um unseren Darm geht, hat mich nicht wirklich abgeschreckt. Mittlerweile verstehe ich sogar, was dieses Organ so unglaublich wichtig für uns macht. Glück/ Liebe geht bekanntlich durch den Magen und „Bauch über Kopf“ ist da die perfekte Titelwahl in meinen Augen.

Die Autorin

Stefanie Wilhelm wirkt in diesem Buch unglaublich sympathisch, wie eine gute Freundin die ihr Wissen mit dir teilt. Sie selbst ist mittlerweile als Bloggerin bekannt und hat mit diesem Sachbuch einen Durchbruch geschafft. Stefanie litt an einigen Lebensmittelunverträglichkeiten und leidet noch bis heute an manchen und kam daher auf den Gedanken, sich noch intensiver mit der eigenen Ernährung und vor allem dem Darm zu befassen. Dadurch das dieses Buch mit ihren eigenen Erfahrungen geprägt ist, macht es das so unglaublich authentisch.

Der Inhalt

Bauch über Kopf“ ist der perfekte Begleiter, um seine Ernährung ganzheitlich umzustellen. Neben tollen Tipps zu bestimmten Lebensmitteln und auch sehr fundierten medizinischen Facts, hat Stefanie auch noch ein paar Rezepte für uns. Sie erklärt auf den ersten Seiten, was überhaupt dieser Darm ist und was er alles kann. Sämtliche medizinischen Fakten sind bis ins Detail, oder besser gesagt, bis in die letzte Darmfalte recherchiert. Stefanie Wilhelm gibt uns alle wichtigen Info’s zu Vitaminen, Ballaststoffen und Nebenwirkungen die wir brauchen. „Bauch über Kopf“ ist kein Buch zum einmal lesen, sondern ein Helfer, welchen wir immer wieder zur Hand nehmen können.

Meine Lieblingstipps

Ich habe eigentlich alle Tipps gemocht und habe auch einiges mit in meinen Alltag genommen. Gerade die Erklärungen zu den einzelnen Lebensmitteln und wie sie wirken, fand ich unfassbar spannend. Eine Routine, welche ich behalten habe, ist es , jeden morgen ein Glas lauwarmes Wasser mit Zitrone zu trinken. Diesen Tipp und viele mehr begleiten mich nun jeden Tag.

Glücklich sein ist die Message

Stefanie Wilhelm vermittelt uns in dem Buch “ Bauch über Kopf“ , dass ein gesunder Darm essenziell wichtig ist, um wahrhaft glücklich zu sein. Eigentlich erklärt sich das von selbst, gesunde Ernährung und ein ruhiger Darmtrakt, ergo man fühlt sich wohl und ist glücklich. Klingt simpel, ist es am Ende auch.

Mein Fazit

Ich liebe dieses Buch! Ich kann es jedem, der sich für Ernährung und Gesundheit interessiert wärmstens empfehlen. Danke an das Random House Bloggerportal, dass ich dieses Buch lesen durfte. Also ihr Lieben- Buch lesen und glücklich werden!

Das Atelier in Paris von Guillaume Musso

Endlich ist meine Rezension zu „Das Atelier von Paris“ von Guillaume Musso dran! Ich hatte es ja bereits vor einiger Zeit versprochen, es aber zeitlich gar nicht geschafft. Nun ist es aber soweit und ich kann Euch ein weiteres Highlight meiner Bibliothek vorstellen. Guillaume Musso gehört zu meinen absoluten Lieblingsautoren aus dem Roman Segment. Ich mag ihn sehr, weil er einfach geschrieben ist und trotzdem immer wieder unglaublich spannend. Ich habe bisher nicht ein Einziges Buch von ihm nicht gemocht.

Der Klappentext

Ein kleines Atelier mitten in Paris: Hier hat sich die Londoner Polizistin Madeline eingemietet, um nach einer schweren Krise zur Ruhe zu kommen. Doch plötzlich sieht sich Gaspard gegenüber, einem mürrischen amerikanischen Schriftsteller……. das Atelier gehörte einst einem gefeierte Maler. Von ihm sollen aber nur noch drei Gemälde existieren, alle drei verschollen und unermesslich wertvoll. Gemeinsam begeben sie sich auf die Suche nach den Bildern- und stoßen auf eine Botschaft, die über Leben und Tod entscheidet.

Die Handlung

Nach den ersten paar Seiten war ich verwundert, denn ich kannte die Hauptprotagonistin bereits. Madeline war schon die Hauptfigur in Guillaume Musso’s Roman “ Nachricht von dir„. Umso trauriger stimmte es mich, dass Madeline nach einem Happy End im ersten Buch, zum Anfang dieses Buches eine schwere Krise erleben muss und sie sogar kurz vorm Selbstmord steht. Auf der anderen Seite, ist es genau das, was seine Bücher ausmachen, sie könnten auch wahr sein. Und im Leben ist nun mal nicht immer direkt ein Happy End erkennbar.

Madeline und Gaspard könnten unterschiedlicher nicht sein und trotzdem haben sie eines gemeinsam: die Neugierde! Beide begeben sich unabhängig von einander auf die erste Spurensuche und tauschen erst nach den ersten Begegnungen ihre Informationen aus. Zusammen lösen sie einen verstrickten Fall rund um den bekannten Maler Lorenz und seinen vermeidlich verstorbenen Sohn. Nebenbei decken die beiden eine lange Mordreihe auf und erleben am Ende ein großes Wunder, welches ihren Weg ganz neu weisen wird. Guillaume Musso schafft es mal wieder, jedem Charakter eine ganz eigene Note zu geben und holt wirklich alles aus seinen Protagonisten heraus.

Und doch wieder ein Happy End?

Natürlich hat auch diese Geschichte ihre Höhen und Tiefen. Super spannende Spurensuche, jede Menge Emotionen und traurige Familiendramen kommen hier zusammen. Madeline ist hier noch einmal richtig gut gelungen und es war ein Erlebnis ihre Geschichte weiter zu verfolgen. Und das Ende? Wie immer völlig unerwartet. Genau deswegen verrate ich Euch auch nicht mehr über den Inhalt, denn das würde die ganze Spannung nehmen und ihr sollt ja schließlich noch Lust auf das Buch haben!

Mein Fazit

Absolute Leseempfehlung! Vor allem jetzt im Sommer, das perfekte Buch für den Urlaub. “ Das Atelier in Paris“ hat alles, was ein guter Roman braucht und Guillaume Musso ist wirklich großartig. Bis Bald, Xoxo Sarah

P.S.: Dieses Buch ist aus meinem eigenen Fundus und kein Leseexemplar, daher auch keine Werbung!

Die kleine Inselbuchhandlung von Janne Mommsen

( Anzeige ) Eine idyllische kleine Insel und der ungeahnte Traum einer Veränderung treffen in „Die kleine Inselbuchhandlung“ von Janne Mommsen aufeinander. Greta die Protagonistin in diesem Buch ist Flugbegleiterin bei der Lufthansa und liebt ihren Job, doch plötzlich verändert ein kleiner Vorfall ihr ganzes Leben und Sie steht vor einer Entscheidung, mit der Sie nicht gerechnet hat. „Die kleine Inselbuchhandlung“ von Janne Mommsen ist ein bezauberndes maritimes Highlight, welches ich an einem wunderschönen, sonnigen Tag genießen durfte. Der süße Roman von Janne Mommsen stammt aus dem Rowohlt Verlag, danke an der Stelle für dieses tolle Exemplar.

Die Story

Flugbegleiterin Greta geht wie immer fleißig ihrem Job nach und begibt sich in einen Langstreckenflug von Frankfurt nach Shanghai, als es plötzlich passiert – sie bekommt Panik. Greta fragt sich, warum sie nach so vielen Jahren nun auf einmal solche Angstzustände bekommt… zu ihrem Unglück muss wegen ihr auch noch der Start der Maschine abgebrochen werden – die Blamage perfekt. Wir Menschen neigen dazu, in solchen Situation den Ausweg in einer Flucht zu suchen, so auch Greta, sie flüchtet auf eine kleine Insel weit weg von allem zu ihrer Tante Hille. Auf der Insel kommt sie zur Ruhe, trifft alte Bekannte und lernt die Beständigkeit dieser Idylle zu schätzen. Tante Hille wohnt direkt am Meer und hat noch dazu eine unglaublich tolle Auswahl an Büchern zu bieten. Eine alte Ladenboutique im Erdgeschoss des Hauses, welche vorerst ungenutzt war, dient als Lagerort für „tausende“ Bücher – eine Art Literaturhimmel für jeden Bücherwurm. Alleine bei dem Gedanken an diesen Ort, wurde mir ganz warm ums Herz. Doch Tante Hille möchte einige der Bücher auf einem Flohmarkt verkaufen, denn so langsam fehlen die Kapazitäten in diesem Raum. Greta beschließt kurzer Hand diesen Buchverkauf zu übernehmen, um so ihren Ängsten und Sorgen um das Fliegen aus dem Weg zu gehen. Sie muss feststellen, dass Sie durch die Liebe zur Literatur ein Händchen für den Verkauf von Büchern hat. Im Laufe der Geschichte stellt Greta sich die Frage, ob sie überhaupt nach Frankfurt zurück kehren soll…? Oder ob sie überhaupt noch Flugbegleiterin sein kann…? Was wäre, wenn sie eine kleine Inselbuchhandlung eröffnen würde…? Und nicht, das dass alle Probleme waren, mit denen Great sich herum schlagen muss, denn auch die Männerwelt hält sie ganz schön in Schach. Ich verrate an der Stelle nicht mehr, denn ein wenig Spannung sollte noch bleiben.

Der Klappentext

Greta Wohlert ist auf dem Weg zu einer kleinen Nordseeinsel, wo ihre Tante ein Haus am Strand hat. Die Stewardess hat sich ein paar Tage Auszeit vom stressigen Job genommen. Doch auf der Insel angekommen, muss sie erst einmal Tante Hille beim Entrümpeln ihres ehemaligen Ladens helfen. In den staubigen Regalen entdeckt Great unzählige Bücher. Fasziniert von dem Fund, veranstaltet sie einen Flohmarkt. Der Verkauf der Bücher macht Greta so viel Spaß, dass sie eine Idee hat: Wie wäre es, einfach hierzubleiben und eine Inselbuchhandlung zu eröffnen? Ermutigt wird sie dabei von Claus, dem attraktivem Pensionsbesitzer der Insel. Doch schon bald überschlagen sich die Ereignisse: Jemand möchte Greta von der Insel vertreiben, eine geheimnisvolle Liebeswidmung in einem alten Buch gibt ihr viele Rätsel auf. Und zu allem Überfluss steht eines Tages Gretas Daueraffäre aus Frankfurt vor der Tür….

Mein Schlusswort

Die kleine Inselbuchhandlung“ ist wirklich etwas besonderes, wenn auch hier und da ein wenig kitschig. Great ist eine tolle Protagonistin und der ein oder andere Charakter in diesem Buch ist wirklich sehr gelungen. Janne Mommsen versteht es, den Leser durch die tollen Charaktere abzuholen. Gerade für Buchhändler und Buchhändlerinnen finde ich dieses Buch sehr passend, denn es zeigt, wie groß die Liebe zur Literatur sein kann und wie wunderbar es ist, diese mit anderen Menschen zu teilen.

Frankfurter Buchmesse 2017

Mein Name ist Sarah und ja, ich bin ein Bücherwurm! Natürlich ist es dann auch ein „MUSS“ für mich zur Frankfurter Buchmesse 2017 zu fahren. Ich war seit einige Jahren nicht mehr da und konnte dieses Jahr aber nicht umhin, mich noch einmal dort blicken zu lassen. Ein Bücherwurm der nicht auf die Frankfurter Buchmesse fährt, na der ist ja schließlich kein richtiger Bücherwurm, oder nicht? In diesem Jahr war etwas anders, ich bin nicht als Privatbesucher zur Buchmesse gegangen, sondern als Fachbesucher. Diese Möglichkeit hatte ich vorher noch nicht, daher war ich doppelt gespannt, was mich an den Fachbesuchertagen erwarten würde.

Die Anreise nach Frankfurt

Mein erster Stopp auf der Reise zur Frankfurter Buchmesse war in Bonn, um einen sehr guten Freund abzuholen. Naja eigentlich hat er mich ab dort mitgenommen, aber irgendwie habe ich ihn ja auch abgeholt. Morgens um 9 Uhr ging es nun endlich los in Richtung Frankfurt über die A3. Strahlend blauer Himmel und Sonnenschein waren unsere Begleiter, besser hätte der Tag nicht starten können. Geplant wollten wir eigentlich um halb elf ankommen, nur der Verkehr sollte uns eines Besseren belehren. Natürlich standen wir im Stau kurz vor Frankfurt, ich liebe Großstädte, schließlich lebe ich in einer, aber den Verkehr dazu benötige ich nun wirklich nicht immer. Aber nun gut, nach einer halben Stunde Verzögerung sind wir dann doch endlich in Frankfurt angekommen.

Die Ankunft in Frankfurt

Nachdem wir ziemlich lange bis zum Parkhaus gefahren sind, ging alles weitere sehr reibungslos, mit einem Shuttle Bus wurden wir zu den Messehallen gebracht und auch der „Check in“ verlief schnell und ohne weitere Verzögerung. Ich muss sagen, ich hätte nicht erwartet, dass es doch so voll werden würde. Ich kannte die Frankfurter Buchmesse bisher nur als Privatbesucher und dachte, dass es als Fachbesucher vielleicht nicht so voll werden würde. Leider war es auch an den Fachbesuchertagen reichlich überfüllt. Dennoch ließen wir uns natürlich dadurch nicht die Laune verderben und starteten munter in Halle 3. Die Halle 3. ist die beliebteste Halle möchte ich mal sagen, denn in dieser Halle findet man so ziemlich alle Großen Verlage auf einem Haufen. Sodass man sich alleine in dieser Halle mehrere Stunden aufhalten kann, bei uns waren es drei Stunden….

Die Buchmesse

Ich komme nicht umhin mich zu fragen, ob das wirklich ein Ort ist, wo sich Bücherwürmer wohlfühlen sollen?! Wenn ich zu Hause ein Buch lese, dann brauche ich dafür Ruhe, eine Tasse Kaffee oder Tee und vielleicht sogar noch eine tolle Kuscheldecke. Oder ich genieße ein schönes Buch auf meinem Balkon mit Sonnenschein im Nacken und genieße mein wunderschönes Leben.  Auf der Buchmesse werde ich geschubst beim lesen, werde unterbrochen, kann mich nirgends so richtig hinsetzen und werde dann auch noch erschlagen, von dem riesigen Angebot…. Puh, ich muss gestehen, um neue Bücher kennen zu lernen, ist das kein Ort für mich. Zu laut, zu überfüllt und zu unpersönlich. Ich habe natürlich trotzdem gestöbert und habe einige Neuheiten für mich entdecken können und habe mich über zahlreiche Leseproben gefreut, aber so ganz warm geworden bin ich mit dieser Atmosphäre nicht.

Ein Pluspunkt hat die Frankfurter Buchmesse allerdings mit ihrem Außenbereich bei mir sammeln können. Dort gab es eine Art Street Food Festival, mit zahlreichen Leckereien und es gab genug Sitzmöglichkeiten. Das Außengelände ist generell sehr schön angelegt mit einem kleinen Bach und Brücken darüber und viel Grün. Perfekt um zwischendurch Luft zu holen und das gesehene verarbeiten zu können. Und um sich eventuell auch ein paar Notizen zu machen und sein weiteres Vorgehen zu planen. Beim vernaschen eines leckeren Crepes haben wir neue Energie getankt und konnten dann weiter ziehen in Halle 4.

Mein Highlight

Um die Frankfurter Buchmesse nicht ganz nieder zu machen, was nicht mein Ziel war, habe ich natürlich auch mein persönliches Highlight im Gepäck. Wozu die Messe nämlich wirklich gut ist, ist Kontakte zu knüpfen und tolle Menschen kennen zu lernen. Gerade wenn man als Blogger noch relativ neu ist und noch viele neue Kontakte benötigt, ist es auf der Buchmesse natürlich perfekt. Oder auch um sich einfach einmal auszutauschen und tollen Geschichten zu lauschen. So geschah es mir am Stand vom Verlag Mare in Halle 4.0. Ich kannte diesen Verlag zwar bereits, aber ich muss zugeben das ich bisher immer eher Mainstream unterwegs war. Dieser Verlag wurde mir von meinem guten Freund, welcher auch an dem Tag dabei war, ans Herz gelegt. Ich hatte bisher erst ein Buch von ihnen gelesen, welches mir aber unglaublich gut gefallen hatte und war daher sehr gespannt.

Und so kam es, wie es kommen musste….ich wurde begeistert! Die Dame die hinter diesem Stand ihre wundervollen Bücher präsentiert hat, war einfach super! Sie konnte zu jedem Buch etwas besonderes erzählen und bei jeder Geschichte die sie uns vorgestellt hat, haben ihre Augen geglänzt und man merkte sofort wie verbunden sie mit all diesen Geschichte war. Und genau das ist, das, was ich auf so einer Messe erleben möchte! Ich möchte, dass Menschen Geschichten erzählen und das diese Geschichten dich für alle Zeiten begleiten und du diese selbst einfach nur erleben möchtest. Ich habe am Ende von dieser netten Dame ein Buch als Leseexemplar bekommen und es war für mich der größte Schatz an diesem Tag, dieses Buch zu bekommen. Wenn Menschen die Geschichten aus ihren Büchern so erzählen können, dass du nicht umhin kommst diese auch lesen zu wollen, dann haben diese Menschen dich wirklich begeistert. Danke an dieser Stelle für das tolle Buch! Natürlich werde ich dazu, wenn ich es gelesen habe, hier auf meinem Blog auch einen Bericht schreiben. Wie könnte ich auch nicht, nach diesem tollen Erlebnis.

Mein Fazit

Am Ende bleibt zu sagen das ich die Frankfurter Buchmesse sehr genossen habe und ich viele neue Bücher entdecken konnte. Dennoch werde ich wahrscheinlich niemals diese Messe als Privatbesucher empfehlen. Die Vorlesungen sind alle super und man kann eine Menge entdecken, aber ich glaube für Fachbesucher lohnt sie sich weitaus mehr. Wenn man im Vorhinein Termine mit den Verlegern ausmacht und sich gezielt seine Messepunkte aussucht, dann kann man einen tollen Tag verbringen. Wer aber einfach nur ein wenig stöbern will, für den ist es eindeutig zu voll.

Anmerkung am Rande

Nachdem ich die restlichen Tage online verfolgt habe, habe ich mitbekommen das gerade an den Privatbesuchertagen einige namenhafte Schriftsteller zu Gast waren. Das ist natürlich ein besonderes Highlight für jeden Bücherwurm. Zu Gast waren z.B. Nicholas Sparks, Dan Brown, Cecilia Ahern und Kai Mayer. Alles tolle Autoren, welche ich auch gerne mit erlebt hätte. Also, wer sich in die Menge stürzen möchte und wem dieses auch nichts ausmacht, der sollte diese Möglichkeit natürlich nutzen.