Dieser wilde Ozean, den wir Leben nennen von Elisabeth Steinkellner

„Dieser wilde Ozean, den wir Leben nennen“ ist ein Buch, welches mich noch nachträglich beschäftigt. Es ist mein erstes Buch von Elisabeth Steinkellner und das erste Buch aus dem Beltz & Gelberg Verlag. Ich habe dieses Buch durch Zufall entdeckt und fand es direkt ansprechend. Ich bin ja eher so der Cover Käufer, ein wunderschönes Cover ist bei mir schon die halbe Miete. Zumindest bringt es mich dazu, den Rückentext zu lesen und wenn dann die Geschichte passt, dann ist es ein Match.

Simon & Antonia

Zwei Teenager die völlig hilflos in ihrer eigenen Welt leben und eigentlich nur heraus finden wollen, wer sie wirklich sind und was sie wollen im Leben. Der Buchtitel „Dieser wilde Ozean, den wir Leben nennen“ passt so großartig zu diesen beiden – sehr gut gewählt von der Autorin. Genau so ist das Leben nun mal manchmal, wie ein wilder Ozean. Man muss immer versuchen oben zu schwimmen und auch die schönen Momente wahrnehmen. Simon & Antonia lernen sich ganz zufällig auf einer Parkbank kennen, Schicksal wenn ihr mich fragt. Beide haben in ihrem Leben Dinge erlebt, die sie viel zu oft zum Nachdenken bringen. Simon stellt gerade fest, dass er auf Männer steht und das er einen ganz bestimmten Mann unbedingt finden muss. Und Antonia kann sich ihrem Freund nicht richtig öffnen, weil sie das Verschwinden ihres Bruders nie richtig verarbeitet hat.

Das Vertraute in einem Fremden

Simon & Antonia sind beide eher verschlossen und haben zwar einen großen Freundeskreis, aber niemanden dem sie sich so richtig öffnen können. Da passt es perfekt, dass sich diese Beiden kennen lernen. Sie vertrauen sich auf anhieb und eine super Freundschaft entwickelt sich. Ich hatte sogar am Anfang die Hoffnung, dass die beiden doch ein Paar werden könnten. Doch man lernt aus diesem Buch, dass Freundschaft der Schlüssel zum großen Glück sein kann. Sie helfen sich gegenseitig mit ihrem Leben wieder ins Reine zu kommen. Simon findet seine Zugbekanntschaft wieder und Antonia kann sich endlich ihrem Freund öffnen.

Lieblingsstelle im Buch

„Egal, ob die Welt unter Wasser jetzt schöner ist als die an Land oder nicht – ich glaube jedenfalls, dass sie so gewaltig ist, wie wir es uns niemals vorstellen können. Und die Menschen fühlen sich so erhaben und bilden sich ein, alles zu wissen und alles beherrschen zu können, aber in Wahrheit sind da diese Abermilliarden Lebewesen im Meer, die niemals einen Menschen gesehen haben, denen wir schnurzegal sind, weil für die unsere Welt hier überhaupt nicht existiert.“

Mein persönliches Fazit

Eigentlich eine ganz banale Geschichte, schon fast seicht. Dennoch hat mich diese Geschichte nachhaltig beschäftigt. Ich finde das Schicksalsbegegnungen immer wieder passieren und wir müssen sie nur auch als solche wahrnehmen. Manchmal sind es eben Fremde die uns näher stehen können, manchmal hilft ein Blick von außen. Und das ist auch die Message für mich in diesem Buch, sich nicht verkriechen, sondern sich jemandem anvertrauen. Egal ob fremd oder bekannt, Reden hilft. Ein tolles Buch, mit einer echten schönen Geschichte. Ich mochte es sehr.

Broschierte Auflage / selbst gekauft / Auflage 2018 / 235 Seiten / Beltz & Gelberg Verlagsgruppe / 13,95 €

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