„Nur vom Weltraum aus ist die Erde blau“ von Björn Stephan

Ein Buch über die Herkunft eines Jungen und die Erinnerungen an den Plattenbau nach der Wende. Sascha findet heraus, was es heißt verliebt zu sein und welche Konsequenzen vorschnelles Urteilen haben kann. Dieses Buch erinnert an die DDR und ihre schönen Momente. Auch im Plattenbau gibt es Glück zu finden, wenn man nur danach sucht. Es werden auch klassische Klischees verfolgt, aber die Geschichte zeigt auch Tiefgang.

Sascha & Juri

Sascha ist 13 Jahre alt und lebt im erfundenen Ort der Siedlung in Klein Krebslow. In seinem Teenie Leben scheint nichts spannendes zu passieren, außer das er ungewöhnliche Worte sammelt. Er notiert sich Worte in allen Sprachen und deren Bedeutung. Er selbst ist nicht so sehr der Redner, was seine Schwäche für Wörter kompensieren soll. Sein bester Freund Sonny möchte einmal so berühmt werden wie Elton John und möchte die Siedlung um jeden Preis verlassen. Sascha war bisher der selben Meinung, doch dann taucht Juri auf. Die Neue in der Schule. Von da an findet Sascha die Siedlung gar nicht mehr so öde.

Zusammen versuchen sie heraus zu finden was die böse Gang der Siedlung so alles anstellt. Die Pawelkes sind eine komische Familie. Die Söhne haben Verbindungen zu ehemaligen Nazis. Als sie einen ausländischen Mann aus der Siedlung verprügeln versuchen Sascha und Juri ihnen auf die Schliche zu kommen. Das Ganze wird allerdings ganz schön gefährlich.

Juri ist allerdings das größte Risiko. Sie weiß alles über das Universum, aber gibt wenig von sich selbst preis. Man weiß nicht woher sie kommt und wer ihre Eltern sind. Sie ist für Sascha nicht durchschaubar, aber es ist dennoch extrem verliebt.

„Ich hatte das Mädchen noch nie in der Siedlung gesehen und vielleicht war das der Grund, warum ich es so aufregend fand, das es da jetzt stand. Seit ein paar Jahren hatte sich nämlich kaum jemand Neues in die Siedlung verirrt. Im Gegenteil: Wir, die Übriggebliebenen, waren mit jedem Jahr weniger geworden.

Meine eigene Meinung

An sich war es eine nette Geschichte, aber so richtig hat mich das Buch nicht mitgenommen. Ich fand es zwischendurch eher langwierig. Ich mochte die Charaktere und die Buchgestaltung sehr. Viele haben das Buch hoch gelobt und ich kann auch nicht so richtig sagen, was mich gestört hat, aber es hat mich nicht zu 100% überzeugt.

Das Element was mir gut gefallen hat, war die Tatsache das Sascha sich selbst in dem Buch finden sollte. Er war für alle unsichtbar und vor allem für sich selbst. Juri half ihm auf gewisse Weiss sich selbst zu finden. Er wurde im Laufe des Buches ein Stück weit erwachsen.

Rezensionsexemplar / Galiani Berlin Verlag / Gebundene Ausgabe 2021 / 343 Seiten / 22,00€

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