Bücher Geheimtipp

Da die Buchhandlungen nun seit einer Woche wieder offen haben dürfen, habe ich mir gedacht, dass ich zu meinen Lieblingsbüchern ( den Link dazu noch einmal hier ) noch einen Geheimtipp Beitrag schreibe. Ich finde, dass gerade in den sozialen Medien oftmals die selben Bücher gezeigt werden und das ein wenig Vielfalt da nicht schaden kann. Es gibt jede Menge tolle Bücher und diese sollten auch unbedingt noch einmal in Erinnerung gerufen werden. Ich habe also vier Bücher aus meinen Regalen gesucht, welche ich besonders toll fand und welche ich gerne als Geheimtipp empfehlen möchte.

Der Honigbus

Ein ganz besonderes Buch war für mich „Der Honigbus“ von Meredith May aus dem S.Fischer Verlag. Meredith ist fünf Jahre alt, als ihre Eltern Meredith sich selbst überlassen. Nach der Trennung sind beide nicht in der Lage sich zu kümmern und das führt sie zu ihren Großeltern. Ihr Großvater liebt Bienen und hat diverse Bienenstöcke gezüchtet, dieses Handwerk möchte er seiner Enkelin weitergeben. In diesem Buch erlebt man eine solche Liebe und Wärme, die von diesem netten Großvater ausgeht, die unbeschreiblich ist. Seine Art mit den Bienen umzugehen und seine Art die Natur zu schätzen ist einfach großartig. Gerade wo wir alle wissen, dass Bienen geschützt werden sollten, ist es eine Empfehlung für das Buch und vor allem wegen der Bienen. Ich mochte dieses Buch so gerne und ich finde, dass sollten noch viel mehr Menschen lesen. Besonders mochte ich auch den Lebensweg, den Meredith eingeschlagen hat. Ein großartiges Buch über Tradition, Familie und die Liebe zur Natur.

Der Südelefant

Im letzten Jahr war Georgien Gastland der Buchmesse und aus dieser Zeit habe ich dieses Buch mit genommen. Ein Geheimtipp auf jeden Fall, denn ich denke, dass wenige es gelesen haben könnten. Zumindest kein Buch, was in den Medien gehyped wurde. Der Südelefant von Archil Kikodze erschien im Ullstein Verlag und spielt in Tblissi Georgien. Ein Mann wandert durch die Stadt und erinnert sich an Kindheitserinnerungen. Schöne Zeiten und auch schlechte Zeiten, an Menschen, an Umgebungen und an Ereignisse. Der Südelefant heißt es deshalb, weil er als Junge den prähistorischen Südelefanten in einem georgischen Museum gesehen hat. Er unternimmt mit seinem Leser quasi eine andere Art der Städtetour. Beim Lesen dieses Buches entstehen auf jeden Fall Bilder und man kann sich die Umgebung vorstellen. Ich fand es war ein großartiger Roman mit einem klasse Schriftsteller. Ein klassischer Geheimtipp.

Der vorletzte Samurai

Ein japanisches Abenteuer von Dennis Gastmann aus dem Rowohlt Polis Verlag. Ich mag seit ich denken kann Japan gerne und würde dort auch gerne einmal hinreisen. Natürlich hat mich genau deshalb dieses Buch auch so angesprochen. Zusammen mit seiner Frau Natsumi die von den Samurei abstammt bereisen sie das Land. Auch hier kann man sich alles ganz genau vorstellen. Jede Erzählung gibt einem das Gefühl in Japan zu sein oder schon einmal dort gewesen zu sein. Auf der Reise wird natürlich auch deren Beziehung auf die Probe gestellt, denn die traditionellen Werte Japans entsprechen nicht immer den unseren. Ich liebte dieses Buch und finde, dass es auch noch mehr Leser kennen sollten. Für Japan Liebhaber ist es auf jeden Fall ein Muss.

Heimkehren

Yaa Gyasi mit Heimkehren ist eines der besten Bücher der letzten Jahre für mich. Das im Dumont Buchverlag erschienene Buch ist eine Wucht. Tiefgründig, zu Weilen düster und unvorstellbar grausam, aber auch so hoffnungsvoll und liebevoll. Meine absolute Empfehlung schlecht hin.

Effia und Esi sind Schwestern, lernen sich aber nie kennen. Die Geschichten der Familien laufen ganz unterschiedlich ab. Die eine Seite vermag mehr Glück zu haben wie die andere, doch im Grund müssen sie sich alle dem Rassenhass aussetzen. Ein jedes Familienmitglied auf seine eigene, teils grausame Weise. Alles beginnt in Ghana im 18ten Jahrhundert und spielt bis in die heutige Zeit in Amerika eine Rolle. Die Nachkommen der beiden Schwestern versuchen unabhängig voneinander ihren Platz in der Welt zu finden, ihre eigene Heimat zu finden. Heimkehren heißt in dem Moment zu sich selbst finden und Geschehenes zu akzeptieren. Heimkehren heißt den Weg der Familie zurück verfolgen zu können, um zu wissen, woher man selbst kommt. Einfach unfassbar groß geschrieben. Definitiv aber kein Buch für schwache Nerven, denn Teile der Geschichte können sehr grausam und menschenunwürdig sein.

Das waren meine Geheimtipps für Euch, ich hoffe ich konnte Euch inspirieren. Ein Teil der Bücher waren Rezensionsexemplare, aber meine Auswahl war eine freie Wahl ohne Werbehintergrund. Ich freue mich auf Kommentare zu meinen Büchern. 😊

 

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